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Auf der „Coach“? Szenen aus einem TAB-Board – Teil 2

Für die Mitglieder in einem TAB Board gibt es einmal im Monat auch eine Coaching-Stunde. Was macht man da so?

Ich gebe zu, vor der ersten Coaching-Stunde hatte ich überhaupt keine Vorstellung, was mich erwarten würde. Von meinen Board-Kollegen wusste ich aus Erzählungen, dass sie in den Coaching-Stunden konkrete Pläne aus dem Boardmeeting weiterentwickeln. Der eine wollte beispielsweise ein leistungsbezogenes Vergütungssystem in seinem Unternehmen einführen, der andere eine zweite Hierarchiebene etablieren. Beide diskutierten diese Themen zuerst im Board und entwickelten diese Pläne dann gemeinsam mit unserem Coach Thomas Grutzeck im Detail weiter. Bei mir gab es solche spannenden Themen anfangs nicht.

Aber dann ging es los:

Als wir in der Agentur in eine neue Akquisephase einstiegen, coachte mich Thomas Grutzeck zu Verkaufsgesprächen und erarbeitete mit mir einige Basics dafür. Ein Bereich, in dem ich bisher noch nicht so geschult war. Und tatsächlich konnte ich bei den ersten neuen Akquisegesprächen das Gelernte auch gleich anwenden. Beim nächsten Coaching-Termin haben wir die Gespräche dann reflektiert. Ein weiterer Punkt war, dass die Kollegen aus dem Board die Angebote unserer Agentur zu kompliziert fanden. Im Coaching haben wir die Angebotsstruktur dann konkret verbessert.

Image courtesy of David Castillo Dominici at FreeDigitalPhotos.net

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Am Anfang der Coaching-Stunde steht meist eine gemeinsame Tasse Kaffee, bei der über Aktuelles gesprochen wird: Was gibt es Neues im Unternehmen? Wo liegen Probleme oder Herausforderungen? Meist ergibt sich dann aus diesen Gesprächen heraus das Thema des Coachings.

Einmal wurde es auch sehr privat, auf meinen ganz persönlichen Wunsch hin. Mitte des letzten Jahres machten nämlich alle meine drei Töchter auf einmal Probleme. Die kleinste verweigerte die neue Schule, die älteste wollte sich von ihrem Mann trennen und die zweitälteste Hals-über-Kopf einen Studienplatz in Berlin annehmen, uns also verlassen. Das war auch für mich zu viel auf einmal. Natürlich konnte Thomas Grutzeck mir nicht bei diesen Problemen helfen, er unterstützte mich aber beim Sortieren und das Gespräch entlastete mich. Er machte mir deutlich, dass ich bei meinen erwachsenen Töchtern dazu neige, zu viel Verantwortung zu übernehmen.

Solche privaten Themen sind sicherlich die Ausnahme im Coaching, das absolute Verschwiegenheitsgebot macht aber Mut, auch einmal solche Dinge anzubringen.

 

Autor: Thorsten Windus-Dörr

Der studierte Geisteswissenschaftler und gelernte Journalist Thorsten Windus-Dörr ist seit April 2008  –  nach Stationen als PR-Berater und Leiter Public Relations eines DAX Unternehmens – zusammen  mit Jens Voshage Geschäftsführer der PR-Agentur Eins A Kommunikation in Hannover. Die Agentur bietet strategische Unternehmensberatung auf dem Gebiet der Kommunikation und arbeitet für Kunden aus allen Wirtschaftsbereichen. Besonderes Knowhow können aus den Branchen Energie und Touristik in die Projekte eingebracht werden.

 

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