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Was Unternehmer von Startup-Gründern lernen können

Etablierte Unternehmen sind komplex: ihre Strukturen und Hierarchien, ihre Arbeitsabläufe und ihre Verhaltensweisen. Genau diese Faktoren sind es auch, die Unternehmen träge machen. Zeit für eine Verjüngungskur nach dem Vorbild der boomenden Gründerszene!

Image courtesy of renjith krishnan at FreeDigitalPhotos.net

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Um als Startup zu gelten, muss ein maximal 5 Jahre altes Jungunternehmen innovativ sein – und der Erfolg skalierbar; das heißt, die Gründer müssen innovativ und unternehmerisch sein. Das sah schon der Management-Pionier Peter Drucker so: Was wir brauchen, ist nicht nur eine unternehmerisch orientierte Wirtschaft, sondern eine Unternehmergesellschaft, bei der Innovationskraft und Unternehmergeist Hand in Hand gehen. Zwei Faktoren also, die im Laufe eines Unternehmens schon nach einigen Jahren dem Alltagsgeschäft weichen. Etablierte Unternehmer versuchen viel mehr, neue Technologien zur Steigerung ihres Profits aus dem bestehenden Geschäft zu nutzen, als ihr Geschäft selbst zu verjüngen.

Um genau diesen Fehler wieder zu korrigieren, muss man nur wissen, was die jungen Gründer denn so anders machen als die „alten Hasen“:

Vermeiden von hoher Komplexität und unnötigen Kosten:

Startups müssen in der Regel mit einem sehr beschränkten Budget auskommen. Alles, was nicht unmittelbar oder innerhalb eines relativ kurzen Zeithorizonts mittelbar auf den Unternehmenserfolg abzielt, ist unnötig. Fokussieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft – die Leistungen, für die Ihre Kunden Geld bezahlen. Finden Sie unnötige Kostenfaktoren?

Innovative Jungunternehmen sind schnell und agil

Und das nicht nur aufgrund der üblicherweise sehr geringen Mitarbeiterzahl, sondern vielmehr, weil sie kaum bürokratische Strukturen aufweisen. Genau zugewiesene Verantwortungsbereiche ermöglichen schnelle Entscheidungsprozesse und sorgen dafür, dass nicht nur die Führungsebene, sondern auch die Mitarbeiter selbst unternehmerisch denken und handeln.

Die „Kultur des Scheiterns“

Diese wurde in den letzten Jahren direkt aus dem Silicon Valley in die heimische Startup-Szene importiert. Unternehmerische Newcomer erholen sich schnell von Fehlschlägen, weil sie diese bereits einkalkulieren und schneller lernen. Auch als etablierter Unternehmer kennen Sie Fehler und die Schwierigkeiten im Umgang mit ihnen. Denken Sie an Fehler, die bereits gemacht wurden und wie Sie damit zurechtkamen. Welche Strategien zur Fehlerbehebung haben Sie gewählt? Welche zur weiteren Fehlervermeidung?

Startup-Gründer sehen sich selbst als „digitale Nomaden“

Dank Laptop, Smartphone und webbasierten Tools können Sie – WLAN vorausgesetzt – überall auf der Welt arbeiten und vor allem zusammenarbeiten. Auch, wenn sie über ein eigenes Office verfügen, sind sie meist unterwegs, nahe am Kunden und reagieren flexibel auf neue Anforderungen. Auch Ihre Führungskräfte müssen nicht immer von der Unternehmenszentrale aus arbeiten, sondern können mit Tools, die das mobile Arbeiten erleichtern, Extrawege und komplexe Abstimmungsmechanismen vermeiden.

Für jedes Unternehmen gibt es andere Ansatzpunkte zur Verjüngen. Für alle gilt jedoch: Auch in Ihrem Unternehmen stecken noch die Innovationskraft und der Unternehmergeist eines Startups!

Autor: Christoph Bauer, TAB Austria

TAB Austria ist ein Netzwerk lokaler und regionaler Unternehmer aus verschiedenen Branchen, die gemeinsam als ein persönliches „Advisory Board” zur Verfügung stehen. Sie werden von Christoph Bauer und seinem Team moderiert und geleitet.

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