Artikelformat

Selbständige Mitarbeiter: Warum Sie Führungswillen in Ihrem Team entfachen sollten

Führung beginnt mit jedem einzelnen Mitarbeiter. Dabei ist die Ausbildung zweitrangig. Viel wichtiger ist die Einstellung des Mitarbeiters*. Wenn Sie dieser Logik folgen, wird ihr Leben als Chef von Tag zu Tag leichter!

Wo Wissen im Halbjahres-Takt veraltet, brauchen Sie Mitarbeiter, die Lösungen selbst finden können … und das auch wollen.

Die drei „I“s zur Personalauswahl

Stellen Sie sich nur die drei folgenden Fragen um zu entscheiden, ob Sie mit Menschen zusammenarbeiten wollen, oder nicht. Es wird ihr Arbeiten enorm erleichtern.

1_Integrity: Vertraue ich diesem Mitarbeiter? Wird er sein Handeln zu meinem Wohl und dem Wohl der Firma einsetzen?
2_Intelligence: Hat der Mitarbeiter, was es braucht, um die Tätigkeit ausführen zu können? Wichtig ist, ob er die geistig/mentalen Anlagen hat, auch Aufgaben, die zukünftig in seinen Arbeitsbereich fallen werden, erfolgreich zu bewältigen. Diese Frage geht weit über den derzeitigen Stand seiner Ausbildung hinaus.
3_„I can do!“: Hat er den inneren Antrieb, jedes Problem zu lösen, das sich ihm in den Weg stellt?

Haben Sie Mitarbeiter – zumindest in den Schlüsselpositionen – für die Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können?

Wenn nicht, machen Sie diese drei Punkte im nächsten Mitarbeitergespräch zum Thema. Machen Sie die Begriffe zu wesentlichen Bewertungskriterien in Ihren Beurteilungs- und Zielvereinbarungsgesprächen.

Setzen Sie sich als Ziel, AUSSCHLIESSLICH solche Mitarbeiter zu beschäftigen.
Nun bringen Sie diese Mitarbeiter auf den Weg, selbst Führung zu übernehmen.

Der Weg zum selbständigen Mitarbeiter

Ein guter Anfang ist die „Leadership-Leiter“ von David Marquet. Weitere Tools werde ich in späteren Beiträgen behandeln.

Auf welcher Stufe stehen Ihre Mitarbeiter?

Notieren Sie, auf welcher Stufe der folgenden Leiter Ihre Mitarbeiter stehen. Gehen Sie Ihre wichtigsten Mitarbeiter durch! Wie denken sie, wenn sie einem Problem gegenüber stehen?

Die Leiter liest sich am Besten von unten nach oben.

 

Hecht-Leiter MA2Ihr Ziel sollte es sein, Führungswillen in Ihren Mitarbeitern zu entwickeln und nicht den Drang, folgen zu wollen oder Ansagen gemacht zu bekommen.

Das hat natürlich auch mit Ihnen zu tun. Prüfen Sie sich selbst…

Auf welcher Stufe führen Sie?

– Wie sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern?
– Wie viel Freiraum geben Sie zur Problemlösung?
– Wie viel Freiheit Ihrer Mitarbeiter können Sie als Chef ertragen?
– Was sagen Sie am häufigsten?

Seien sie ehrlich zu sich selbst!

 

Hecht-Leiter-Chef2Erklimmen Sie die Leiter gemeinsam

Sie werden Mitarbeiter auf verschiedenen Stufen haben:
– Auf welcher Stufe stehen sie?
– Auf welche Stufe gehören sie?
– Was brauchen die Mitarbeiter von Ihnen, um dorthin zu gelangen?

Fragen Sie das doch gleich Ihre Mitarbeiter beim nächsten Gespräch und machen Sie sich gemeinsam auf die Reise. Ziehen Sie dabei ruhig in Erwägung, auf der Leiter auch selbst mit nach oben zu klettern.

*männliche/weibliche Form im gesamten Beitrag gemeint

(„Selbständige Mitarbeiter (Teil 2): Wie führe ich selbständige Mitarbeiter?“ folgt im April 2017)

Autor: Markus Hecht
Als Berater und Initiator des Bereiches „Zukunftsfähige Organisationen“ am ZWW der Universität Augsburg ist Markus Hecht durch seine langjährige internationale Führungserfahrung für die Mitglieder seiner TAB- Unternehmerboards in Augsburg ein geschätzter Gesprächspartner – nicht nur in Führungsfragen.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.