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Fragen trainieren, um das eigene Unternehmen zu optimieren

Eltern kennen das: Kinder fragen und fragen und fragen. Ab dem 5. Lebensjahr nimmt die Fragefreudigkeit ab – dann beginnt das routinierte Leben in Schule, Ausbildung und Beruf. Fragen werden fortan seltener gestellt, denn dies könnte als Unwissenheit des Fragestellers oder als Störung in Meetings begriffen werden. Doch können es sich Unternehmen in sich verändernden und unsicheren Märkten erlauben, auf Fragen zu verzichten?

2017_04_26_Beckmann_Mehr FragenFragen hilft Gedanken zu Unbekanntem zu sortieren

Der schnelle Wandel verbietet es, sich auf Expertise und Wissen auszuruhen. Vielmehr gilt es, stets neues Wissen zu generieren und ständig nach dem “nächsten großen Ding” zu suchen – beides geht nicht ohne (Hinter-)Fragen!

Erfolgsfaktor Fragen

Für erfolgreiche Unternehmer und Führungskräfte stellen Fragen einen zentralen Erfolgsfaktor dar – oder behauptet tatsächlich jemand alles zu wissen? Hochspezialisierte Teams verfügen heute über wettbewerbsentscheidendes Wissen, das dem Unternehmen zugute kommen soll.

Die richtigen Fragen stellen

Doch es gibt einiges zu beachten. Zunächst sollten Entscheider gute Fragen formulieren, um Teams aus Routinen aufzurütteln und den Blick für das Wesentliche zu schärfen:
Was machen wir heute eigentlich alles?
Warum machen wir das, was wir machen? Und warum machen wir es jetzt?
Wie passt das, was wir heute machen, mit unseren großen Zielen zusammen?
Wie definieren wir Erfolg?
Was können wir noch tun, um besser, schneller, kosteneffizienter zu werden?

Unternehmenskultur entscheidend

Die Qualität der Antworten auf diese Fragen hängt entscheidend von der Kultur im Unternehmen ab. Entscheider sollten sich dessen bewusst sein und vorher für sich klären, welches Verhalten erforderlich ist, um die Mitarbeiter zu ehrlichen und erwünschten Antworten zu bewegen. Schließlich sollten Mitarbeiter selbständig Prozesse und Produkte hinterfragen.

Gute Fragen engagierter Mitarbeiter beginnen meist mit:

– “Warum eigentlich” – machen wir das…oder produzieren das…oder halten an diesem Vorgehen fest?
– “Was wäre, wenn” – gewisse Kunden abwandern…unsere Absätze einbrechen…wir intelligenter produzieren/verkaufen würden?

Natürlich muss der Entscheider die Mitarbeiter dazu befähigen, solche Fragen stellen zu dürfen. Das geht am besten über Vorbildwirkung und in einem Klima des Vertrauens.

Problemkonsens vor Lösungskonsens!

Schließlich kommt es vor, dass für ein vermeintliches Problem zuerst und zu viele Lösungen präsentiert werden – ohne das echte Problem erkannt und die richtigen Fragen gestellt zu haben. Problemkonsens geht jedoch stets vor Lösungskonsens! Ein bewusstes Herausarbeiten des eigentlichen Problems gelingt durch Fragen: Was hindert uns wirklich? Welches Problem spürt der Kunde? Welcher Prozess muss angepasst werden?

Trainieren Sie Fragen, hören Sie Kindern zu, formulieren Sie gute Fragen und dienen sie Ihren Teams als Vorbild! Mitglieder eines TAB-Boards kennen das – denn jede Runde beginnt stets mit Fragen…

Autor: Michael Beckmann, TAB Hochtaunus

Wenn sich Unternehmer einmal monatlich in den TAB Unternehmerboards von Michael Beckmann im Hochtaunuskreis treffen, stehen Fragen zu eingebrachten Themen an erster Stelle. Und es gibt eine Menge qualifizierter Antworten, denn es sitzt ja mit sechs bis acht Unternehmern geballte Kompetenz am Tisch.

Interessiert, dabei zu sein? Gleich Kontakt aufnehmen!

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