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Auf zu neuen Ideen: 5 Dos & Don’ts für mehr Kreativität

Eine Idee muss her, aber wie? Als Unternehmer stehen Sie immer wieder vor der Frage, wie Sie sich und / oder Ihr Team am besten motivieren, wirklich zu neuen Ideen zu kommen, die das Unternehmen voran bringen. Im Alltagsgeschehen sind auch Unternehmer bei der Suche nach neuen Ideen oft viel zu nah dran an den eigenen Abläufen und kennen ihre Produkte in und auswendig. So stellt sich dann die typische Blockade ein, die man mit dem Satz „man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“ umschreiben könnte.

Image courtesy of samuiblue at FreeDigitalPhotos.net

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Was hemmt die Kreativität noch?

Ganz typische Kreativitätsfeinde sind außerdem Zeitnot (das Team wird kurzfristig für eine Stunde einberufen und soll kreativ werden), Killerargumente (zu teuer, nicht verständlich, das ist nicht erlaubt), Ablenkung (nur noch schnell nebenbei Emails checken) und fehlende Regeln für den Ablauf der Ideensuche (kennen Sie das auch, dass Ihre Ideen anders in der Runde aufgenommen werden, als die der Auszubildenden, weil Sie als Chef natürlich mehr Erfahrung haben?  Hilfreich für neue Ideen ist das allerdings nicht unbedingt!).

Hier sind fünf Dos & Dont’s, die den Erfolg bei Ihrer Ideensuche entscheidend verbessern werden:

Regel Nr. 1: Ohne Ziel kein Ergebnis

Oft ist völlig unklar, warum man eigentlich genau eine neue Idee braucht, weil das Ziel nebulös formuliert ist. Es hilft, das Ziel in einer Frage zu formulieren, die auf den Punkt bringen soll, worum es in diesem Moment ganz genau geht: Wie muss mein Produkt heißen, damit sofort ersichtlich ist, dass es zu 100% recycelbar ist? Hier muss man sich wirklich Zeit nehmen, bis genau die eine Eigenschaft definiert ist, die das Produkt einzigartig macht.  Und hier sollte so konkret wie möglich formuliert werden: statt “innovatives Produkt” – welche Eigenschaften machen mein Produkt innovativ? Was kann ich mir darunter konkret vorstellen? 100 % recycelbar, hochwertige Materialien, neue Technologie?

Regel Nr. 2: Fantasie und Realität trennen

Wenn es um Ideenfindung geht, dann steht die Machbarkeit erst an zweiter Stelle. Also, alle Argumente, warum die vorgebrachten Ideen nicht funktionieren könnten, haben an in dieser Stelle nichts verloren. Das Finden von Ideen und deren Bewertung sind definitiv zwei grundverschiedene  Vorgänge, die nicht gleichzeitig  – bestenfalls auch nicht in einem Meeting  – stattfinden sollten. Sonst läuft man Gefahr, doch wieder nur das Altvertraute zu verfolgen.

Regel Nr. 3: Mehr Ideen in kürzerer Zeit!

Wie in Punkt zwei schon erwähnt, es geht erstmal um einen Ideenpool, den man anlegen sollte, bevor man sich für den richtigen Weg entscheidet. Und wer gleich nach der zweiten Idee schon an der Umsetzbarkeit tüftelt, ist zwar bestimmt ein effektiver Macher. Dennoch hat er am Ende eben auch nicht mehr als zwei Ideen auf dem Papier. Also immer den Focus auf die nächste Idee legen und erst später den zweiten Schritt der Umsetzung überlegen. Ideenfindung ist an dieser Stelle tatsächlich auch mal so etwas wie Massenproduktion. D.h. Steht eine Idee auf dem Papier, wendet man sich bewusst der nächsten zu, assoziiert, spinnt und entwickelt unerschrocken weiter. Nach kurzer Zeit wird man auf diese Weise auch mal unbekanntes Terrain erreichen – und da erwartet einen dann endlich Neues!

Regel Nr. 4: In Möglichkeiten denken

„Viel zu teuer“, „wer soll denn das alles machen“ oder „das hatten wir schon“ – jeder kennt diese Ideenkiller. Wir alle haben diese mächtige Realitätsmaschine im Kopf. Und die muss jetzt unbedingt auf Möglichkeiten und Chancen statt auf Abhaken und Durchstreichen gestellt werden. Hilfreich ist hier ein Perspektivwechsel. Also statt „Funktioniert das überhaupt?“  – „wie könnte es funktionieren?“ Oder  „wie müsste man die Idee verändern, um sie bezahlbar zu machen?“ statt „viel zu teuer“. Grundsätzlich geht dieser Regel die Annahme voraus, dass jeder im Team brauchbare Ideen liefern kann – nicht nur Sie als Unternehmer. sondern auch Ihre Auszubildenden bis zur Aushilfe. Manche Ideen müssen eben kreativ weiterentwickelt werden.

Regel Nr. 5: Ideen weiter entwickeln

Wenn man nun einen Ideenstapel vor sich liegen hat, dann kommt die nächste Disziplin – die Weiterentwicklung! Fast jeder Geistesblitz auf dem Stapel ist ja nicht mehr als ein Gedankensplitter, der noch weiterentwickelt werden muss. An dieser Stelle sollte man sich also wirklich einmal jedem einzelnen Einfall widmen und überlegen, wie er weiterentwickelt werden könnte. Und hier führt man dann eine Idee Stück für Stück an die Realität heran. Logisch, dass nicht jeder Einfall zu einen neuem Produktnamen führen kann, aber es lohnt sich, den Ideenpool so lange wie möglich gefüllt zu lassen und nicht gleich alles wegzustreichen.

Denn getreu dem Motto „man sieht sich immer zweimal“ lassen sich manchmal auch die verrücktesten Gedankenblitze für die nächste Fragestellung nutzen!

Wie sind Ihre Erfahrungen mit neuen Ideen? Gibt es einen festen Rahmen, eine Regel, die sich für Sie bewährt hat? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare!

Autorin: Ariane Bödecker

 

Ohne Spielregeln geht es auch in einem TAB Unternehmerboard nicht. Auch hier werden oft ganz unerwartete Lösungswege gefunden, indem sich alle an bestimmten Diskussions- und Feedbackregeln halten. Sind Sie neugierig geworden? Dann gibt es hier weitere Informationen

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