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Change-Management – 3 Führungseigenschaften sind unabdingbar

Change-Management gibt es schon seit über 50 Jahren als anerkannte Disziplin. Trotz Tausenden von Büchern (allein 11.296 bei Amazon.de) scheitern je nach Datenquelle 40-70% aller Change-Management Projekte. Aber vielleicht liegt ein wichtiger Grund im Scheitern bereits darin, dass die Veränderung (= Change) nicht hinreichend als Prozess gesehen wird.

Image courtesy of mrpuen at FreeDigitalPhotos.net

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Was Darwin schon wusste…..

Bereits im 19. Jahrhundert sagte der Evolutionsbiologe Charles Darwin: „Weder die stärkste noch die intelligenteste Spezies überlebt. Sondern jene, die sich am besten dem Wandel anpasst.“ Dies ist ein permanenter Prozess, der mal langsamer und mal schneller verläuft. Das gilt auch für Unternehmen. Und im digitalen Zeitalter mehr denn je.

…. gilt heute für Unternehmen mehr denn je

Ich selbst hatte die größte Herausforderung im Change-Management Anfang des neuen Jahrtausends, als ich als Geschäftsführer die Vertriebsorganisationen von zwei Unternehmensdivisionen in einer Vier-Länderregion zusammenführte. Dabei habe ich gelernt, dass man als Führungskraft oder als Unternehmer nicht unbedingt große, beeindruckende Reden halten muss, um erfolgreich einen kulturellen Wandel zu bewirken.

Drei Eigenschaften sind gefragt

Vielmehr braucht es eine offene, ehrliche und erkennbare Leidenschaft, mit der man die Veränderungsprozesse verfolgt. Welche Führungseigenschaften sind dabei für einen Erfolg am wichtigsten? Für mich haben sich die drei folgenden Punkte als entscheidend herauskristallisiert:

1. Den Wandel selbst anführen

Einen kulturellen Wandel (und darauf läuft es meistens hinaus) kann man nicht an seinen Personalleiter oder an irgendeine andere Abteilung delegieren. Wer als Unternehmer einen solchen Wandel erfolgreich herbeiführen möchte, der muss sich an jeder seiner eigenen Handlungen und seiner Kommunikation messen lassen. Entweder unterstützen beide den erwünschten Wandel oder sie untergraben ihn.

Vier Kriterien sind dabei wichtig:
 – Festlegung der Ergebnisse, die mit dem Wandel erreicht werden sollen
– Die Erarbeitung eines Wertesystems für das Unternehmen – und zwar zusammen mit dem Team
– Klarstellung und kontinuierliche Kommunikation der zu erwartenden Vorteile des Wandels
– Sicherstellen, dass das Management-Team ebenfalls abgestimmt handelt.

Wer zum ersten Mal einen signifikanten Wandel in seinem Unternehmen umsetzen will, der sollte am besten auf externes Coaching zurückgreifen.

2. Für Feedback zugänglich sein

Bei einem Unternehmen im Wandel werden die Mitarbeiter den Unternehmer und das Führungsteam argwöhnischer als sonst betrachten. Ist der Wandel ersehnt, werden die Mitarbeiter zwar hoffnungsvoll sein, gleichzeitig aber nach Anzeichen des Misslingens Ausschau halten.

Daher ist unerlässlich, den Mitarbeitern Feedback hinsichtlich der erwünschten Verhaltensänderungen zu geben. Gleichzeitig sollten der Unternehmer und die Mitglieder des Führungsteams die Mitarbeiter aktiv nach deren Feedback fragen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter spüren, dass ihre Stimmen Gehör finden, und machen Sie deutlich, was Sie konkret aufgrund des Mitarbeiter-Feedbacks unternehmen.

3. Offene und unterstützende Kommunikation

Effektive Kommunikation in einem Team macht den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage aus. Sei es in einer Fußballmannschaft, bei der Armee oder in einem modernen Unternehmen, dass sich in einer vernetzten Welt und innerhalb sich ständig verändernder Märkte gegen dynamische Wettbewerbern behaupten muss.

Erfolgreiche Unternehmer sollten deshalb nicht nur ab und zu nach Feedback fragen, sondern eine Unternehmenskultur herbeiführen, die ständige Kommunikation in alle Richtungen sowie echte und vorbehaltlose Zusammenarbeit fördert. Leider entsteht eine solche Kultur niemals von alleine. Sie braucht Ihr volles Engagement; sie braucht Ihre Vorbildfunktion und sie braucht sichtbare Kommunikations-Erlebnisse, an denen alle wachsen können.

Auch Fehler gehören zum Wandel

Nicht zuletzt sollte gelten, dass in Zeiten des Wandels auch Fehler gemacht werden dürfen. Aus den alle lernen. Damit alle gemeinsam besser werden. Wenn Ihnen dies gelingt, kann es einen unglaublichen positiven Effekt auf Ihren Unternehmenserfolg haben.

Autor: Ralf Heine

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