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7 Tipps wie Sie ein guter Chef werden

Jeder Chef weiß, dass das Wichtigste im Unternehmen die Mitarbeiter sind. Die guten Mitarbeiter natürlich. Aber wie werden die Mitarbeiter gut? Da muss erst einmal die Basis stimmen – und wie stimmt die Basis? Indem erst einmal der Chef gut ist.

Führung von Mitarbeitern und deren Motivation ist die hohe Schule des Managements, klingt einfach, aber ist sehr schwer, wird häufig nicht gelebt und geht im Tagesgeschäft oft unter.
Aber wie werde ich ein guter Chef? Ganz einfach – mit ein paar grundsätzlichen Regeln.

Lüdemann Torsten TAB Hamburg Seevetal

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Grüßen Sie Ihre Mitarbeiter mit Namen

Die Redewendung “Nichts hört man so gern wie den eigenen Namen” gilt auch hier! Ein freundliches “Hallo Frau M.” zeigt dem Mitarbeiter Respekt und Wertschätzung. Eine entspannte Begrüßung mit Namen und ein Lob, verbunden mit dem guten Ergebnis des letzten Tages, motiviert die Mitarbeiter. Vor allem zeigt der Chef, dass er seine Mitarbeiter kennt und ihre Arbeit schätzt. Wertschätzung seiner Person und Tätigkeit ist das, was Mitarbeitern am häufigsten fehlt. Machen Sie das täglich und Sie werden sehen wie die Motivationskurve steigt. Natürlich braucht das so seine Zeit, aber speziell in den Unternehmensbereichen, die fern der Verwaltung liegen, also häufig in den Produktionsbereichen, bewirken Sie damit Erstaunliches.

Regeln erarbeiten

Konflikte zwischen Mitarbeitern entstehen immer dann, wenn die Regeln nicht klar, oder die Rollen unklar verteilt sind. Unklare Regeln oder Rollen begünstigen den Frust und schlechte Stimmung unter Mitarbeitern. Das führt im schlimmsten Fall zur Kündigung. Lassen Sie die Mitarbeiter, unter Ihrer Moderation, die Regeln für die Zusammenarbeit definieren. Dabei hilft ein Team-Workshop auf dem die Fragen des Miteinanders, der Kommunikation untereinander und der Umgangsregeln auf Augenhöhe besprochen werden. Gemeinsam vereinbarte Regeln garantieren einen respektvollen Umgang miteinander und eine hohe Akzeptanz innerhalb des Teams.

Erfolgsteams zusammenstellen

Oft entstehen Konflikte auch dadurch, wenn der Chef die anstehenden Aufgaben verteilt. Wer darf die attraktiven Aufgaben machen? Wer muss die unattraktiven erledigen? Verteilen Sie nicht einfach sondern prüfen Sie „Wer ist für was geeignet? “. Wie wichtig ist in der Aufgabe z.B. Zuverlässigkeit, Termintreue, Kreativität, Detailarbeit usw. Nicht jeder Mitarbeiter kann alles oder ist dafür geeignet. Erfolgsteams bestehen in der Regel aus Personen, deren Charaktere sich gut ergänzen. Auch die Verantwortlichkeit für Teamprojekte sollte klar geregelt sein. Viele Unternehmen – so auch wir bei TAB – nutzen dafür das DISG-Verhaltens-Assessment, um die anstehenden Aufgaben auch an die richtigen Mitarbeiter zu delegieren. Darüberhinaus sollte die Verantwortlichkeit für Teamprojekte klar geregelt sein.

Gehen Sie konstruktiv mit Fehlern um

Fehler passieren allen Menschen und gehören zum Geschäft, solange der gleiche Fehler sich nicht wiederholt. Hinterfragen Sie, wie es zu dem Fehler kam, was die Entscheidungskriterien waren. Verurteilen Sie nicht, sondern bringen Sie den Mitarbeiter durch Ihre Gesprächsführung dazu, Fehler selbst einzusehen und künftig sorgfältiger die Themen zu durchleuchten. Nachfragen und besprechen ist wichtiger als kritisieren. Und bedenken Sie vor allem eines: auch Sie sind nicht fehlerfrei. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie auch einmal von eigenen Fehlentscheidungen sprechen.

Do what you preach

Leben Sie als guter Chef vor, was Sie von Ihren Mitarbeitern erwarten und lassen Sie auch einmal fünfe gerade sein. Denn nichts motiviert mehr und generiert höhere Effizienz, als eine Arbeitsatmosphäre in der Mitarbeiter sich wohlfühlen.

Geben und Nehmen

Die Erwartungen von uns Chefs sind immer hoch, speziell in schwierigen Zeiten. Da wird schon die eine oder andere klaglose Überstunde von den Mitarbeitern erwartet. Geben Sie, nach erfolgreichem Durchqueren der Talsohle, auch mal etwas zurück. Vom Chef selbst gegrillte Bratwurst in der Mittagspause für alle Kollegen, sorgt nicht nur für gefüllte Mägen, sondern ist auch ein Motivationsschub für neue anstehende Aufgaben, auch wenn deren Erledigung dann mal etwas länger dauert.

Und Schlussendlich: die Politik der offenen Tür

Ich habe in meiner letzten Position als Geschäftsführer im Bürobereich alle Holztüren gegen Glastüren getauscht. Ein sichtbares Zeichen und eine Einladung, dass sich Mitarbeiter vertrauensvoll mit ihren Fragen und Problemen an Sie wenden können. Aber Achtung, die wenigsten Mitarbeiter lassen sich kaufen. Es funktioniert nur dann, wenn alle im Vorwege angesprochenen Themen konsequent erarbeitet, umgesetzt und gelebt werden.

Und – haben Sie noch weitere Tipps, die in diese Liste passen? Ich freue mich auf Ihren Input!

Autor: Torsten Lüdemann

In seinen TAB Unternehmerboards arbeitet Torsten Lüdemann in der südlichen Region Hamburg sowie in Seevetal mit Inhabern und Geschäftsführern kleinerer und mittelständischer Unternehmen. Regelmäßig sind Themen wie Mitarbeiterführung oder die Rolle des Chefs im Mittelpunkt dieser regelmäßigen Entscheidertreffen. 

2 Kommentare

  1. Mir ist am wichtigsten, dass ein Chef fair ist und sich in der eigenen Meinung nicht festfährt. Man merkt auch immer wer sich fair hocharbeitet und nicht agiert, als ob dir nur die Firma verkaufen möchte und das mit möglichst viel Gewinn. Ein Chef der mit Leib und Seele an seinem Geschäft hängt respektiert auch die Mitarbeiter.

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