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Spielen Sie „Guter Chef – Böser Chef“?

Wie viele Unternehmer hatten vor ihrer Unternehmerkarriere eine 3-5jährige Ausbildung als Chef, als Führungspersönlichkeit? Wer kann sich die Zeit nehmen und ein Seminar in Mitarbeiterführung besuchen?

Was tun wir also? – Wir handeln und führen meist so, wie wir es für richtig erachten. Sehen das unsere Mitarbeiter auch so? Kam einer Ihrer Mitarbeiter schon einmal auf Sie zu und sagte: „Sie sind ein toller Chef!“? Dies passiert wohl den wenigsten.

Was macht einen guten Chef aus?
Es gibt zahlreiche Seminare, Workshops, Fachbücher oder Veranstaltungen mit Themen, wie: „Führen – Aber richtig!“. Was denken die Mitarbeiter darüber? – Pünktliche Gehaltszahlung, welche angemessen sein sollte oder auch gern etwas mehr sein darf; Lob und Anerkennung für die geleistete Arbeit; umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten; immer ein offenes Ohr für Probleme und Verständnis, wenn es um private Angelegenheiten geht?

In Unternehmen treffen verschiedene Persönlichkeiten aufeinander. Da gibt es nicht nur den Chef und den Angestellten. Nein, da gibt es auch den impulsiven Vorgesetzten; die verunsicherte Praktikantin; Mitarbeiter, die die Weisheit über Unternehmensführung mit Löffeln gefressen zu haben scheinen und ihrem zu gutmütigen Chef erzählen wollen, wie man ein Unternehmen richtig zu führen hat.

Sollte man ab und an den Bösen Chef spielen?
Alle Wünsche, Probleme und persönlichen Befindlichkeiten der Angestellten im Keim ersticken, bevor sie das ganze Unternehmen negativ infiltrieren; Kritik äußern, wie Dinge auf keinen Fall zu laufen haben; den anscheinend unproduktiven, unqualifizierten oder uneinsichtigen Mitarbeiter kurzerhand vor die Tür setzen? Immerhin muss man als Unternehmer am Ende des Tages allein sehen, dass das Unternehmen läuft.

Wie wäre die altbekannte Goldene Mitte?
Ist Zuckerbrot und Peitsche das beste Rezept, um nicht nur das Unternehmen produktiv und gewinnbringend zu halten, sondern auch den Mitarbeiter zu entwickeln, zu formen, Potential zu erkennen und in die richtige Richtung zu steuern – insofern man als Führungspersönlichkeit so gut ist, dies frühzeitig zu erkennen und nicht beim ersten Fehlschlag die Flinte ins Korn zu werfen? Manchmal müssen Mitarbeiter auch an ihre Grenzen geführt werden, um diese zu überwinden. In anderen Fällen müssen ganz klar Grenzen gesetzt werden. Hier schlägt sich erneut die Brücke zum Sinn der Arbeit. Ziehen beide Parteien an einem Strang, steuern sie auf ein Ziel zu, so fällt vieles leichter.

Unhappy - HappyVielleicht sollte ein Chef von Zeit zu Zeit das Spiel „Guter Chef – Böser Chef“ spielen, um sein Unternehmen auf Kurs zu halten und die Mitarbeiter, die wirklich wollen und die “Vision” teilen, langfristig ans Unternehmen zu binden, was wiederum beim Kurshalten hilft. Wenn er Glück hat, erkennen und wertschätzen es die Mitarbeiter und eines Tages kommt einer auf Sie zu – „Chef, Sie sind ein guter Chef!“ und dann brauchen Sie nicht überrascht zu sein.

Spielen Sie bisweilen dieses Spiel oder nutzen Sie eine wertvolle Alternative?

Autor: Carola Oehmigen

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