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Praxistipps: wie Sie Ihre Arbeitgebermarke kommunizieren

So setzen Sie sich als Arbeitgeber ins passende Licht – Teil 2: In meinem Blog vom 20.4.2017 habe ich die Schritte ausgeführt, die notwendig sind, um Ihr überzeugendes Angebot als Arbeitgeber zu definieren. Jetzt geht es darum, dies entsprechend publik zu machen – insbesondere auf Ihrer Website und in Stellenanzeigen.

2017_05_17_Arbeitgebermarke darstellen

Sie bewerben sich…

Sicherlich ist es für Sie selbstverständlich, Ihre Produkte oder Dienstleistungen auf Ihrer Website werblich ansprechend darzustellen. Wenn Sie im Wettbewerb um Mitarbeiter* vorne mit dabei sein wollen, verwenden Sie bitte die gleiche Logik!
Die „gute alte Zeit“, in der Bewerber Bittsteller waren, die sich glücklich schätzen konnten, von Ihnen eingestellt zu werden, ist für die meisten Unternehmen vorbei.

>>> Je klarer Sie die Einstellung haben, „wir als Firma bewerben uns um die passenden Kandidaten“, desto erfolgreicher werden Sie sein. Denn die meisten Ihrer Mitbewerber haben das so noch nicht verstanden.

Sichtbar…

Fast alle Menschen, die sich für Sie als Arbeitgeber interessieren, werden Ihre Website ansehen. Schaffen Sie deshalb auf Ihrer Website einen Bereich, der sich gleichberechtigt zu Ihren Produkten/Dienstleistungen mit dem Arbeitgeberangebot befasst. Dieser muss direkt über die Hauptnavigation erreichbar sein, nicht als Unterpunkt von „Über uns“ oder Ähnlichem. Und nennen Sie das dann bitte nicht „Jobs“ oder wollen Sie Menschen anziehen, die halt eben so einmal einen Job suchen? Ich würde es „Beruf & Karriere“ nennen. Erstellen Sie zur direkten Erreichbarkeit z.B. von einer Stellenanzeige eine URL, also z.B. www.unternehmensname.de/karriere.

Glaubwürdig und klar…

Stellen Sie dort dar, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten, was das Besondere ist. Seien Sie detailliert in Ihrem Angebot (siehe Checkliste Arbeitgeberprofil) und lassen Sie Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen: sei es als Zitat mit Bild und Name oder in kurzen Videos. Zeigen Sie Bilder von Betriebsfesten, Ausflügen und von Ihren Räumlichkeiten. Je besser ein Kandidat ein Bild davon bekommt, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten und was er/sie geboten bekommen wird, umso eher bewerben sich die Passenden bei Ihnen. Und: widerstehen Sie dabei der Versuchung, nur auf „heile Welt“ zu machen!

Apropos Bilder: verwenden Sie bitte keine Stockphotos mit den üblichen Models mit „Zahnpasta-Lächeln“ – machen Sie Bilder/Videos Ihrer Mitarbeiter (mit deren schriftlicher Erlaubnis zur Nutzung), das ist viel authentischer und glaubwürdiger.

Stellenangebote wirkungsvoll aufbauen

In diesem Bereich Ihrer Website veröffentlichen Sie auch Ihre Stellenangebote (natürlich veröffentlichen Sie diese auch auf den passenden Portalen bzw. entfalten weitere Aktivitäten).
Setzen Sie auch in den Stellenangeboten den werblichen Ansatz um, d.h. schreiben Sie am Anfang jeder Stellenanzeige ca. fünf Zeilen zum Unternehmen an sich und weitere fünf Zeilen zu Ihnen als Arbeitgeber:

Zum Unternehmen

Nutzen sie wesentliche Teile Ihrer unternehmerischen Vision in komprimierter Form, also: Was machen Sie? Wo? Für Wen? Warum? Wohin wollen Sie mit Ihrem Unternehmen/was ist Ihr Anspruch bzw. Ziel? Wie differenzieren Sie sich von Mitbewerbern?

Zum Arbeitgeber

Nehmen Sie die werblich ansprechendsten und für Bewerber aussagekräftigsten Informationen aus Ihrer Arbeitgeberdefinition. Unterscheiden Sie sich von Ihren Mitbewerbern durch konkrete, griffige, ehrliche Aussagen und vermeiden Sie Allgemeinplätze.

Weniger ist mehr

Danach folgt die Bezeichnung der Stelle, die Details zum Inhalt der Stelle und die Anforderungen an den passenden Kandidaten.

>>> Faustregel: beschränken Sie sich auf maximal je fünf Aufzählungszeichen bei den Details und bei den Anforderungen, das muss reichen. Ziel der Stellenanzeige ist nicht die vollständige Information, sondern die passenden Kandidaten zur Bewerbung bei Ihnen zu motivieren.

Ansprechpartner? Chef!

Am Ende der Anzeige sind die Kontaktdaten wichtig. Machen Sie es Kandidaten einfach, indem Sie auch eine Telefonnummer und Ansprechpartner für Rückfragen angeben und eine Email-Adresse, hinter der ein Mensch steht: am besten der Chef selber, das wirkt.

Anzeige für mobile Betrachtung optimieren

Wichtige Tipps zum Schluss: da sich viele Menschen auch Websites und Stellenanzeigen mobil ansehen, achten Sie bitte darauf, dass Ihr Angebot mobil optimiert ist.Denn: Ihre Mitbewerber um diesen potentiellen Bewerber sind nur einen Mausklick entfernt.

Und nutzen Sie ein TAB-Unternehmerboard für ein ehrliches Feedback zu Ihrer Website und Ihren Stellenanzeigen.

*Es ist immer sowohl die männliche und weibliche Form gemeint

Autor: Ralf Mathiesen

Als TAB Moderator / Coach ist Ralf Mathiesen durch seine langjährige Erfahrung im Bereich Personalmanagement für die Mitglieder seiner TAB-Unternehmerboards in Berlin-City ein geschätzter Gesprächspartner – und das nicht nur in Personalfragen.  

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