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Was treibt Ihr Unternehmen an? 8 Merkmale einer guten Vision

Angesichts ständiger Veränderungen in den Märkten kann kaum ein Unternehmer die Frage „Wohin wollen wir uns entwickeln“ umgehen! In dieser Situation ist eine Unternehmensvision ein hervorragendes Mittel, das zugleich Kompass und Antriebsquelle ist. 

Die besten Visionen sind die, die man nicht mehr vergisst, nachdem man sie einmal gehört hat. Sie sind mehr wert als das Papier, auf dem sie stehen, denn sie können Unternehmen tragen. Sie können helfen, Ziele zu definieren und sie zu erreichen – manchmal sogar gegen große Widerstände.

Image courtesy of Sira Anamwong at FreeDigitalPhotos.net

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Wofür brennen Sie?

Eine Vision für sich und sein Unternehmen zu entwickeln, hat viel mit Leidenschaft zu tun. Wenn man weiß, dass man ein wirkliches Anliegen hat, geht ein Großteil der Arbeit leichter von der Hand, denn man macht sie einfach gern. Und was wir lieben, können wir auch gut verkaufen, weil wir mit unserer ganzen Person oder Unternehmen dafür stehen und unsere gesamte Überzeugungskraft aufwenden können. Visionen sind wie ein Stern, an dem wir uns orientieren, und deshalb sollte man sich immer wieder einmal die Frage stellen, was einen im Leben grundsätzlich leitet.

Was macht eine gute Vision aus?

Um eine gute Vision zu entwickeln, ist es hilfreich, sich einen Eindruck zu verschaffen, welche Eigenschaften diese haben sollte. Zur Klärung dieser Frage kann nachstehende Aufstellung dienen:

1. Nutzen definieren

Eine gute Vision muss anderen, Ihren Kunden, nutzen. Und / oder Ihnen und Ihrem Unternehmen ein neues, gutes Gefühl Ihrer selbst geben, also eine Identität und Zugehörigkeit bieten.

2. Das „Why“ festlegen

Eine gute Vision braucht ein Anliegen des Unternehmers. Z.B. wenn der Unternehmer glaubt, dass der beste Grund für eine Unternehmensgründung sei, etwas Sinnvolles zu schaffen, ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten, durch die die Welt ein bisschen besser wird.

3. Emotionen ansprechen

Eine gute Vision muss mitreißen. Sie muss vom Ziel her emotional sein. Zumindest für die angesprochenen Kunden.

4. Größe haben

Eine gute Vision muss groß sein. Teilweise sind unrealistische Visionen sogar die besten. Tritt Angst bei der Formulierung oder auf dem Weg der Realisierung der Vision auf, gibt es zwei Wahlmöglichkeiten: Abschied von der Vision oder Abschied von der Inkompetenz und Wandel zu dem Unternehmer, der eine große Vision verwirklichen kann. ‘Wer nicht nach den Sternen greift, wird auch die Baumwipfel nicht erreichen.

5. Mit Bildern arbeiten

Eine Vision sollte fokussiert sein. Bei falschen Visionen von Rendite oder Wachstum kann man klare Zahlen angeben. Bei wert- oder motivorientierten Visionen ist das hingegen schwierig. Es fehlen ein klares Bild und klare Kriterien zur Zielerreichung. Also bildhafte Verfahren verwenden, weil meist der Fokus mehr oder weniger offen in Bildern enthalten ist.

6. Klar sein

Eine Vision muss einfach und schnell zu verstehen sein sowie eine gewisse Geradlinigkeit aufweisen. Verklausulierte Bedingungssätze sind nicht nachvollziehbar und nicht auf einen Blick erkennbar.

7. Persönlich passend

Eine Vision muss der Leidenschaft des Unternehmers entsprechen, sonst wird sie nie mit Leben gefüllt und kann auch nicht das erfüllen, was man von ihr erwartet: nämlich der spirchwörtliche orientierungsstern zu sein. (S.o.)

8. Eine Vision muss konsistent sein

Ist der Weg des Unternehmers mit seinem Ziel identisch? Gandhis Ziel war Gewaltlosigkeit und sein Weg dahin ebenfalls. Die RAF hatte ein sozialistisches Ziel i.S. eines Paradieses auf Erden, aber der Weg dahin war wenig paradiesisch.

Autor: Joachim Ripke TAB Hannover
Wenn sich Unternehmer in Hannover in den TAB Unternehmerboards von Joachim Ripke treffen, berühren die eingebrachten Themen auch immer den Bereich Unternehmensvision.

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