Artikelformat

Wie Sie mit smarten Zielen Mitarbeiter motivieren

Als Unternehmer haben Sie sich möglicherweise anspruchsvolle Ziele für das Jahr 2017 gesetzt, wenn (noch) nicht, ist der Blog meines Kollegen Thomas Grutzeck von vor zwei Wochen da sicherlich eine gute Gedankenstütze. Jetzt gilt es, die Ziele anzugehen – bei Ihren unternehmerischen Zielen sind Ihre Mitarbeiter* natürlich der wesentliche Faktor zum Gelingen.

Ziele setzen ist ja immer sinnvoll. Es gibt den Mitarbeitern die Orientierung, was wichtig ist, wohin es gehen soll. Die gute Nachricht: wenn Sie Mitarbeitern ein konkretes Ziel vorgeben, steigert es deren Motivation zur Zielerreichung um 35% (Studie Prof. Smithers/Universität Leicester).

MitarbeiterMotivation_Jan2017_kleinWie sollen Ziele sein, damit sie in der Praxis funktionieren?

SMART!
(S) – spezifisch,
(M) – messbar,
(A) – akzeptiert,
(R) – realistisch,
(T) – terminiert.

Aus der Praxis: So sehen smarte Ziele aus:

– Bis zum 30.6. (T) gewinnen wir fünf (M) neue Kunden (S) für unser Produkt xy.
– Bis zum 30.4. führen wir die Software xy erfolgreich ein.
– Bis zum 31.5. senken wir die Reklamationsquote für unser Produkt xy auf unter 1%.

Vor allem sollte das Ziel für den Mitarbeiter oder die Mitarbeitergruppe, die es verantwortet, auch realistisch (R) und – nach Erläuterung – akzeptiert (A) sein, dann ist es ein SMARTes Ziel.

Das “Warum” ist entscheidend

Menschen wollen den Sinn von Zielen verstehen – das Ziel gut, wichtig und spannend finden. Akzeptanz des Zieles ist die Minimumforderung. Eigentlich wollen Sie doch, dass sich Mitarbeiter begeistert an die Arbeit machen. Dazu gilt es, den Sinn des Zieles im Rahmen des „Großen und Ganzen“ zu erläutern und dem Mitarbeiter seinen individuellen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu verdeutlichen.

Nur sinnvoll empfundene Ziele lohnen den Einsatz

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen eigentlich nur das Ziel verfolgen, maximalen Gewinn zu erwirtschaften, wird die Formulierung “sinnhafter” Ziele schwierig. Gerade dann braucht es Kreativität, das zu übersetzen und Mitarbeitern konkrete Ziele vorzugeben, die sie als sinnvoll verstehen können.

So formulieren Sie Ziele, die für Mitarbeiter Sinn stiften

Gewinn, Umsatz und andere finanzielle Größen sind letztlich nur Ausdruck dessen, wie gut Ihre Mitarbeiter und Sie gearbeitet haben. Setzen Sie da an und finden Sie messbare Größen, gerade im Bereich der Produktivität, die Mitarbeiter möglichst direkt beeinflussen können. Zum Beispiel:

Sie machen Projekte für Kunden: legen Sie die Stunden fest, die Ihre Mitarbeiter je Projekt brauchen dürfen und setzen Sie Ziele für die Erfüllung in Prozent. Und für die Kundenzufriedenheit bei Projektabschluss.
Sie verkaufen Waren: denken Sie z.B. über Reklamationsquoten, Ergebnisse von Kundenzufriedenheitsbefragungen, Schwund (Inventurdifferenzen) nach. Definieren Sie hohe Umsätze pro Kunde als Ausdruck guter Beratung…
Sie optimieren Ihr Unternehmen: setzen Sie Ziele entlang der zu erreichenden Meilensteine wie Zertifizierung geschafft, Einführung neuer Abläufe und Tools…
Abteilungen, z.B.: Buchhaltung: durchschnittliche Dauer offener Rechnungen:  Personalabteilung: Zeit bis zur Besetzung offener Stellen…

Unternehmensvergleiche anstellen

Eine spannende Inspiration können Daten Ihres Branchenverbandes oder sonstige Analysen sein – suchen Sie dort nach Zahlen, die Sie zum Ansporn nutzen können („wenn die Anderen das können, müssen wir das zumindest auch schaffen“)

Mit diesen Punkten wird es rund

1. Aufschreiben: Halten Sie das Ziel immer schriftlich fest und unterschreiben Sie es beide, das erzeugt höhere Verbindlichkeit.
2. Maximal 3 Ziele: Wenn Sie mehrere Ziele vereinbaren wollen, bleiben Sie bitte bei maximal drei.
3. Kurze Fristen: Kürzere Zeiträume sind oft besser, ein Jahr ist meistens zu lang
3. Rückmeldung: Immer wieder aktuelles Feedback zum Stand der Zielerreichung ist wichtig. Nach Zeitablauf treffen Sie sich zu einem intensiven Feedback zur Zielerreichung. Und loben und feiern Sie!

In meinem nächsten Blogbeitrag im kommenden Monat erfahren Sie, wir Sie Ihren Zielvereinbarungen noch mehr Kraft geben: „Anreize richtig gemacht“.

*es ist immer die männliche und weibliche Form gemeint

Autor: Ralf Mathiesen

Die TAB-Unternehmerboards in Berlin City werden von Ralf Mathiesen moderiert. Hier treffen sich Unternehmer einmal im Monat, um Lösungen für die aktuellen Knackpunkte ihres unternehmerischen Alltags in einer vertraulichen Atmosphäre gemeinsam zu entwickeln.

Alles, was mit Teams und Mitarbeitern zu tun hat, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer von KMU einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

 

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.