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5 Tipps, wie Anreize und Bonuszahlungen das bewirken, was sie sollen

Es gibt ja durchaus die Auffassung, dass man sich das Ganze „dem Mitarbeiter* eine Karotte vor die Nase halten“ sparen kann. Also im Sinne von: sorgen Sie dafür, dass Sie in Ihrem Team nur intrinsisch hochmotivierte Menschen haben. Bezahlen und behandeln Sie diese sehr gut und dann braucht es keine zusätzlichen Anreize. Das mag schon sein, dass das funktioniert und wenn Ihr Team nur aus solchen Menschen besteht, brauchen Sie den folgenden Blog eher nicht zu lesen.

Aus meiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass die meisten Mitarbeiter – bei richtig gesetzten Anreizen – durchaus eine noch bessere Leistung bringen.

Aber: geben Sie keinen Bonus dafür, nur damit Mitarbeiter ihren Job machen. Ein Bonus sollte für besonderes Engagement bzw. besondere Leistung sein. Ihre Mitarbeiter sind doch oft in ihrer Freizeit Höchstleister – was gilt es zu tun, dass sie es auch in der Firma sind? Vereinbaren Sie als Grundlage SMARTe Ziele (siehe mein Blog vom 19. Januar 2017)

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Hier meine 5 Tipps zum Thema Boni und Anreize

1. Beseitigen Sie alles, was Höchstleistungen verhindert

Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, möchte ich es aus meiner Praxis heraus erwähnen: statten Sie die Mitarbeiter wirklich sachgerecht aus. Es geht in den Unternehmen viel Leistung verloren durch veraltete EDV-Ausstattung, ineffiziente Prozesse, fehlendes Equipment, schlechte Büros usw. …

>>> Bitte “Hand aufs Herz“: wenn Sie beim Thema Ausstattung und Equipment deutliche Mängel haben, setzen Sie da zuerst an. Das ist Ihr erster Hebel zu Motivation und Leistungssteigerung.

2. Welcher Bonus? Fragen Sie die Mitarbeiter!

Wenn man Unternehmer fragt, meinen die Allermeisten, dass vor allem ein finanzieller Bonus den Mitarbeiter motiviert. Wenn Sie die Mitarbeiter fragen, gibt es meistens ein differenzierteres Bild: vielen wäre zusätzlicher Urlaub oder die Flexibilisierung der Arbeitszeit bis hin zu Home Office oder Anderes wie die Finanzierung von Fortbildungen wichtiger als mehr Geld. (Zu weiteren und für Sie steuerfreien Möglichkeiten siehe meinen Blog vom 13. Dezember 2016).

>>> Deshalb: fragen Sie Ihre Mitarbeiter zuerst und differenzieren Sie, damit der Bonus wirklich die gewünschte leistungssteigernde Wirkung erzielen kann.

3. Wählen Sie den Zeitraum richtig

Da viele Unternehmer in Geschäftsjahren denken, werden viele Zielvereinbarungen für das ganze Jahr getroffen. In der Perspektive der meisten Mitarbeiter ist das sehr lang, da ist dann ja noch so viel Zeit….

>>> Besser ist eine kurzfristige Perspektive von ein paar Monaten bis zu einem halben Jahr. Das können Etappenziele oder der Abschluss eines Projektes sein, das Erreichen von Quoten / Kennzahlen oder auch ein Sofortbonus für einen Neukunden. Ein Sonderfall ist das Dauerziel, wie ein nachhaltig hohes und stabiles Leistungsniveau (z.B. besonders effektiv für die Möglichkeit Home Office als Bonus).

4. Gehen Sie nicht in die Gewohnheitsfalle

Wie beim jahrelang freiwillig gezahlten Weihnachtsgeld verfestigt sich der Anspruch juristisch, wenn Sie dauerhaft das gleiche Programm durchführen. Auch lässt die Motivationswirkung nach.

>>> Vermeiden Sie diesen Effekt durch Variationen im Programm und stellen Sie immer wieder heraus, dass das eine einmalige freiwillige Leistung Ihrerseits darstellt, die nicht Teil des Arbeitsvertrages ist. Schöne Sätze im Kleingedruckten wie „dadurch wird kein Rechtsanspruch für die Zukunft begründet“ können auch hilfreich sein.

5. Einzel- oder Teambonus?

Wenn die von Ihnen gewünschte Leistung nicht einzelnen Mitarbeitern, sondern nur dem Team als Ganzes zugeordnet werden kann oder wenn Sie befürchten, dass sich Individualziele negativ auf das Klima im Team auswirken, funktionieren die meisten der angesprochenen Möglichkeiten auch für ein Team.

>> Oft ist auch eine Kombination aus Einzel- und Teamzielen der passende Weg.

Es lohnt sich wirklich, in dieses Thema Zeit und Gedanken zu investieren. Wie so oft im Unternehmerleben ist die einfache Lösung nicht immer die Erfolgversprechendste. Finden Sie für sich und für Ihre Mitarbeiter die maßgeschneiderte Lösung – die Erörterung in Ihrem Unternehmerboard ist dabei eine wertvolle Unterstützung.

*Es ist immer sowohl die männliche und weibliche Form gemeint und auch die angestellten Führungskräfte gelten als Mitarbeiter.

Autor: Ralf Mathiesen

Die TAB-Unternehmerboards in Berlin City werden von Ralf Mathiesen moderiert. Hier treffen sich Unternehmer einmal im Monat, um Lösungen für die aktuellen Knackpunkte ihres unternehmerischen Alltags in einer vertraulichen Atmosphäre gemeinsam zu entwickeln.

Alles, was mit Teams und Mitarbeitern zu tun hat, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer von KMU einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

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Kommunikation – aneinander vorbeireden war gestern

Was manchmal so einfach scheint, ist in der Praxis oft mehr als kompliziert: Der Umgang im Team oder mit Kunden erfordert viel Fingerspitzengefühl. Und oft lauern auch unerwartete Fallstricke. Wie viele Unternehmen nutzen auch wir bei TAB Persönlichkeits-Assessments, die versuchen, Verhaltens- und Kommunikationsmuster von Menschen herauszufinden. So können Teams gezielter zusammengesetzt und das kommunikative Miteinander effektiver gestaltet werden.

Verhaltenstypen_Räder_ineinander_WebDISG: Dominanz – Initiative – Stetigkeit – Gewissenhaftigkeit

“Das Akronym DISG (engl. DISC oder DiSC) bezeichnet einen auf Selbstbeschreibung beruhenden Persönlichkeitstest (auch Profil oder Inventar genannt) mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit”. (Wikipedia). Dabei steht
Dominant (D) = extrovertiertes und aufgabenorientiertes Verhalten
Initiativ (I) = extrovertiertes und menschenorientiertes Verhalten
Stetig (S) = introvertiertes und menschenorientiertes Verhalten
Gewissenhaft (G) = introvertiertes und aufgabenorientiertes Verhalten

“Gehe mit jedem Menschen so um, wie er behandelt werden möchte”

Und das ist je nach der Ausprägung der individuellen Eigenschaften völlig unterschiedlich. Was für den einen der höfliche Smalltalk ist, hält ein anderer für komplett irrelevant. Wo der eine Mensch detaillierte Informationen vermisst, stöhnt der andere über unnötigen Kleinkram. Nach dem DISG Modell können Menschen in ihrer Kommunikation auf die oben genannten vier Verhaltensmuster in unterschiedlicher Intensität zurückgreifen.

Worauf es ganz grundsätzlich im Umgang mit den vier Verhaltensausprägungen ankommt, zeigt diese Checkliste:

Klar und spezifisch kommunizieren: der dominante Verhaltens-Typus

Mensch mit dieser Verhaltensausprägung haben ein hohes Maß an Ehrgeiz, sind entschlossen, willensstark und wirken unabhängig. Das erleichtert die Kommunikation mit diesem Verhaltenstypus:
– Nutzen Sie eine klare und ungeschnörkelte Sprache.
– Widerstehen Sie der Versuchung, einen Smalltalk zu Dingen anzufangen, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben
– Verzichten Sie auf ungenaue Andeutungen und Konjunktive, sprechen Sie so konkret wie möglich.

Begeisternd und kommunikativ: der inspirierende Verhaltens-Typus

Sie sprühen vor Ideen, können ihre Gesprächspartner begeistern und gehen offen auf andere Menschen zu: Folgende Punkte helfen Ihnen im Umgang mit inspirativen Menschen:
– Seien Sie persönlich und herzlich
– Halten Sie sich nicht mit zu vielen Details auf und gehen Sie sparsam mit Daten, Fakten oder Abstraktionen um- diese schrecken den initiativen Verhaltenstypus ab.
– Versuchen Sie nicht, das Gespräch zu sehr unter Kontrolle zu halten, sondern lassen Sie sich auf die Botschaften zwischen den Zeilen ein.

Geduldig und harmonieorientiert: der stetige Verhaltens-Typus

Zuverlässig und beständig, unterstützend und eher zurückhaltend – so tritt der gewissenhafte Typ auf. Menschen mit dieser Verhaltensausprägung sorgen oft für ein angenehmes Umfeld. Hierauf sollten sie in der Kommunikation achten:
– Der Gesprächseinstieg gelingt am besten mit persönlichen Bemerkungen, damit brechen Sie das Eis.
– Wer seine Sache freundlich und kooperativ präsentiert, wird mehr erreichen, als derjenige, der mit der Tür ins Haus fällt.
– Mit “Wie-Fragen” erfahren Sie die Meinung Ihres Gesprächspartners und beziehen ihn mit ein, denn das ist ihm wichtig.

Sorgfältig und präzise: der gewissenhafte Verhaltens-Typus

Sie haben den Blick für Details, sind eher perfektionistisch veranlagt und hassen Unordnung: Menschen mit einem ausgeprägten “gewissenhaften” Verhaltensanteil schätzen folgende Umgangsweisen:
– Bleiben Sie bei der Sache, schweifen Sie nicht ab
– Gute Vorbereitung ist alles: wer planlos, lässig oder gar leichtsinnig agiert, erntet Unverständnis.
– Planen Sie ausreichend Zeit ein- Druck oder unrealistische Zeitrahmen verärgern gewissenhafte Verhaltenstypen.

Haben Sie sich oder Ihre Mitmenschen in der ein oder anderen Ausprägung wiedererkannt? Ist Ihnen vielleicht deutlicher geworden, warum das Miteinander mit einzelnen Mitmenschen – Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner – manchmal kompliziert erscheint? Achten Sie mal drauf, Sie werden erstaunt sein, wie manche Dinge in der Kommunikation – je nach Typ – immer wiederkehren.

Autorin: Ariane Bödecker

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“Begeisterte Kundenohren”: Buchtipp “Der Akquise Coach” von Angelika Eder

Jedes Jahr im Januar gehört der Vorsatz “Ich muss mehr bzw. regelmäßig Akquise machen” bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zu den ungeliebten, aber notwendigen guten Vorsätzen. Dabei treibt die Kalt/Telefonakquise vielen, die andere Stärken haben, den Blutdruck deutlich höher.

Telefon-Akquise_Bild_RetroDas aktuelle Buch von Angelika Eder “Der Akquise Coach”. Profi-Tipps: Wie Sie am Telefon Wunschkunden angeln mit „Spaß an beiden Enden der Leitung“, verspricht nicht nur, sondern schafft – zusammen mit den Downloadhilfen – auch Abhilfe. Die Tipps, Ideen und Hinweise sind von ihr selbst in der Praxis und in vielen Trainings erprobt. Lediglich der aufmunternde Ton der Autorin/Trainerin ist das Einzige, was dem Buch ein wenig fehlt.

Der Kern: Mindset und Vorbereitung

Wer seine guten Vorsätze in die Tat umsetzen will, dem wird in diesem Buch deutlich gemacht, dass sich mit dem „richtigen“ eigenen Mindset und guter Vorbereitung am Ende tatsächlich Spaß an der Telefonakquise einstellt. Um es ganz ehrlich vorweg zu nehmen: Ich bin erst auf dem Weg dahin.

In drei Teilen des Buches wird der Leser mit notwendiger Theorie auf die Praxis der Akquise am Telefon vorbereitet:
1_Arrangement (Vorbereitung: z.B. Wunschkundendefinition / Anbieterpersönlichkeit / telefontaugliches Angebot)
2_Auftakt (Griff zum Hörer und Gespräch)
3_Auftrag ( Nacharbeit und Kundenpflege)

Ein großes Bündel an Handwerkszeug zur Vorbereitung der Akquise, zur Durchführung der Telefonate und zur professionellen Nachbereitung – alles in der Praxis erprobt -, wird dem akquisewilligen Leser mitgegeben.

Sich selbst umprogrammieren

Die Stärke des Buches liegt jedoch jenseits dieser handwerklichen Notwendigkeiten. Sie liegt in der Umprogrammierung des eigenen Selbstverständnisses von Akquise: Ja, man darf, man muss sogar Telefonakquise betreiben. Verkaufen ist erlaubt!
Dreh- und Angelpunkt ist dabei die eigene „Legitimation“ für den Anruf. Die positive Legitimation ist die Brücke über die man geht, um dem Ansprechpartern an der anderen Seite des Telefons den Grund und Inhalt des eigenen Anrufs zu vermitteln. Im Buch und in den Downloads findet der zögerliche Akquisiteur „Telefon-Eisbrecher” und gute Ideen für den Gesprächsbeginn

Vorbereitung ist alles

Nach der genauen Vorbereitung kann man nun beherzt zum Telefonhörer greifen und loslegen.
Die inhaltliche Vorbereitung, d.h. was will ich wie anbieten, ist meistens klar. Es sollte schriftlich ausgearbeitet sein, damit man in der Telefonsituation nichts vergisst.

Der Mindset fürs Telefonieren: positiv gestimmt und, energiegeladen geht’s los. Das Buch von Frau Eder führt wieder mit Praxistipps durch den Gesprächsverlauf, von der Begrüßungsformel, dem Umgang mit Gatekeepern und Ablehnung, zur Anwendung des Legitimationsgedankens bis zum Gesprächsabschluss.

Die gute, schriftliche Vorbereitung und Übung einschließlich des Umgangs mit den Gatekeepern und Ablehnung, wird nach kurzer Zeit die gewünschten Aufträge bringen.
Wenn das alles geschafft ist, sind die Nacharbeiten ein handwerkliches Kinderspiel. Dann spätestens stellt sich der Akquise-Spaß ein.

Hat es funktioniert?

Für mich war nach der umfassenden Vorbereitung der erste Anruf einfacher, weil ich wusste, dass ich heute telefonieren wollte. Ich habe mich gut gefüllt. Das war vorher nicht der Fall.
Dieses Buch lohnt sich für alle, die Telefonakquise machen wollen oder müssen. Auch wenn Angelika Eder Trainer und Coaches im Auge hatte, ist das Buch generell für alle geeignet, die neue Kunden von ihrem Angebot oder Produkt überzeugen wollen.

Angelika Eder: Der Akquise-Coach: Profi-Tipps: Wie Sie am Telefon Wunschkunden angeln – mit Spaß an beiden Enden der Leitung (Edition Training aktuell)
November 2017, 176 Seiten, ISBN 978-3-95891-023-2

Autor: Dr. Thomas W. Büttner, TAB Frankfurt West

Wenn sich Unternehmer in den TAB Boards von  Dr. Thomas Büttner im Raum Frankfurt treffen, geht es immer wieder darum, wie man an neue Kunden kommt. Gearde für Einzelunternehmer ist dies immer wieder ein essentielles und relevantes Thema. 

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Wie Sie mit smarten Zielen Mitarbeiter motivieren

Als Unternehmer haben Sie sich möglicherweise anspruchsvolle Ziele für das Jahr 2017 gesetzt, wenn (noch) nicht, ist der Blog meines Kollegen Thomas Grutzeck von vor zwei Wochen da sicherlich eine gute Gedankenstütze. Jetzt gilt es, die Ziele anzugehen – bei Ihren unternehmerischen Zielen sind Ihre Mitarbeiter* natürlich der wesentliche Faktor zum Gelingen.

Ziele setzen ist ja immer sinnvoll. Es gibt den Mitarbeitern die Orientierung, was wichtig ist, wohin es gehen soll. Die gute Nachricht: wenn Sie Mitarbeitern ein konkretes Ziel vorgeben, steigert es deren Motivation zur Zielerreichung um 35% (Studie Prof. Smithers/Universität Leicester).

MitarbeiterMotivation_Jan2017_kleinWie sollen Ziele sein, damit sie in der Praxis funktionieren?

SMART!
(S) – spezifisch,
(M) – messbar,
(A) – akzeptiert,
(R) – realistisch,
(T) – terminiert.

Aus der Praxis: So sehen smarte Ziele aus:

– Bis zum 30.6. (T) gewinnen wir fünf (M) neue Kunden (S) für unser Produkt xy.
– Bis zum 30.4. führen wir die Software xy erfolgreich ein.
– Bis zum 31.5. senken wir die Reklamationsquote für unser Produkt xy auf unter 1%.

Vor allem sollte das Ziel für den Mitarbeiter oder die Mitarbeitergruppe, die es verantwortet, auch realistisch (R) und – nach Erläuterung – akzeptiert (A) sein, dann ist es ein SMARTes Ziel.

Das “Warum” ist entscheidend

Menschen wollen den Sinn von Zielen verstehen – das Ziel gut, wichtig und spannend finden. Akzeptanz des Zieles ist die Minimumforderung. Eigentlich wollen Sie doch, dass sich Mitarbeiter begeistert an die Arbeit machen. Dazu gilt es, den Sinn des Zieles im Rahmen des „Großen und Ganzen“ zu erläutern und dem Mitarbeiter seinen individuellen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu verdeutlichen.

Nur sinnvoll empfundene Ziele lohnen den Einsatz

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen eigentlich nur das Ziel verfolgen, maximalen Gewinn zu erwirtschaften, wird die Formulierung “sinnhafter” Ziele schwierig. Gerade dann braucht es Kreativität, das zu übersetzen und Mitarbeitern konkrete Ziele vorzugeben, die sie als sinnvoll verstehen können.

So formulieren Sie Ziele, die für Mitarbeiter Sinn stiften

Gewinn, Umsatz und andere finanzielle Größen sind letztlich nur Ausdruck dessen, wie gut Ihre Mitarbeiter und Sie gearbeitet haben. Setzen Sie da an und finden Sie messbare Größen, gerade im Bereich der Produktivität, die Mitarbeiter möglichst direkt beeinflussen können. Zum Beispiel:

Sie machen Projekte für Kunden: legen Sie die Stunden fest, die Ihre Mitarbeiter je Projekt brauchen dürfen und setzen Sie Ziele für die Erfüllung in Prozent. Und für die Kundenzufriedenheit bei Projektabschluss.
Sie verkaufen Waren: denken Sie z.B. über Reklamationsquoten, Ergebnisse von Kundenzufriedenheitsbefragungen, Schwund (Inventurdifferenzen) nach. Definieren Sie hohe Umsätze pro Kunde als Ausdruck guter Beratung…
Sie optimieren Ihr Unternehmen: setzen Sie Ziele entlang der zu erreichenden Meilensteine wie Zertifizierung geschafft, Einführung neuer Abläufe und Tools…
Abteilungen, z.B.: Buchhaltung: durchschnittliche Dauer offener Rechnungen:  Personalabteilung: Zeit bis zur Besetzung offener Stellen…

Unternehmensvergleiche anstellen

Eine spannende Inspiration können Daten Ihres Branchenverbandes oder sonstige Analysen sein – suchen Sie dort nach Zahlen, die Sie zum Ansporn nutzen können („wenn die Anderen das können, müssen wir das zumindest auch schaffen“)

Mit diesen Punkten wird es rund

1. Aufschreiben: Halten Sie das Ziel immer schriftlich fest und unterschreiben Sie es beide, das erzeugt höhere Verbindlichkeit.
2. Maximal 3 Ziele: Wenn Sie mehrere Ziele vereinbaren wollen, bleiben Sie bitte bei maximal drei.
3. Kurze Fristen: Kürzere Zeiträume sind oft besser, ein Jahr ist meistens zu lang
3. Rückmeldung: Immer wieder aktuelles Feedback zum Stand der Zielerreichung ist wichtig. Nach Zeitablauf treffen Sie sich zu einem intensiven Feedback zur Zielerreichung. Und loben und feiern Sie!

In meinem nächsten Blogbeitrag im kommenden Monat erfahren Sie, wir Sie Ihren Zielvereinbarungen noch mehr Kraft geben: „Anreize richtig gemacht“.

*es ist immer die männliche und weibliche Form gemeint

Autor: Ralf Mathiesen

Die TAB-Unternehmerboards in Berlin City werden von Ralf Mathiesen moderiert. Hier treffen sich Unternehmer einmal im Monat, um Lösungen für die aktuellen Knackpunkte ihres unternehmerischen Alltags in einer vertraulichen Atmosphäre gemeinsam zu entwickeln.

Alles, was mit Teams und Mitarbeitern zu tun hat, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer von KMU einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

 

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Selbständige Mitarbeiter (Teil 1): Warum Sie Führungswillen in Ihrem Team entfachen sollten

Führung beginnt mit jedem einzelnen Mitarbeiter. Dabei ist die Ausbildung zweitrangig. Viel wichtiger ist die Einstellung des Mitarbeiters*. Wenn Sie dieser Logik folgen, wird ihr Leben als Chef von Tag zu Tag leichter!

Wo Wissen im Halbjahres-Takt veraltet, brauchen Sie Mitarbeiter, die Lösungen selbst finden können … und das auch wollen.

Die drei „I“s zur Personalauswahl

Stellen Sie sich nur die drei folgenden Fragen um zu entscheiden, ob Sie mit Menschen zusammenarbeiten wollen, oder nicht. Es wird ihr Arbeiten enorm erleichtern.

1_Integrity: Vertraue ich diesem Mitarbeiter? Wird er sein Handeln zu meinem Wohl und dem Wohl der Firma einsetzen?
2_Intelligence: Hat der Mitarbeiter, was es braucht, um die Tätigkeit ausführen zu können? Wichtig ist, ob er die geistig/mentalen Anlagen hat, auch Aufgaben, die zukünftig in seinen Arbeitsbereich fallen werden, erfolgreich zu bewältigen. Diese Frage geht weit über den derzeitigen Stand seiner Ausbildung hinaus.
3_„I can do!“: Hat er den inneren Antrieb, jedes Problem zu lösen, das sich ihm in den Weg stellt?

Haben Sie Mitarbeiter – zumindest in den Schlüsselpositionen – für die Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können?

Wenn nicht, machen Sie diese drei Punkte im nächsten Mitarbeitergespräch zum Thema. Machen Sie die Begriffe zu wesentlichen Bewertungskriterien in Ihren Beurteilungs- und Zielvereinbarungsgesprächen.

Setzen Sie sich als Ziel, AUSSCHLIESSLICH solche Mitarbeiter zu beschäftigen.
Nun bringen Sie diese Mitarbeiter auf den Weg, selbst Führung zu übernehmen.

Der Weg zum selbständigen Mitarbeiter

Ein guter Anfang ist die „Leadership-Leiter“ von David Marquet. Weitere Tools werde ich in späteren Beiträgen behandeln.

Auf welcher Stufe stehen Ihre Mitarbeiter?

Notieren Sie, auf welcher Stufe der folgenden Leiter Ihre Mitarbeiter stehen. Gehen Sie Ihre wichtigsten Mitarbeiter durch! Wie denken sie, wenn sie einem Problem gegenüber stehen?

Die Leiter liest sich am Besten von unten nach oben.

 

Hecht-Leiter MA2Ihr Ziel sollte es sein, Führungswillen in Ihren Mitarbeitern zu entwickeln und nicht den Drang, folgen zu wollen oder Ansagen gemacht zu bekommen.

Das hat natürlich auch mit Ihnen zu tun. Prüfen Sie sich selbst…

Auf welcher Stufe führen Sie?

– Wie sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern?
– Wie viel Freiraum geben Sie zur Problemlösung?
– Wie viel Freiheit Ihrer Mitarbeiter können Sie als Chef ertragen?
– Was sagen Sie am häufigsten?

Seien sie ehrlich zu sich selbst!

 

Hecht-Leiter-Chef2Erklimmen Sie die Leiter gemeinsam

Sie werden Mitarbeiter auf verschiedenen Stufen haben:
– Auf welcher Stufe stehen sie?
– Auf welche Stufe gehören sie?
– Was brauchen die Mitarbeiter von Ihnen, um dorthin zu gelangen?

Fragen Sie das doch gleich Ihre Mitarbeiter beim nächsten Gespräch und machen Sie sich gemeinsam auf die Reise. Ziehen Sie dabei ruhig in Erwägung, auf der Leiter auch selbst mit nach oben zu klettern.

*männliche/weibliche Form im gesamten Beitrag gemeint

(„Selbständige Mitarbeiter (Teil 2): Wie führe ich selbständige Mitarbeiter?“ folgt im April 2017)

Autor: Markus Hecht
Als Berater und Initiator des Bereiches „Zukunftsfähige Organisationen“ am ZWW der Universität Augsburg ist Markus Hecht durch seine langjährige internationale Führungserfahrung für die Mitglieder seiner TAB- Unternehmerboards in Augsburg ein geschätzter Gesprächspartner – nicht nur in Führungsfragen.

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Markus Hecht, TAB Augsburg, stellt sich vor

Lernen Sie Markus Hecht, Inhaber von TAB Augsburg in einem Kurzportrait persönlich kennen. In seinen Blogbeiträgen „Selbständige Mitarbeiter“ geht es um moderne Führung in Zeiten schneller Veränderungen.

MHecht

Markus Hecht, Jahrgang 1968 studierte in München und Los Angeles Wirtschaftsingenieurwesen. Der Wunsch, Menschen zu führen motivierte Ihn zu zahlreichen Führungsfunktionen in Wirtschaft und Bildung und zur Zusammenarbeit mit Menschen aus allen Kontinenten. „Ich habe immer schon anders geführt und heute merke ich, dass es in meinem Umfeld einen wachsenden Bedarf gibt, zu verstehen, wie Menschen frei und nachhaltig geführt werden.“ Markus Hecht hat am ZWW der Universität Augsburg den Bereich „Zukunftsfähige Organisationen“ initiiert und führt im Innovationspark Augsburg seit Juni 2016 seine TAB-Unternehmerboards.

Funktion:
Unternehmer und Inhaber der TAB-Region Augsburg
TAB-zertifizierter Moderator & Coach
Systemischer Organisationsberater

Meine Lieblingstätigkeit im Unternehmen:
Installation ziel- und werteorientierter Entscheidungsstrukturen
Aufbau starker Teams
Nachhaltige Führung

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:
Die Entwicklung unserer drei Kinder beobachten und begleiten

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Starke Menschen dabei zu begleiten, starke und unerwartete Lösungen zu finden

Darauf kann ich verzichten:
Opferhaltung. Administrative Tätigkeiten.

Mein Motto:
Es gibt keine Methode. Es gibt nur Achtsamkeit. Achtsamkeit ist geballte Energie (Krishnamurti)

Diese Person(en) würde ich gern persönlich kennen lernen:

Elon Musk, Michael Jackson

Kaffee oder Tee?
Wasser!

Film oder Buch?
Buch! Ganz aktuell „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux

Frühaufsteher oder Nachteule?
Nachteule

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To do – or not to do? Alternative Gedanken über gute (und schlechte) Vorsätze für das neue Jahr

Haben Sie sich am letzten Silvester etwas für 2016 vorgenommen? Wenn ja, Hand auf´s Herz: wie vieles davon haben Sie tatsächlich umgesetzt, zur nachhaltigen Realität werden lassen? Wenn Sie auch nur einen Teil davon geschafft haben – Glückwunsch.

Image courtesy of krishna arts at FreeDigitalPhotos.net

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Bei mir – und bei fast allen Leuten, die ich kenne – hat das ehrlich gesagt nicht so gut geklappt. Zumindest früher. Denn meistens waren es schlechte, weil nicht wirklich ernst gemeinte Vorsätze, oder sie wurden mit den stets willkommenen Entschuldigungs-Klassikern (Tagesgeschäft, keine Zeit, Stress, was Wichtigeres dazwischen gekommen usw.) bewusst aus dem Auge verloren.

Heute klappt das jedoch perfekt. Aus drei Gründen:

Erstens: Was will ich wirklich tun?

Ich nehme mir nämlich nur noch Dinge vor, die ich wirklich tun will. Das können Kleinigkeiten sein, die mir dennoch wichtig sind, aber auch größere Vorhaben, die Aufwand, Aktivität und Konsequenz einfordern.

Zweitens: Was will ich nicht mehr tun?

Ich nehme mir zudem immer vor, etwas nicht mehr zu tun. Dinge die mich nerven, bei denen Frust entsteht, die kontraproduktiv sind und dergleichen mehr. Die Palette reicht hier vom einfachen (?) „Nein“-Sagen bis hin zu fundamentalen Gewohnheitsänderungen. Dieser Teil macht übrigens richtig Spaß…

Drittens: Aufschreiben!

ich schreibe mir meine Vorsätze auf! Ganz „Old School“ per Hand. Probieren Sie es mal aus. Das hat eine andere, tiefere Verbindlichkeit als die rein gedankliche, tagesformabhängige Sicht und stärkt die eigene Verantwortlichkeit. Eine realistische Deadline darf natürlich nicht fehlen.

Hierzu verwende ich eine ganz einfache Liste, eingeteilt in vier Bereiche, die alles abdecken. Und limitiere die Anzahl meiner Vorsätze oder Vorhaben auf maximal drei pro Bereich:

1. Was will ich unternehmerisch neu beginnen oder erreichen?
2. Was will ich persönlich neu beginnen oder erreichen?
3. Was will ich als Unternehmer auf gar keinen Fall mehr tun?
4. Was will ich als Privatperson auf gar keinen Fall mehr tun?

Versuchen Sie das mal für 2017. Es funktioniert prima!

Gleich anfangen

Und noch ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: fangen Sie sofort an, gleich heute, hier und jetzt. Und nicht erst zu einem festgelegten Datum. Das tun meistens diejenigen, denen dann doch „etwas dazwischen kommt“ (siehe oben). Sie können sich die Checkliste hier herunterladen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2017. Und lassen Sie gern mal hören, wie dieses einfache System für Sie funktioniert.

Autor: Thomas Grutzeck

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7 clevere Arten der Gehaltserhöhung, die Ihre Mitarbeiter UND das Finanzamt gut finden

Wenn Sie einem Mitarbeiter das Gehalt erhöhen, ist Ihnen beiden doch wichtig, dass der Mitarbeiter wirklich etwas davon spürt. Grob gerechnet kosten Sie 100 € Gehaltserhöhung als Arbeitgeber 120 €. Beim Mitarbeiter kommen netto meistens nur 50 € an. Wäre es nicht sinnvoll, wenn die Gehaltserhöhung 1:1 ankommt? Hier einige Tipps auf Basis der aktuellen Möglichkeiten (Stand: 12/2016), mit denen Sie Mitarbeiter sinnvoll unterstützen und sich selbst zum attraktiveren Arbeitgeber machen:

Image courtesy of everydayplus at FreeDigitalPhotos.net

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1. Fahrtkosten

Sie können Ihrem Mitarbeiter einen Zuschuss für Fahrkarten für Bus- und Bahn mit bis zu 44 € pro Monat steuerfrei geben. Der Mitarbeiter braucht keine Fahrkarte? Dann können Sie auch Gutscheine für das Tanken, das Fitnessstudio oder sogar für Kino oder Theater spendieren, nur die 44  pro Monat dürfen nicht überschritten werden.

Anmerkung: die Anwendung der 44 €-Grenze ist nur bei Sachbezügen (z.B. Job-Ticket, Rabatt beim Fahrkartenkauf oder Gutscheinen) möglich. Im Falle eines Barzuschuss zu den Fahrtkosten, zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, findet die 44 €-Grenze keine Anwendung und für den Zuschuss wäre 15% pauschale Lohnsteuer zu zahlen.

2. Persönliche Ereignisse

Neben der 44 €-Freigrenze können dem Arbeitnehmer Sachzuwendungen aufgrund von besonderen persönlichen Ereignissen (z.B. Geburtstag, Hochzeit oder Geburt eines Kindes) zugewendet werden, wenn der Wert der Sachzuwendung 60 € inklusive Umsatzsteuer nicht übersteigt.

3. Kinderbetreuung

Dieser Zuschuss ist unbegrenzt steuerfrei (natürlich nur bis zur Höhe der tatsächlichen Aufwendungen), egal ob für Kindergarten, Kindertagesstätte oder Tagesmutter, nur nicht für Kindermädchen, die beim Mitarbeiter zu Hause arbeiten.

4. Technische Geräte

Bei Mitarbeitern besonders beliebt: technische Geräte wie Handy, Laptop, Tablet-PC, Drucker etc. sind steuerfrei, wenn das Gerät dem Arbeitgeber gehört und die Privatnutzung erlaubt ist – wie lange und wie oft, ist dabei unerheblich. Sie müssen dem Finanzamt nur einen Grund nennen können, z.B. weil der Mitarbeiter auch mal außerhalb der Firma erreichbar sein muss oder gelegentlich von zu Hause aus arbeitet.

5. Betriebliche Gesundheitsförderung

Ihre Mitarbeiter haben Interesse an Massagen, Sport-, Yoga-, Rückengesundheit-, Raucherentwöhnungs- oder sonstige gesundheitsfördernden Kursen? Das können Sie bis zu 500 €/Jahr dem Mitarbeiter steuerfrei finanzieren und leisten noch dazu einen guten Beitrag zur Gesundheit Ihrer Mitarbeiter.

Anmerkung: zur Abgrenzung der begünstigten Maßnahmen knüpft der Gesetzgeber die Steuerfreiheit an die von den Krankenkassen zu erbringenden Leistungen i. S. d. §§ 20, 20 a, 20b SGB V an. Steuerfrei bleiben danach

 – Therapeutische Maßnahmen zur Vorbeugung körperlicher Gebrechen durch die arbeitsbedingte Belastung des Bewegungsapparats, also insbesondere die Kostenübernahme für die sog. Rückenschule bei Bildschirmarbeit

 – Kurse zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz

 – Vorträge über gesundheitsgerechte Ernährung im Betrieb und schließlich

 – Seminare über Alkohol-, Nikotin- und anderen Suchtmittelmissbrauch.

Sprechen Sie daher eine Krankenkasse dazu an, diese berät Sie zu den Kriterien, die erfüllt sein müssen oder nutzen Sie einen Dienstleister wie www.betriebliches-gesundheitsticket.de, der Ihnen das Ganze organisiert.

6. Personalrabatte

Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen in Ihrer Firma erbringen, die für Ihre Mitarbeiter interessant sind, können Sie Mitarbeiterrabatte geben. Bis zu einem Einkauf von 1080 € pro Jahr ist das steuerfrei.

7. Mal was Neues: die Werbeflächenpauschale

Hat Ihre Firma einen Aufkleber? Wenn der Mitarbeiter diesen auf sein Auto oder Motorrad klebt, können Sie ihm wegen Vermietung einer Werbefläche eine Pauschale von 21 €/ Monatlich bzw. einmal jährlich bis zu €255 steuer- und abgabenfrei zahlen.

Geht gar nicht: Kürzung des Gehalts zugunsten von “Naturalien”

Ganz wichtig: die steuerfreien Extras sind grundsätzlich zusätzlich zum bestehenden Gehalt zu zahlen, es darf kein bestehendes Gehalt gesenkt werden.

Mit Steuerberater abstimmen

Da mancher Betriebsprüfer solche Extras genau unter die Lupe nimmt, ist es notwendig, diese sorgfältig zu dokumentieren und die entsprechenden Belege / Nachweise / Bescheinigungen vom Mitarbeiter einzusammeln.

Sprechen Sie sich zu Ihren geplanten Maßnahmen deshalb vorher mit Ihrem Steuerberater ab, der gerne gemeinsam mit Ihnen sicherstellt, dass diese sinnvollen Maßnahmen steuerlich richtig umgesetzt werden.

Autor: Ralf Mathiesen, TAB Berlin City mit freundlicher Unterstützung von
Susanne Günther, Steuerberaterin, Kruttasch Steuerberatungsgesellschaft mbH

 

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Was Familienfreundlichkeit mit dem Erfolg von KMU zu tun hat

Wenn qualifizierte Arbeitskräfte knapp werden und sich immer mehr Fachkräfte einfach zwischen verschiedenen Arbeitgebern wählen können, bekommt eine familienfreundliche Unternehmensführung einen größeren Stellenwert. Neben monetären Anreizen hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf massiv an Bedeutung gewonnen. Darin liegt aber keine Bedrohung für KMU, sondern vielmehr eine Chance.

Image courtesy of cooldesign at FreeDigitalPhotos.net

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Sobald das Verhältnis zwischen beruflichen Belastungen und privaten Verpflichtungen ins Ungleichgewicht gerät, fallen häufig Entscheidungen für das Privatleben und gegen die Arbeit. Nicht zuletzt fördern dies ja auch Modelle wie Elternzeit. Bereits heute nimmt jeder vierte Vater eine Auszeit nach der Geburt eines Kindes. Damit verlieren viele Betriebe temporär wertvolle Arbeitskräfte, da die entstehenden Lücken nur bedingt aufgefangen werden können. Umsatz- und Ertragseinbußen sind dann die Folge, da die Wünsche der Kunden nicht mehr ausreichend erfüllt werden können.

In Familien geht es nicht nur um Kinder

In einer stärker alternden Gesellschaft haben viele berufstätige Familienmitglieder die Verantwortung für zwei Generationen. War es früher hauptsächlich die Kinderbetreuung, so müssen heute sehr viele Familien ebenfalls für ihre Eltern oder auch kinderlose ältere Familienmitglieder sorgen. Häufig kommen diese Betreuungsphasen direkt nacheinander.

Flexibilität zahlt sich aus

Fachkräfte sind in Unternehmen Mangelware. Eine Antwort darauf sind flexible Arbeitsmodelle, damit es durch familiäre Anforderungen nicht zu einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit kommt. Durch die Schaffung von Arbeitszeitkonten und damit mehr Flexibilität bei der Anwesenheit im Unternehmen, können familiäre Wünsche im Alltag besser eingeplant werden und führen dann auch häufig noch zu einer höheren Profitabilität, da die Mitarbeiter häufig nicht so stark durch die Koordination von privaten Terminen im Tagesablauf gestresst sind.

Prozesse unter die Lupe nehmen

Die gesamten Prozesse in einem Unternehmen müssen daraufhin überprüft werden, welche Themen wirklich zu bestimmten Zeiten erfolgen müssen. So können zum Beispiel viele interne Serviceleistungen wie die Rechnungserstellung, Buchhaltung, Korrespondenz etc. völlig von einer festen zeitlichen Vorgabe entkoppelt werden. Durch diese Flexibilität ist es für viele Mitarbeiter möglich die beruflichen und familiären Verpflichtungen besser zu kombinieren, ohne einen Bereich zu vernachlässigen.

Teams im Unternehmen stärken

Auch die breitere Aufteilung von Aufgaben auf ein Team und nicht auf Einzelpersonen kann sinnvoll sein. Gerade aber auch die digitale Entwicklung 4.0 bietet Möglichkeiten, die dieser Entwicklung entgegen wirken.

Thema Arbeitszeiten

Flexible Arbeitszeitmodelle sind allerdings nicht in allen, vor allem auch nicht in kleineren Unternehmen eins zu eins umzusetzen. Aber gerade die Besetzung von zwei Vollzeitkräften durch drei Teilzeitkräfte schafft eine Flexibilität, die nicht zu unterschätzen ist. Die Bereiche werden besonders bei der Urlaubsplanung und Krankheitsvertretung besser aufgefangen, ohne dass Kapazitäten aus anderen Bereichen angefordert werden müssen. Es kann auch herausgearbeitet werden, ob man wirklich für alle Bereiche einen hoch spezialisierten Angestellten benötigt. Oft kann eine willige flexible Arbeitskraft auch in fachfremden Aufgabenbereichen sehr schnell zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Kooperation mit Partnerfirmen

Die Lösung für KMU könnte hier sein, für bestimmte Bereiche Kooperationen mit Partnerfirmen einzugehen, um Teams über Unternehmen hinweg zu schaffen. Gerade im Handwerk ist es oft möglich, die Verfügbarkeit und auch Bürotätigkeiten bei verschieden Unternehmen durch einen Servicepool zu bündeln. Partner, die häufig auf der Baustelle zusammenarbeiten, bilden eine Bürogemeinschaft. Das führt auch noch zu Vorteilen bei der Abstimmung von verschiedenen Gewerken.

Welches KMU kann sich einen Kindergarten leisten?

Für den Erfolg familienfreundlicher Maßnahmen ist nicht die Unternehmensgröße ausschlaggebender Faktor. Es zählen vielmehr Kreativität und Mitarbeiterorientierung. Besonders kleine und mittlere Unternehmen, die sich keine eigenen Kindergärten leisten können, sollten über neue Modelle der gegenseitigen Unterstützung nachdenken. Es könnten zum Beispiel Notfallpläne mit Personen aufgestellt werden, wenn die Kinderbetreuung nicht gewährleistet ist. Dies bedarf jedoch einer verbindlichen Vorbereitung.

Folge: Steigerung von Freiheit und Wohlbefinden für beide Seiten

Am Ende zahlt sich Familienfreundlichkeit aus. Denn sie wirkt in der Regel leistungssteigernd und auf längere Sicht sogar kostensparend. Was kann es besseres geben, als die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch veränderte Abläufe, Zeitmodelle, Teamarbeitsplätze etc.. so zu gestalten, dass alle mehr Flexibilität gewinnen und durch diese Freiräume das Wohlbefinden gestärkt wird? Zufriedene Mitarbeiter sind weniger krank, haben eine besondere persönlichen Beziehung zum Unternehmen und leisten daher mehr als andere. Weniger Fehlzeiten, weniger Kosten für die neue Besetzung von Arbeitsplätzen, weniger kostspielige Einarbeitungszeiten und vieles mehr wirken sich positiv auf das ganze Betriebsergebnis aus.

Autor: Klaus Danne

Wie man die Nase vorn hat, wenn es um die Fachkräfte im Unternehmen geht, ist eines von vielen Themen, die immer wieder auf den Tisch kommen, wenn sich kleine und mittelständische Unternehmen in den TAB Unternehmerboards von Klaus Danne in und um Celle treffen, um sich gegenseitig zu coachen. 

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Darum geht es, wenn Unternehmer in Klausur gehen

Supervisions- oder Mastermindgruppen sind inzwischen bei vielen Führungskräften und Unternehmern bekannt. Insbesondere Startup-Unternehmer suchen oft einen festen Austausch, der in regelmäßigen Abständen meist virtuell stattfindet.

TAB Unternehmerboards finden  – ganz herkömmlich – von Angesicht zu Angesicht statt. Unter professioneller Moderation wird hart gearbeitet – an den übergeordneten Themen oder den ganz alltäglichen Fragen des eigenen Unternehmens. Und dafür nehmen sich die Geschäftsführer und Inhaber kleinerer und mittelständischer Unternehmen aus einer Region oder einer Stadt einmal im Monat Zeit. Da geht es um harte Fakten und weiche Themen.

Viele weiche Faktoren

Neben greifbaren Zahlen geht es vor allem auch um die konstruktive Gesprächsatmosphäre in den Board Meetings. Da ist von “Offenheit auf Augenhöhe”, “kein Blatt vor den Mund nehmen”  oder von einem “offenen und ehrlichen Umgang miteinander” die Rede. TAB Mitglieder schätzen die in den Unternehmerboards “selbst erarbeiten Lösungen” und den “freien Austausch unter Geschäftsleuten anderer Branchen”. Und sie alle profitieren von den Erfahrungen anderer, denn die meisten Probleme sind trotz unterschiedlicher Unternehmensstrukturen und -Branchen ähnlich gelagert.

Was eine TAB Mitgliedschaft so außergewöhnlich macht, haben TAB Mitglieder in diesem Video festgehalten:

Das bringt’s – 3 harte Fakten für Unternehmer:

Neben weichen Faktoren lassen sich auch belegbare Vorteile benennen, die aus einer Mitgliedschaft in einem Unternehmerboard erwachsen. Aus einer Umfrage unter TAB Mitgliedern 2015 stachen folgende Punkte besonders heraus:

1. Intelligente Kombination
Der Mix aus der Mitgliedschaft in einem Unternehmerboard, regelmäßigem Coaching, einem Netzwerk und gegenseitiger Beratung setzt direkt bei den Bedürfnissen der Unternehmer an.

2. Überdurchschnittliches Wachstum
 – Mehr als 90% der TAB Mitglieder geben an, dass die Board Meetings ihrem Unternehmen einen handfesten Mehrwert bieten.
– TAB Mitglieder konnten ihr Unternehmenswachstum um durchschnittlich 15% steigern.
– 73% der Befragten gaben an, mehr Umsatz und gleichzeitig mehr Gewinn zu machen

3. Qualitative Verbesserungen
 – Der Spagat zwischen den Anforderungen in der Firma und dem Bedürfnis nach eigener Freiheit wird u.a. mit dem Begriff Work-Life Balance assoziiert. Fast 60% der Befragten gab an, durch eine TAB Mitgliedschaft dieses Gleichgewicht optimiert zu haben.
– Unternehmer sind mit vielen Herausforderungen und Entscheidungen allein.94% der Befragten meistern ihre unternehmerischen Herausforderungen besser, seit sie Mitglied in einem TAB Unternehmerboard sind.

TAB Nutzen Infografik 2016