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Kick it like Eisenhower!

„Wir sind nur dadurch erfolgreich, dass wir uns im Leben oder im Krieg oder wo auch immer ein einzelnes beherrschendes Ziel setzen, und diesem Ziel alle anderen Überlegungen unterordnen.“ (Dwight D. Eisenhower)

Kennen Sie das „Eisenhower-Prinzip“? Was bei der Personalentwicklung in Konzernen zum absoluten Standardrepertoire von Zeitmanagementseminaren gehört, ist einem Gutteil von klein- und mittelständischen Unternehmern völlig unbekannt. Und genauso stellt sich der Arbeitsalltag vieler Unternehmensinhaber dann auch dar!

Einige unserer Blog-Autoren haben sich in der kürzeren Vergangenheit zum Thema Zeitmanagement und dem Überwinden des eigenen Schweinehunds geäußert. Ich gehe mit meinem geschätzten Kollegen Thomas Grutzeck vollkommen d’accord, dass es nicht die Zeit ist, die wir managen können, sondern aller höchstens uns selbst. Deshalb trifft er folgerichtig auch bei vielen einen Nerv, wenn er beklagt, dass sich eine ganze Heerschaar von Zeitmanagement-Gurus mit pseudowissenschaftlichen Elaboraten zwar eine goldene Nase verdient, vielen Ihrer temporären Jünger (oder Seminarteilnehmer) aber oftmals – wenn überhaupt – nur kurzfristig Nutzen verschafft.

Aus der Erfahrung in der Arbeit mit klein- und mittelständischen Unternehmern möchte ich heute trotzdem ein Werkzeug vorstellen, dass dem ein oder anderen beim Aufgabenmanagement helfen wird. Zum einen, weil es genau dasjenige Werkzeug ist, dass meine Workshop-Teilnehmer beim Thema Selbst- und Aufgabenmanagement seit Jahren kontinuierlich als besonders hilfreich einstufen, zum anderen, weil sein Namensgeber wohl kaum im Verdacht steht, ein selbsternannter Guru gewesen zu sein.

Eisenhower-PrinzipIm Grundsatz gilt:

Idealerweise monatlich, am besten aber permanent angewendet, ergibt sich der Nutzen für Unternehmer im regelmäßig entstehenden Zeitgewinn. Wenn ich die Fülle meiner Aufgaben, insbesondere diejenigen auf meiner aktuellen To-Do-Liste, kritisch und konsequent nach WICHTIGKEIT und DRINGLICHKEIT beurteile, ergeben sich in einer Vier-Felder-Matrix entsprechende vier Prioritäten: A) wichtige UND dringende Aufgaben, die ICH am besten SELBST SOFORT erledige; B) wichtige, jedoch NICHT dringende Aufgaben, die ICH mir terminiere und SPÄTER SELBST erledige; C) dringende, jedoch NICHT wichtige Aufgaben, die ich an kompetente MITARBEITER delegiere; und schließlich D) NICHT wichtige UND zugleich NICHT dringende Aufgaben, die ich am besten gleich im Papierkorb ablege.

In der Praxis…

…kenne ich Unternehmensinhaber, die Stunden damit zubringen, Weihnachtskarten bei Amazon zu sichten, das nächste Sommerfest zu planen, beim Ausladen des Lieferwagens zu helfen, Rechnungen zu schreiben, Posteingänge zu sortieren, … na, Ihnen fallen doch sicherlich auch einige solcher Tätigkeiten ein, die bei kritischer Betrachtung und konsequenter Anwendung des Eisenhower-Prinzips wenigstens in die Kategorie C gehören, nicht wahr?!

Übrigens: Aufgaben der Kategorie B, die Sie mehr als drei Mal neu terminiert, also „prokrastiniert“, d.h. aufgeschoben haben, können Sie getrost in die Kategorie D, also gleich in den Papierkorb, verschieben. Wenden Sie das Eisenhower-Prinzip konsequent an, ergeben sich viele kleine, jedoch zeit- und konzentrationsraubende C-Aufgaben, die an Ihre kompetenten Mitarbeiter delegiert gehören, sodass Sie sich auf das Wesentliche Ihres Unternehmertums fokussieren können: AN Ihrem Unternehmen zu arbeiten. Gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten ist das besonders erfolgreich, zum Beispiel in einem TAB®-Unternehmerboard.

Autor: Kay Strauß

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