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Dies sind die Zeitfallen von KMU

Eine Umfrage unter Inhabern und Geschäftsführern kleinerer und mittlerer Unternehmen in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland und Neuseeland  – alles Mitglieder in TAB-Unternehmerboards – hat interessante Ergebnisse gebracht. Die wollen wir Ihnen heute vorstellen. Jetzt werden Sie denken: “Naja, Unternehmer in anderen Ländern ticken ja eh anders als wir deutschen”.

Unternehmer treiben ähnliche Sachen um

Bei TAB machen wir allerdings immer wieder die Erfahrung, dass es genau die gleichen Dinge sind, die Unternehmer antreiben und sie motivieren – egal ob sie in den USA, England, Australien, Irland oder Deutschland selbständig sind. Gleichzeitig sind es so gut wie die gleichen Knackpunkte, die Unternehmer rund um den Globus nachts den Schlaf rauben.

Also – einfach mal auf die Zahlen einlassen und am Ende gern Ihre persönliche Sichtweise kommentieren!

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 Was machen Unternehmer mit ihrer Zeit?

Die Umfrage richtete sich an 323 Unternehmer von KMU. Im Focus stand sowohl die Frage, wie Unternehmer mit ihrem Zeitbudget umgehen, wo die meisten zeitliche Probleme bekommen, als auch wie sie diese konkret angehen.

Länger als gewünscht ist die Regel

Unternehmer arbeiten in der Regel immer länger, als sie sich vorgenommen haben. Die durchschnittliche Arbeitswoche ist 49,4 Stunden lang. Die meisten Inhaber fänden jedoch gut 40 Stunden ausreichend.

Viel Zeit im Tagesgeschäft

Der Großteil der unternehmerischen Arbeitszeit geht in das Tagesgeschäft. Alles, was mit strategischen Aufgaben zu tun hat, die zu mehr Wachstum, Rentabilität und Zufriedenheit führen, macht lediglich 32% der eingesetzten Zeit aus. Dem gegenüber würden 73% der Befragten den Großteil ihrer Zeit auf diese Aufgaben verwenden.

Zeitfresser E-Mails und Internet

Fast ein Drittel der eingesetzten Zeit wird beim Bearbeiten von E-Mails und Aktivitäten im Internet genutzt. Dagegen benötigt die Kommunikation mit Mitarbeitern nur 25% und der Umgang mit Kunden nur 21% der verfügbaren Zeit.

– Die Bereiche, in denen laut der Antworten der Befragten die meiste Zeit verschwendet wird, sind E-Mails und administrative Aufgaben.
– Große Unzufriedenheit entsteht durch ungeplante Anrufe oder Gespräche (33%), auf Informationen warten (22%) oder persönliche Belange (16%).

Wo möchten Sie produktiver werden?

TAB fragte Unternehmer auf einer Skala von eins (nicht wichtig) bis zehn (sehr wichtig), in welchen Arbeitsbereichen sie sich verbessern möchten, um produktiver zu werden. In der folgenden Liste sind die Antworten aufgeführt, die höher als 8 legen – also wichtig bis sehr wichtig:

– Wirklich dringende Dinge vollständig erledigen können: 77%
– Ziele von Mitarbeitern konsequent einfordern: 68%
– Mehr Zeit in den Ausbau unternehmerischer Fähigkeiten stecken: 59%
– Administrative Abläufe delegieren: 56%
– Nicht mehr für „lau“ arbeiten: 44%
– Es nicht zulassen, dass Mitarbeiter ihrer Aufgaben zurück an den Chef delegieren: 41%
– Mehr Zeit außerhalb des Unternehmens verbringen: 41%

Was würde Zeit ersparen?

Unternehmer gehen davon aus, dass sie viel produktiver sein könnten, wenn sie
– Weniger Ablenkung hätten: 45%
– Ein System monatlicher, wöchentlicher, täglicher To-Do-Listen implementieren würden: 45%
– Auf Grundlage eines strategischen Plans handeln würden: 19%

Was würden Unternehmer mit der gewonnenen Zeit anfangen?

Wenn einige dieser Optimierungen gelängen, würden Unternehmer ihre so gewonnene Zeit in folgende Bereiche investieren:
– Marketing / Öffentlichkeitsarbeit / Vertrieb: 32%
– Strategische Unternehmensplanung: 24%
– Produktentwicklung: 15%
– Aufbau strategischer Partnerschaften: 11%

TAB-Mitglieder sind zufriedener

Unternehmer, die TAB-Mitglieder sind, verbringen – im Gegensatz zu Unternehmern, die keine TAB-Mitglieder sind – mehr Zeit außerhalb des Alltagsgeschäfts, mehr Zeit mit Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und nutzen vermehrt gezielte strategische Unternehmensplanung.

Profil der Teilnehmer dieser Umfrage:

– 90% der befragten Unternehmer führen ihr Unternehmen acht Jahre und länger.
– 42% der Befragten haben zwischen 2 und 9 Mitarbeiter, 38% haben zwischen 10 und 49 Mitarbeiter.

Teilen Sie diese Erfahrungen, was Ihr eigenes Zeitbudget und Ihr Zeitmanagement angeht? Wie würden Sie freigewordene Stunden verwenden? Ihre Kommentare sind herzlich willkommen!

Autorin: Ariane Bödecker

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