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Die 4 Gründe, warum Mitarbeiter nicht das machen, was sie sollen

Vorsicht: Wenn Sie jetzt weiterlesen, werden Sie keine Gründe mehr haben, nicht aktiv zu werden, wenn Mitarbeiter nicht tun, was Sie von ihnen erwarten.

2017_07_05_Hecht_4 Gründe MitarbeiterWas bisher geschah…

Ihre Mitarbeiter tun gelegentlich nicht das, was sie tun sollen. Nicht das, was Sie von Ihnen erwarten. Nicht das, was jeder vernünftige Chef von ihnen verlangen würde. Aber wissen Sie weshalb? Haben Sie schon einmal gefragt, wieso?

Nach meiner Erfahrung gibt es dafür exakt 4 Gründe!

Also fangen Sie an, die Gründe zu hinterfragen. Und wenn Sie die Antworten kennen, können Sie endlich handeln.

Ganz wichtig ist die Reihenfolge Ihrer Fragen: Klären Sie erst Grund 1, dann Grund 2, dann Grund 3 und erst danach Grund 4. Sie werden merken: Es ist ganz einfach!

Grund 1: Er darf nicht

Das, was Sie von Ihrem Mitarbeiter verlangen, ist gar nicht dessen Aufgabe.

– Ist es das wirklich nicht, dann sollten Sie sich an einen anderen Mitarbeiter wenden.
– Sind Sie der Meinung, es wäre seine Aufgabe, nur der Mitarbeiter weiß das nicht, sollten Sie es zügig an alle Beteiligten kommunizieren – und am besten in seiner Stellenbeschreibung festhalten.
– Ist es die Aufgabe des Mitarbeiters, aber erledigt wird es ständig durch jemand anderen? Hier sollten Sie dafür sorgen, dass derjenige sich nicht in fremde Aufgabengebiete einmischt. Erst recht, wenn Sie es selbst sind!

Grund 2: Er weiß es nicht

Der Mitarbeiter weiß gar nicht, dass etwas schief läuft.

Hier ist ein freundliches Gespräch angesagt, nach dem Schema:

1. Folgendes ist geschehen… (gefolgt von einer neutralen Beschreibung)
2. Das ist nicht zufriedenstellend, weil…
3. Ihr Wunsch, was in Zukunft geschehen soll.

Das ist tatsächlich auch schon alles. Mehr braucht es an dieser Stelle nicht.

Grund 3: Er kann nicht

Wenn es in den Aufgabenbereich des Mitarbeiters fällt (Grund 1) und ihm auch bewusst ist, dass etwas schief läuft (Grund 2), kann es sein, dass der Mitarbeiter nicht dazu in der Lage ist, zu tun, was Sie von Ihm verlangen.
Das kann verschiedene Gründe haben:
– Fehlende Ressourcen (Zeit, Budget, Manpower)
– Fehlende Information
– Fehlende Ausbildung
– Fehlende Eignung

Ihre Aufgabe bei Grund 3 ist es, Hilfestellung zu geben. Zeigen Sie, was Ihnen als Chef möglich ist.

Aber Vorsicht: Sie sollten nicht sein Problem lösen! Ihre Aufgabe ist es, Ihren Mitarbeiter zu unterstützen und ihm alle Hilfe zur Verfügung zu stellen, die Ihnen möglich ist. Das ist das Edelste und Nachhaltigste, was Sie als Chef tun können.

Ein guter Mitarbeiter wird das sehr zu schätzen wissen.

Grund 4: Er will nicht

Seien Sie sicher, dass Sie bis hierher die Gründe 1-3 hinreichend geklärt haben.

Wenn keiner der ersten drei Gründe mehr zutrifft, ist nachgewiesen, dass Ihr Mitarbeiter das, was Sie von ihm wollen, einfach nicht tun möchte. Dann müssen Sie sich überlegen, wie Sie damit umgehen.

Aber eines steht außer Frage: Sie dürfen es nicht akzeptieren und unverändert belassen. Sonst werden Sie in Zukunft von keinem Ihrer Mitarbeiter mehr ernst genommen.

Die am häufigsten gewählte Lösung bei Grund 4 ist, sich nach den entsprechenden Gesprächen (und Abmahnungen) von diesem Mitarbeiter zu trennen.

Autor: Markus Hecht, TAB Augsburg

Als Berater und Initiator des Bereiches „Zukunftsfähige Organisationen“ am ZWW der Universität Augsburg ist Markus Hecht durch seine langjährige internationale Führungserfahrung für die Mitglieder seiner TAB- Unternehmerboards in Augsburg ein geschätzter Gesprächspartner – nicht nur in Führungsfragen.

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