Permalink

Darum geht es, wenn Unternehmer in Klausur gehen

Supervisions- oder Mastermindgruppen sind inzwischen bei vielen Führungskräften und Unternehmern bekannt. Insbesondere Startup-Unternehmer suchen oft einen festen Austausch, der in regelmäßigen Abständen meist virtuell stattfindet.

TAB Unternehmerboards finden  – ganz herkömmlich – von Angesicht zu Angesicht statt. Unter professioneller Moderation wird hart gearbeitet – an den übergeordneten Themen oder den ganz alltäglichen Fragen des eigenen Unternehmens. Und dafür nehmen sich die Geschäftsführer und Inhaber kleinerer und mittelständischer Unternehmen aus einer Region oder einer Stadt einmal im Monat Zeit. Da geht es um harte Fakten und weiche Themen.

Viele weiche Faktoren

Neben greifbaren Zahlen geht es vor allem auch um die konstruktive Gesprächsatmosphäre in den Board Meetings. Da ist von “Offenheit auf Augenhöhe”, “kein Blatt vor den Mund nehmen”  oder von einem “offenen und ehrlichen Umgang miteinander” die Rede. TAB Mitglieder schätzen die in den Unternehmerboards “selbst erarbeiten Lösungen” und den “freien Austausch unter Geschäftsleuten anderer Branchen”. Und sie alle profitieren von den Erfahrungen anderer, denn die meisten Probleme sind trotz unterschiedlicher Unternehmensstrukturen und -Branchen ähnlich gelagert.

Was eine TAB Mitgliedschaft so außergewöhnlich macht, haben TAB Mitglieder in diesem Video festgehalten:

Das bringt’s – 3 harte Fakten für Unternehmer:

Neben weichen Faktoren lassen sich auch belegbare Vorteile benennen, die aus einer Mitgliedschaft in einem Unternehmerboard erwachsen. Aus einer Umfrage unter TAB Mitgliedern 2015 stachen folgende Punkte besonders heraus:

1. Intelligente Kombination
Der Mix aus der Mitgliedschaft in einem Unternehmerboard, regelmäßigem Coaching, einem Netzwerk und gegenseitiger Beratung setzt direkt bei den Bedürfnissen der Unternehmer an.

2. Überdurchschnittliches Wachstum
 – Mehr als 90% der TAB Mitglieder geben an, dass die Board Meetings ihrem Unternehmen einen handfesten Mehrwert bieten.
– TAB Mitglieder konnten ihr Unternehmenswachstum um durchschnittlich 15% steigern.
– 73% der Befragten gaben an, mehr Umsatz und gleichzeitig mehr Gewinn zu machen

3. Qualitative Verbesserungen
 – Der Spagat zwischen den Anforderungen in der Firma und dem Bedürfnis nach eigener Freiheit wird u.a. mit dem Begriff Work-Life Balance assoziiert. Fast 60% der Befragten gab an, durch eine TAB Mitgliedschaft dieses Gleichgewicht optimiert zu haben.
– Unternehmer sind mit vielen Herausforderungen und Entscheidungen allein.94% der Befragten meistern ihre unternehmerischen Herausforderungen besser, seit sie Mitglied in einem TAB Unternehmerboard sind.

TAB Nutzen Infografik 2016

 

Permalink

Strategie am Jahresende: 6 Tipps für nachhaltige Personalplanung

Für viele Unternehmer geht es bei grundsätzlichen Überlegungen zur Planung des kommenden Jahres vor allem um erwartete Umsätze und Kosten. Ich empfehle, den oft größten Kostenblock etwas genauer hinsichtlich Chancen und Risiken zu betrachten: die Mitarbeiter.

1 (45)Zeit für Personalplanung

Meine Empfehlung lautet: nehmen Sie sich zumindest einmal im Jahr Zeit, eine Personalplanung zu machen, die mehr ist als Personalkosten des Folgejahrs zu überlegen, Jahresgespräche mit Mitarbeitern vorzubereiten und Gehaltsveränderungen bzw. Weihnachtsgeld oder einen Bonus zu überlegen. So wichtig das alles ist, nehmen Sie sich auch unbedingt Zeit für folgende Punkte:

Tipp 1: Wer sind die wichtigsten Teammitglieder?

Identifizieren Sie Ihre Schlüssel-Mitarbeiter, deren Verlust wirklich schmerzhaft bis existenzbedrohend wäre. Gibt es einen „Plan B“, wenn der Mitarbeiter länger ausfällt oder das Unternehmen verlässt? Ist ein anderer Mitarbeiter ausgebildet und verfügbar, wenn es dazu käme? Dabei ist es sinnvoll, ein Organigramm mit allen Mitarbeitern und deren Schlüsselqualifikationen zu erstellen und dann zu überlegen, wie Sie reagieren würden. Sehr oft erkennen Sie so kritische Lücken, die Sie rechtzeitig durch Qualifizierungen oder andere Maßnahmen schließen können.

Tipp 2: Wie lebendig ist Ihre Vision im Unternehmen?

Wenn Sie TAB-Mitglied sind, haben Sie wahrscheinlich mit Ihrem TAB-Moderator eine Vision für Ihr ideales Unternehmen erarbeitet – was bedeutet diese für die Mitarbeiter? Wie weit ist diese in Ihrer Firma verinnerlicht, wirklich „Teil der DNA“ Ihres Unternehmens? Wollen Sie dazu Maßnahmen planen?

Tipp 3: Sind Sie ein guter Arbeitgeber?

Wie wird Ihre Firma von den Mitarbeitern als Arbeitgeber wahrgenommen? Neben dem Betrachten von Indikatoren wie Fluktuation und Krankenstand lohnt es sich, Mitarbeiter dazu zu befragen und ggf. gegenzusteuern. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie wirklich ehrliche Antworten bekommen, machen Sie eine anonyme Befragung der Mitarbeiter, das muss gar nicht kompliziert sein. Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an.

Tipp 4: Benötigen Sie personelle Verstärkung?

Planen Sie Einstellungen im kommenden Jahr? Haben Sie Zweifel, ob es Ihnen gelingen wird, gute Bewerber zu finden und für Ihr Unternehmen zu begeistern? Dazu können Sie viele Aspekte in Ihrem Unternehmerboard erörtern. Beispiel: wie nehmen Interessenten Ihre Website wahr – gibt diese neben Informationen zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen auch ein klares, motivierendes Bild, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten?

Tipp 5: Hat das Team noch die richtigen Qualifikationen?

Welche Qualifikationen der Mitarbeiter sind zukünftig notwendig, um Ihre Ziele zu erreichen? Können diese Qualifikationen durch Weiterbildung bestehender Mitarbeiter erreicht werden? Oder braucht es entsprechende Neueinstellungen und ggf. auch Trennung von bestehenden Mitarbeitern, die dem neuen Profil nicht mehr entsprechen können?

Tipp 6: Kann das Arbeitsumfeld optimiert werden?

Sollte sich etwas am Arbeitsumfeld ändern? Brauchen Sie neue Räume, andere Arbeitsmittel, muss renoviert werden? Passt das Arbeitsumfeld wirklich zur Unternehmenskultur, die Sie sich vorstellen?

Das sind viele wichtige Fragen, deren Beantwortung Ihnen hilft, Ihre Wettbewerbsfähigkeit über das kommende Jahr hinaus zu sichern. Es lohnt sich, dafür Zeit einzuplanen.

Autor: Ralf Mathiesen

Als TAB Moderator / Coach ist Ralf Mathiesen durch seine langjährige Erfahrung im Bereich Human Ressources für die Mitglieder seiner TAB-Unternehmerboards in Berlin-City ein geschätzter Gesprächspartner – nicht nur in Personalfragen.  

Permalink

Wenn das Unternehmen zur Familie gehört: 5 Erfolgstipps von Familienunternehmern

Familienunternehmen sind oft seit mehreren Generationen erfolgreich unterwegs. Und sie haben ihre ganz eigene Dynamik, folgen nicht selten auch ganz eigenen Regeln. Wo Menschen, die auch im Privatleben eng miteinander verbunden sind, am Arbeitsplatz Hierarchien, Projektgruppen oder Entscheidungsgremien bilden, entstehen sehr spezielle Herausforderungen, die Segen und Fluch fürs Unternehmen bedeuten können.

network engineer admin at data centerIn fast jedem Treffen eines TAB Unternehmerboards kommen diese speziellen Themen von Familienunternehmern auf den Tisch. Nicht selten geht es dabei auch um das Thema Nachfolge bzw. das Miteinander der verschiedenen Generationen im Unternehmen. Einer unserer TAB-Coaches aus den USA, Doug Rouf, moderierte vor kurzem einen Austausch zwischen Familienunternehmern, aus der sich die fünf wichtigsten Erfolgsrezepte heraus kristallisierten. Und diese haben auch auf unserer Seite des Atlantiks Gültigkeit – hier sind sie:

Erfolgstipp Nr. 1: Von der Pike auf

Wenn die nächste Generation einsteigt, sollte sie ganz unten an der Basis anfangen. Das kann Lagerarbeit oder am band stehen bedeuten. Dies steigert ganz wesentlich den Respekt seitens der Mitarbeiter und hat zudem zur Folge, dass der Blick für alle Unternehmensbereiche geschärft wird.

Erfolgstipp Nr. 2: “Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps”

Wer vom ersten Tag an nach dieser Devise handelt, der trennt klar zwischen Firmen- und privaten Themen. Dies gilt auch insbesondere, wenn Familienmitglieder Aushilfsjobs im Unternehmen übernehmen, beispielsweise als Schüler oder Studenten. Mangelnde Erfahrung in der Arbeitswelt macht die Trennung von Firmen- und Familienthemen nicht einfacher.

Erfolgstipp Nr. 3: Breit aufstellen

Es ist durchaus sinnvoll, dass angestellte Familienmitglieder nach und nach unterschiedliche Abteilungen des Unternehmens durchlaufen, selbst wenn sie nicht alle zum Ausbildungsprofil passen. So wird deutlich, wo individuelle Schwächen liegen, die dann bei der späteren Übernahme von Führungspositionen im Unternehmen kompensiert werden müssen.

Erfolgstipp Nr. 4: Ehrlich sein

Man kann sich die Nachfolgerin oder den Nachfolger aus der Familie nicht passgenau fürs Unternehmen bestellen. Manchmal muss man auch akzeptieren, dass Sohn, Tochter, Neffe oder Nichte einfach nicht dafür gemacht sind, das Unternehmen weiterzuführen.

Erfolgstipp Nr. 5: Erwartungen entzerren

Überprüfen Sie Ihre eigenen Erwartungen: es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie aufgrund der persönlichen Nähe zu mitarbeitenden Familienmitgliedern unrealistisch oder zumindest verzerrt sein können. Seien Sie auf positive Überraschungen ebenso vorbereitet wie auf Enttäuschungen. Passen Sie dementsprechend laufend Ihre Erwartungen sowie Ihre Planung an. Gehen Sie davon aus, dass die andere Seite dies auch tun wird.

Was sind Ihre Erfahrungen? Und was ist Ihr wichtigster Tipp, wenn es um eigene Familienmitglieder im Unternehmen geht?

Autorin: Ariane Bödecker

Inhaber und Geschäftsführer von Familienunternehmen profitieren mit ihrer TAB-Mitgliedschaft von den monatlichen Unternehmerboardtreffen, um einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen ihres Firmenalltags zu werfen. Und um dabei mit den anderen Unternehmern am Tisch eine konkrete Lösung fürs eigene Familienunternehmen zu erarbeiten. 

Klingt spannend? Hier gibt es weitere Informationen

Permalink

Change-Management – 3 Führungseigenschaften sind unabdingbar

Change-Management gibt es schon seit über 50 Jahren als anerkannte Disziplin. Trotz Tausenden von Büchern (allein 11.296 bei Amazon.de) scheitern je nach Datenquelle 40-70% aller Change-Management Projekte. Aber vielleicht liegt ein wichtiger Grund im Scheitern bereits darin, dass die Veränderung (= Change) nicht hinreichend als Prozess gesehen wird.

Image courtesy of mrpuen at FreeDigitalPhotos.net

Image courtesy of mrpuen at FreeDigitalPhotos.net

Was Darwin schon wusste…..

Bereits im 19. Jahrhundert sagte der Evolutionsbiologe Charles Darwin: „Weder die stärkste noch die intelligenteste Spezies überlebt. Sondern jene, die sich am besten dem Wandel anpasst.“ Dies ist ein permanenter Prozess, der mal langsamer und mal schneller verläuft. Das gilt auch für Unternehmen. Und im digitalen Zeitalter mehr denn je.

…. gilt heute für Unternehmen mehr denn je

Ich selbst hatte die größte Herausforderung im Change-Management Anfang des neuen Jahrtausends, als ich als Geschäftsführer die Vertriebsorganisationen von zwei Unternehmensdivisionen in einer Vier-Länderregion zusammenführte. Dabei habe ich gelernt, dass man als Führungskraft oder als Unternehmer nicht unbedingt große, beeindruckende Reden halten muss, um erfolgreich einen kulturellen Wandel zu bewirken.

Drei Eigenschaften sind gefragt

Vielmehr braucht es eine offene, ehrliche und erkennbare Leidenschaft, mit der man die Veränderungsprozesse verfolgt. Welche Führungseigenschaften sind dabei für einen Erfolg am wichtigsten? Für mich haben sich die drei folgenden Punkte als entscheidend herauskristallisiert:

1. Den Wandel selbst anführen

Einen kulturellen Wandel (und darauf läuft es meistens hinaus) kann man nicht an seinen Personalleiter oder an irgendeine andere Abteilung delegieren. Wer als Unternehmer einen solchen Wandel erfolgreich herbeiführen möchte, der muss sich an jeder seiner eigenen Handlungen und seiner Kommunikation messen lassen. Entweder unterstützen beide den erwünschten Wandel oder sie untergraben ihn.

Vier Kriterien sind dabei wichtig:
 – Festlegung der Ergebnisse, die mit dem Wandel erreicht werden sollen
– Die Erarbeitung eines Wertesystems für das Unternehmen – und zwar zusammen mit dem Team
– Klarstellung und kontinuierliche Kommunikation der zu erwartenden Vorteile des Wandels
– Sicherstellen, dass das Management-Team ebenfalls abgestimmt handelt.

Wer zum ersten Mal einen signifikanten Wandel in seinem Unternehmen umsetzen will, der sollte am besten auf externes Coaching zurückgreifen.

2. Für Feedback zugänglich sein

Bei einem Unternehmen im Wandel werden die Mitarbeiter den Unternehmer und das Führungsteam argwöhnischer als sonst betrachten. Ist der Wandel ersehnt, werden die Mitarbeiter zwar hoffnungsvoll sein, gleichzeitig aber nach Anzeichen des Misslingens Ausschau halten.

Daher ist unerlässlich, den Mitarbeitern Feedback hinsichtlich der erwünschten Verhaltensänderungen zu geben. Gleichzeitig sollten der Unternehmer und die Mitglieder des Führungsteams die Mitarbeiter aktiv nach deren Feedback fragen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter spüren, dass ihre Stimmen Gehör finden, und machen Sie deutlich, was Sie konkret aufgrund des Mitarbeiter-Feedbacks unternehmen.

3. Offene und unterstützende Kommunikation

Effektive Kommunikation in einem Team macht den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage aus. Sei es in einer Fußballmannschaft, bei der Armee oder in einem modernen Unternehmen, dass sich in einer vernetzten Welt und innerhalb sich ständig verändernder Märkte gegen dynamische Wettbewerbern behaupten muss.

Erfolgreiche Unternehmer sollten deshalb nicht nur ab und zu nach Feedback fragen, sondern eine Unternehmenskultur herbeiführen, die ständige Kommunikation in alle Richtungen sowie echte und vorbehaltlose Zusammenarbeit fördert. Leider entsteht eine solche Kultur niemals von alleine. Sie braucht Ihr volles Engagement; sie braucht Ihre Vorbildfunktion und sie braucht sichtbare Kommunikations-Erlebnisse, an denen alle wachsen können.

Auch Fehler gehören zum Wandel

Nicht zuletzt sollte gelten, dass in Zeiten des Wandels auch Fehler gemacht werden dürfen. Aus den alle lernen. Damit alle gemeinsam besser werden. Wenn Ihnen dies gelingt, kann es einen unglaublichen positiven Effekt auf Ihren Unternehmenserfolg haben.

Autor: Ralf Heine

Das Unternehmen auf den nächsten Level bringen? Sich darüber mit anderen Unternehmern in vertraulicher Runde effektiv austauschen und praktische Lösungen erarbeiten?
Dies bietet Ralf Heine mit den TAB Unternehmerboards in Düsseldorf an.

Interessiert dabei zu sein? Hier gibt es weitere Informationen

Permalink

Business Coaching für KMU? Bei diesen 7 Anzeichen ist die Zeit dafür reif

Das Leben eines Unternehmers hat seine ganz eigene Dynamik. Es gibt Höhen und Tiefen und immer wieder Dürreperioden – “wie im echten Leben”. Und manchmal sehen auch Unternehmer den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und wie im echten Leben auch, kann dann eine externe Perspektive helfen, um weiterzukommen. Hier kann ein Business Coach helfen. 

Image courtesy of winnond at FreeDigitalPhotos.net

Image courtesy of winnond at FreeDigitalPhotos.net

Wer als Inhaber oder Geschäftsführer eines KMU überlegt, einen Business Coach zu engagieren und nicht wirklich sicher ist, ob dies angezeigt ist, der kann die folgende Checkliste nutzen:

1. Wo geht’s lang?

Eines der wesentlichen Erfolgsfaktoren von KMU’s ist eine einheitliche Richtung- gerade auch, wenn Sie Ihr Unternehmen zusammen mit weiteren Inhabern steuern. Als Alleininhaber wird Ihr Erfolg entscheidend von einer konsistenten Vision geprägt. (Siehe Blogbeitrag von Joachim Ripke). Sollten Sie also immer wieder unterschiedliche Geschäftsmodelle abwägen oder sich regelmäßig fragen, ob Ihr Produkt überhaupt das richtige ist, könnte es an der Zeit sein, einen Business Coach zu engagieren.

2. Welche Prioritäten?

Ohne eindeutige Prioritäten wird der Unternehmenserfolg zum Zufallsereignis. Hier kann eine genaue Analyse helfen, um Stärken und Schwächen in einzelnen Unternehmensbereichen zu identifizieren. Gleichzeitig wird Ihnen deutlich, wo Sie mit Ihren Prioritäten richtig liegen und wo sie umsteuern sollten. Allerdings kann keine Analyse der Welt die erkannten Probleme lösen – an dieser Stelle ist ein Unternehmens-Coach der richtige Ansprechpartner.

3. Strategie? Keine Zeit!

Kennen Sie das auch? Ihr Arbeitstage gleicht mehr einer Feuerlöschaktion als einer Managementaufgabe. Haben Sie einen übergeordneten Plan, nach welchen Kriterien Sie Ihre To-Do-Liste abarbeiten? Wenn Sie sich manchmal wie ein Steuermann ohne Kompass fühlen, dann wird es Zeit, eine übergeordnete Strategie zu entwickeln. Business Coaches sind in der Regel darauf spezialisiert, langfristige Strategien zusammen mit Ihren Klienten zu erarbeiten. Gerade wer Experte in den Dingen des Unternehmensalltags ist, dem kann ein Sparringspartner bei der Formulierung des übergeordneten Plans helfen.

4. Alles erledigt? Eigentlich nie!

Egal wie schnell oder proaktiv sie unterwegs sind, wenn es um die Erledigung Ihrer Aufgaben geht, es wird immer Themen geben, die aufgeschoben werden und die Sie dadurch weiter belasten. Wenn Sie sich also dabei ertappen, wichtige Themen immer wieder aufzuschieben oder dem Alltagsgeschäft unterzuordnen, kann Ihnen ein Business Coach als wirkungsvoller “Ermahner” zur Seite stehen.

5. Freizeit oder Urlaub? Ein Fremdwort!

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, liegt es nahe, das Delegieren nicht zu Ihren Lieblingstätigkeiten gehört. In einer unserer Unternehmerumfragen wurde deutlich, dass 80% der Inhaber oder Geschäftsführer von KMU’s weit mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten, aber nicht einmal 50% dies so geplant haben. Der Grund? Jeder Unternehmer geht davon aus, dass es bestimmte Aufgaben gibt, die nur er bewältigen kann. Ein Business Coach unterstützt Sie darin, die Themen auszumachen, die ein anderer besser abarbeiten kann. Selbst, wenn es noch keinen in Ihrem Unternehmen gibt, dem Sie diese Dinge übertragen könnten, kann Sie ein Coach dabei unterstützen, den richtigen Mitarbeiter / Mitarbeiterin dafür zu finden.

6. Nichts geht voran? So fühlt es sich an!

Wachstum und vorwärts kommen wird als ein wesentliches Erfolgsmerkmal von Unternehmen gesehen. Da sind Sie keine Ausnahme, gerade auch wenn Sie den Eindruck haben, es geht eigentlich gar nichts voran. Oft sind die notwendigen Schritte für betriebliches Wachstum mit erheblichen firmeninternen Änderungen oder sogar Umbrüchen verbunden. Wer hier eine klare Linie hineinbringen möchte, ist gut beraten, sich mit einem Business Coach einem externen Diskussionspartner auszutauschen. Dieser unterstützt Sie bei der Definition realistischer Wachstumsziele und der Entwicklung einer zielgerichteten Strategie, die Ihr Unternehmen auf das nächste Level heben kann.

7. Zu schnelles Wachstum für Ihre Firma? Alarmzeichen!

Obwohl Wachstum für Ihr Unternehmen in der Regel ganz oben auf der Wunschliste steht, können überstürzte Zuwächse Ihr Unternehmen auch in eine Schieflage bringen. Auf einmal scheint alles zu knapp bemessen – Personal, Zeit, die bewährten Prozesse oder sogar die Räumlichkeiten – um die Auftragsflut zu bewältigen. Überarbeitete Mitarbeiter, Krankmeldungen und zu wenig Zeit für die Kunden selbst – all das kann Ihren unternehmerischen Erfolg gefährden. In dieser Situation ist Ihr Business Coach dazu da, die nötigen Schritte mit Ihnen gemeinsam zu durchdenken und daraus mit Ihnen eine Strategie zu entwickeln – damit Ihre Strukturen wieder zu Ihrem Wachstum passen.

Business Coaching- oder Unternehmenscoaching-Dienstleistungen gibt es in unterschiedlichsten Varianten.Wenn Inhaber von KMU’s das TAB Coaching nutzen, dann sind sie gleichzeitig Mitglied in einem verbindlich zusammengesetzten Unternehmerboard. Hier tauschen sich KMU-Geschäftsführer regelmäßig auf Augenhöhe über ihre anstehenden Themen aus. Und dabei sind es nicht selten die aufgeworfenen Fragestellungen der anderen, die das eigene Unternehmen auf eine ganz neues Level heben.

Interessiert, dabei zu sein? Hier gibt es weitere Informationen

Permalink

Ein wichtiger Mitarbeiter kündigt, was nun?

Aus heiterem Himmel kommt die Kündigung eines wichtigen Mitarbeiters* – das hatten Sie nicht erwartet! Viele Gedanken schießen Ihnen durch den Kopf: wer erledigt dann diese Arbeit? Wo bekommen Sie Ersatz her? Kann man den Mitarbeiter zum Bleiben überreden? Was werden die Kollegen sagen? ….

Stift Konzept - Ich kündige!

Holen Sie erst einmal tief Luft und durchdenken Sie die Situation gründlich. Es kann eine durchaus komplexe Entscheidung sein, bei der viel auf dem Spiel stehen kann. Widerstehen Sie also bitte dem Impuls, dem Mitarbeiter sofort Angebote, z.B. zu mehr Gehalt zu machen, bevor Sie für sich eine klare Analyse gemacht haben:

Was ist der Grund für Kündigung?

Das ist in jedem Fall wichtig, um herauszufinden, ob Sie ihn halten können bzw. überhaupt halten wollen und ob Ihre Firma aus der Kündigung etwas lernen kann. Betrachten Sie dabei das Thema von zwei Seiten:

1. Gehen Sie der Kündigung auf den Grund:

Diese vier Fragen helfen Ihnen dabei, ein genaueres Bild über die Motive des Mitarbeiters zu bekommen:
- Gibt es ein besseres Angebot? Liegt es dabei am Gehaltspaket oder an möglicherweise interessanteren Aufgaben? Geht es um Karriereentwicklung? Hat er schon unterschrieben?
- Liegt es an anderen Faktoren in Ihrer Firma? Dem Arbeitsplatz, dem Arbeitsklima, vielleicht am Vorgesetzten bzw. den Kollegen? Hat dem Mitarbeiter in Ihrer Firma etwas Wichtiges gefehlt?
- Oder hat es mit Ihrer Firma überhaupt nichts zu tun? Geht es z.B. um Wegzug vom Arbeitsort wegen Heirat o.ä.
- Was steht im Vertrag zu Kündigungsfrist, Konkurrenzklausel etc.? Wann ist der letzte Arbeitstag nach Anrechnung verbliebener Urlaub, Überstunden etc.? Ist es sinnvoll, den Mitarbeiter bis zum letzten Arbeitstag zu beschäftigen oder wäre eine sofortige Freistellung besser, z.B. wenn der Mitarbeiter im Kundenkontakt ist und zur direkten Konkurrenz wechselt?

2. Was bedeutet die Kündigung für die Firma?

Diese drei Punkte sollten Sie genau analysieren, bevor Sie aktiv werden:
- Kann Arbeit umorganisiert werden oder muss die Stelle nachbesetzt werden? Wenn Ja, wie schnell ist das notwendig, wie schwierig wird das wirklich für Sie und wie lange wird das normalerweise dauern?
- Was hat das für Auswirkungen auf das Geschäft Ihrer Firma? Was kostet Sie der Nachbesetzungsprozess an Zeit und Geld, auch zur Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters? Können Sie in der Zeit Aufträge nicht erfüllen und verlieren Ertrag?
- Wie werden die Kollegen auf den Austritt des Mitarbeiters reagieren? Neutral, erleichtert oder erschrocken?

Kündigung ist meist teuer

Um so konkret wie möglich zu werden, welche Auswirkungen der Verlust des Mitarbeiters auf den Unternehmensertrag haben wird, bewerten Sie diese Fakten mit einem Preisschild in Euro. Oft ist das eine unangenehme Überraschung, was da zusammen kommt…

Was lässt sich ändern – was nicht?

Erst jetzt entscheiden Sie, ob Sie ihn wirklich halten wollen. Und natürlich, was müssten Sie wohl dafür tun, können bzw. wollen Sie an den Punkten, an denen der Mitarbeiter einen Mangel empfindet, etwas ändern? Wenn Ja, gibt es Auswirkungen auf die übrigen Mitarbeiter, wenn Sie das ändern?

Unbedingt persönlich sprechen

Suchen Sie das persönliche Gespräch mit dem Mitarbeiter. Im ersten Gespräch, z.B. auch wenn der Mitarbeiter die Kündigung persönlich übergibt, sollten Sie nur die Fragen stellen, um Ihre Analyse machen zu können. Vermitteln Sie dabei unbedingt Wertschätzung für den Mitarbeiter und wie wichtig es Ihnen aus dieser Wertschätzung heraus ist, den Mitarbeiter und seine Gründe zu verstehen. Kündigen Sie dann an, dass „Sie darüber schlafen müssen“, um ein weiteres Gespräch in den kommenden Tagen zu führen.

Vertrauensperson nutzen

Manchmal ist es übrigens taktisch gut – gerade wenn kein intensives Vertrauensverhältnis zwischen dem Mitarbeiter und Ihnen besteht – dieses Gespräch zur Analyse nicht selbst zu führen. Setzen Sie lieber dafür – wenn vorhanden – eine im Unternehmen etablierte Vertrauensperson wie Sekretär/in, Assistent/in oder Mitarbeiter/in für Personalangelegenheiten ein.

Sollte das Gespräch mit dem Mitarbeiter ergebnislos oder lediglich in einem Erkenntnisgewinn zur Verbesserung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber resultieren und somit eine Nachbesetzung des Mitarbeiters notwendig sein, gibt es dazu einige Blogs von mir hier im Archiv, die Ihnen dabei helfen können.

* es ist immer die männliche und weibliche Form gemeint

Autor: Ralf Mathiesen, TAB Berlin City

Die TAB-Unternehmerboards in Berlin City werden von Ralf Mathiesen moderiert. Hier treffen sich Unternehmer einmal im Monat, um Lösungen für die aktuellen Knackpunkte ihres unternehmerischen Alltags in einer vertraulichen Atmosphäre gemeinsam zu entwickeln.

Alles, was mit Team oder Mitarbeitern oder Personalplanung zu tun hat, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer von KMU einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

Permalink

Wer oder was wird denn hier besprochen? 5 Tipps für effiziente Meetings

„Eine Besprechung ist eine Sitzung, bei der viele hineingehen und wenig herauskommt“ (Werner Finck). Egal ob „Meetings“ oder Besprechungen – sie sind zweifelsohne ein wichtiger Teil der Kommunikation und Koordination in einem Unternehmen. Schlecht oder gar nicht vorbereitete Meetings sind keine Seltenheit.

Dies verschwendet nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern führt auch dazu, dass viel zu viele Termine anberaumt werden, um die mangelnde Effizienz der einzelnen Meetings auszugleichen.

Image courtesy of David Castillo Dominici at FreeDigitalPhotos.net

Image courtesy of David Castillo Dominici at FreeDigitalPhotos.net

Hier einige Gedanken wie Sie Ihre Meetings effizienter machen:

1. Was soll nach dem Meeting anders sein?

Der oder diejenige, die ein Meeting einberuft sollte sich unbedingt darüber im Klaren sein, was durch ein Meeting erreicht werden soll. Was so simpel klingt, wird oftmals nicht wirklich zu Ende gedacht. Geht es darum Informationen weiterzugeben, oder Informationen auszutauschen? Will man eine Entscheidung treffen, einen Konsens finden? Was soll am Ende des Meetings anders sein als davor? Und immer wieder sollte die nächste Frage dann sein: brauche ich überhaupt ein Meeting, um dieses Ziel zu erreichen oder lässt sich das Thema auch in einem Zweiergespräch klären?
Wer kein klares Ziel für ein Meeting hat, wird auch keines erreichen.

2. Wer muss an einem Meeting teilnehmen?

Hier gilt weniger ist mehr! Gleichzeitig hilft es, ein Ziel für ein Meeting realistisch abzustecken. Meetings mit mehr als zehn Teilnehmern – sofern es nicht reine Informationsveranstaltungen sind – ufern schnell aus und können damit nur ineffizient werden. Jeder Teilnehmer eines Meetings sollte auch etwas zu den Themen beitragen können. Wenn bei zehn Teilnehmern jeder zu einem Tagesordnungspunkt nur einen Redebeitrag von drei Minuten leistet, ist ohne Begrüßung und Einleitung schon eine halbe Stunde rum. Erfahrungsgemäß sinkt nach 45 Minuten die geistige Leistungskurve. Und es müssen auch nicht notwendigerweise alle Teilnehmer für die gesamte Dauer eines Meetings anwesend sein.

Übrigens machen Sie sich mal den Spaß, die Kosten eines Meetings auf Basis der Stundensätze der Teilnehmer zu errechnen. Dafür gibt es mittlerweile sogar einfache Apps, die fortlaufend die Meeting Kosten mitkoppeln, sodass Sie jederzeit im Bilde sind wieviel Tausende Euro schon auf der Uhr sind.

3. Meetings sind endlich und müssen geleitet werden

Ein effizientes Meeting braucht eine Moderation nach klaren Regeln. Ausufernde Diskussionen, langatmige Redebeiträge, Selbstdarstellung und Abweichungen vom Thema sind mögliche Fallstricke, die ein Meeting sehr schnell ineffizient werden lassen. Dabei muss keineswegs immer der Vorgesetzte die Leitung eines Meetings übernehmen. Im Gegenteil – will der Vorgesetzte vor allem inhaltlich zu einem Thema beitragen, sollte er unbedingt die Leitung des Meetings einem/einer anderen übertragen. Das ist gleichzeitig eine gute Übung für Nachwuchskräfte.

Eine andere Unsitte sind Open End Meetings. Als Moderator oder Initiator des Meetings muss ich mir vorher Gedanken machen wieviel Zeit ich auf die Erreichung des Zieles verwenden will. Ein Meeting sollte nicht nur eine Anfangszeit haben, sondern auch einen klar definierten, kommunizierten Endzeitpunkt, der auch eingehalten wird.

4. Agenda

Selbstverständlich braucht jedes Meeting eine Agenda. Ob eine Agenda zuvor an die Teilnehmer verteilt wird oder nicht, hängt nicht zuletzt von den Zielen des Meetings ab. In den meisten Fällen ist eine Verteilung im Vorfeld sicher sinnvoll, damit sich die Teilnehmer vorbereiten können. Wenn es bei einem Meeting jedoch um Konsensbildung geht, kann es sinnvoll sein, eine Agenda zumindest sehr knapp zu halten, um eine möglichst offene Haltung der Teilnehmer vor dem Meeting zu erreichen.

Bewährt hat sich auch die einzelnen Tagesordnungspunkte als Fragen zu formulieren, deren Beantwortung dann das Ergebnis des Meetings ist.

5. Die Vorbereitung “drumherum”

Auch das kurzfristig anberaumte Meeting sollte vorbereitet sein, um wirklich ein Ergebnis zu produzieren. Ansonsten wird zumeist kein anderes Ergebnis als ein Folgemeeting erreicht, das dann hoffentlich besser vorbereitet ist. Das hätte man einfacher haben können, ohne all die Teilnehmer von Ihrer Arbeit abzuhalten. Bei der Vorbereitung sollten auch die einfachen Dinge nicht vergessen werden, wie:
– Ist der Besprechnungsraum frei?
– Funktioniert der Projektor?
– Sind Marker und Flipchart soweit benötigt vorhanden bzw. mit Papier bestückt?

Leider erlebt man viel zu oft, dass kostbare Zeit dabei verloren geht, indem man sich erst während eines Meetings mit solch einfachen Vorbereitungen beschäftigt und dann von mehr oder weniger wohlmeinenden, in jedem Fall unausgelasteten Teilnehmern mehr oder weniger hilfreiche Ratschläge bekommt.

Dies sind nur ein paar Tipps, wie Sie Ihre Meetings effizienter machen können. Doch mich interessiert auch, womit Sie die besten Erfahrungen gemacht haben: Was funktioniert, was nicht und was sollte man unbedingt unterlassen? Ich freue mich über Ihre Erfahrungen.

Autor: Florian Gruber

Unternehmer in Hamburg schätzen die Expertise von Florian Gruber, der als TAB Moderator / Coach in Hamburg die monatlichen TAB Unternehmerboards sorgfältig vorbereitet und effektiv moderiert. So kommen nicht nur aktuelle Themen auf den Tisch, sondern es werden auch tragfähige Lösungen innerhalb dieser vertrauten Unternehmerrunde entwickelt.

Interessiert, dabei zu sein? Nehmen Sie Kontakt auf!

Permalink

Was treibt Ihr Unternehmen an? 8 Merkmale einer guten Vision

Angesichts ständiger Veränderungen in den Märkten kann kaum ein Unternehmer die Frage „Wohin wollen wir uns entwickeln“ umgehen! In dieser Situation ist eine Unternehmensvision ein hervorragendes Mittel, das zugleich Kompass und Antriebsquelle ist. 

Die besten Visionen sind die, die man nicht mehr vergisst, nachdem man sie einmal gehört hat. Sie sind mehr wert als das Papier, auf dem sie stehen, denn sie können Unternehmen tragen. Sie können helfen, Ziele zu definieren und sie zu erreichen – manchmal sogar gegen große Widerstände.

Image courtesy of Sira Anamwong at FreeDigitalPhotos.net

Image courtesy of Sira Anamwong at FreeDigitalPhotos.net

Wofür brennen Sie?

Eine Vision für sich und sein Unternehmen zu entwickeln, hat viel mit Leidenschaft zu tun. Wenn man weiß, dass man ein wirkliches Anliegen hat, geht ein Großteil der Arbeit leichter von der Hand, denn man macht sie einfach gern. Und was wir lieben, können wir auch gut verkaufen, weil wir mit unserer ganzen Person oder Unternehmen dafür stehen und unsere gesamte Überzeugungskraft aufwenden können. Visionen sind wie ein Stern, an dem wir uns orientieren, und deshalb sollte man sich immer wieder einmal die Frage stellen, was einen im Leben grundsätzlich leitet.

Was macht eine gute Vision aus?

Um eine gute Vision zu entwickeln, ist es hilfreich, sich einen Eindruck zu verschaffen, welche Eigenschaften diese haben sollte. Zur Klärung dieser Frage kann nachstehende Aufstellung dienen:

1. Nutzen definieren

Eine gute Vision muss anderen, Ihren Kunden, nutzen. Und / oder Ihnen und Ihrem Unternehmen ein neues, gutes Gefühl Ihrer selbst geben, also eine Identität und Zugehörigkeit bieten.

2. Das „Why“ festlegen

Eine gute Vision braucht ein Anliegen des Unternehmers. Z.B. wenn der Unternehmer glaubt, dass der beste Grund für eine Unternehmensgründung sei, etwas Sinnvolles zu schaffen, ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten, durch die die Welt ein bisschen besser wird.

3. Emotionen ansprechen

Eine gute Vision muss mitreißen. Sie muss vom Ziel her emotional sein. Zumindest für die angesprochenen Kunden.

4. Größe haben

Eine gute Vision muss groß sein. Teilweise sind unrealistische Visionen sogar die besten. Tritt Angst bei der Formulierung oder auf dem Weg der Realisierung der Vision auf, gibt es zwei Wahlmöglichkeiten: Abschied von der Vision oder Abschied von der Inkompetenz und Wandel zu dem Unternehmer, der eine große Vision verwirklichen kann. ‘Wer nicht nach den Sternen greift, wird auch die Baumwipfel nicht erreichen.

5. Mit Bildern arbeiten

Eine Vision sollte fokussiert sein. Bei falschen Visionen von Rendite oder Wachstum kann man klare Zahlen angeben. Bei wert- oder motivorientierten Visionen ist das hingegen schwierig. Es fehlen ein klares Bild und klare Kriterien zur Zielerreichung. Also bildhafte Verfahren verwenden, weil meist der Fokus mehr oder weniger offen in Bildern enthalten ist.

6. Klar sein

Eine Vision muss einfach und schnell zu verstehen sein sowie eine gewisse Geradlinigkeit aufweisen. Verklausulierte Bedingungssätze sind nicht nachvollziehbar und nicht auf einen Blick erkennbar.

7. Persönlich passend

Eine Vision muss der Leidenschaft des Unternehmers entsprechen, sonst wird sie nie mit Leben gefüllt und kann auch nicht das erfüllen, was man von ihr erwartet: nämlich der spirchwörtliche orientierungsstern zu sein. (S.o.)

8. Eine Vision muss konsistent sein

Ist der Weg des Unternehmers mit seinem Ziel identisch? Gandhis Ziel war Gewaltlosigkeit und sein Weg dahin ebenfalls. Die RAF hatte ein sozialistisches Ziel i.S. eines Paradieses auf Erden, aber der Weg dahin war wenig paradiesisch.

Autor: Joachim Ripke TAB Hannover
Wenn sich Unternehmer in Hannover in den TAB Unternehmerboards von Joachim Ripke treffen, berühren die eingebrachten Themen auch immer den Bereich Unternehmensvision.

Interessiert, auch dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

Permalink

Sich selbst Ziele setzen – aber richtig!

Vertriebstraining, Managementkurs, Motivationswerkstatt – alles soll den Erfolg des eigenen Tuns maximieren. Nicht jeder Seminarinhalt ist wirklich praxisrelevant. Nicolas Porada, TAB Moderator & -Coach der TAB Unternehmerboards in Bielefeld, weist auf einen ganz wesentlichen Punkt hin, der ihm in allen Lebensbereichen wichtig geworden ist.

Image courtesy of Master isolated images at FreeDigitalPhotos.net

Image courtesy of Master isolated images at FreeDigitalPhotos.net

Im Laufe meiner letzten 20 Jahre im Vertrieb, habe ich eine Reihe von „Vertriebsschulungen“ erleben dürfen. Rückblickend erinnere ich mich an die, bei denen zumindest ein Rat hängen geblieben ist und meine Aktivitäten seither positiv erweitert haben. Das für mich wichtigste Element aber – und nicht nur für den Vertrieb, sondern für fast alle Lebensbereiche – wurde mir irgendwann zwischen Tür und Angel vermittelt.

Es geht immer um „Zielsetzung“

Mit Zielsetzung verstehe ich hiermit nicht die längerfristigen „gesteckten Ziele“ sei es im beruflichen, oder im privaten Umfeld, wie z.B. Umsatzziele, Wachstumsziele, etc., sondern viel kleiner gesteckte Zielsetzungen. Ich meine damit, dass man sich vor den meisten täglichen und routinierten Handlungen gedanklich klar machen soll, was mein „Ziel“ dieser Handlung ist.

Ein paar Beispiele aus dem beruflichen Umfeld:
– Vor jedem Telefonat kurz innehalten und sich ein Ziel für das Telefonat setzen. Was will ich mit dem Anruf erreichen ?
– Vor jeder Präsentation sich ein Ziel setzen ! Was will ich mit dieser Präsentation erreichen ?
– Vor jedem Mitarbeitergespräch …
– Vor jedem Meeting …
– Vor jeder Verhandlung …
– Vor jedem Abschlussgespräch …
– Usw, usw …

Sich selbst fokussieren

Gerade bei Routine-Tätigkeiten wie dem Telefonieren ist dieses Vorgehen wichtig. Sobald man sich step-by-step auf die kleinen Ziele jedes einzelnen Schritts fokussiert, wird man auch – stept-by-step – die kleineren dann die größeren, meist langfristigeren Ziele erreichen.

Konkretes Beispiel: Umsatzziel erreichen

Der Weg dahin, die Wertschöpfungskette ist lang. Dazu gehört die Akquise mit Telefonaten, Präsentationen, Verhandlungen und Abschlussgespräche. Alle Teilbereiche dieser Wertschöpfungskette werden erfolgreicher mit einer klaren Zielsetzung im einzelnen Teilbereich! Mein Tipp: Kleben Sie sich einen Notizzettel mit „Zielsetzung“ an Ihren Bildschirm !

Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und teilen Sie diese mit Ihren Mitarbeitern und motivieren Sie Ihre Mitarbeiter hiermit. Betten Sie diese Vorgehensweise aber ruhig in den großen Kontext, in das größere Ziel ein.

Die richtigen Ziele schalten den Turbo ein..

….und die falschen sind nichts als Hemmschuhe. Achten Sie darauf, dass nicht zu viele Ziele gestellt werden, sonst konzentrieren sich Ihre Mitarbeiter auf kurzfristige, leicht zu erreichende und leicht messbare Ziele. Qualität wird sonst zugunsten von Quantität geopfert, da diese leichter messbar und herzustellen ist. Auch ein unangebrachter Zeitrahmen zur Zielerreichung (z. B. Quartalszahlen) führt dazu, dass sich Mitarbeiter auf kurzzeitige, schnell zu erreichende Ziele konzentrieren und dabei das Gesamtziel, beispielsweise die Gesamtgewinnmaximierung, vernachlässigen. Die Kurzzeitziele werden als Leistungsobergrenze statt Ausgangspunkt wahrgenommen.

Zu hohe Ziele sind kontraproduktiv

Werden allerdings zu hohe Ziele gesteckt, wirkt sich dies negativ auf die Motivation aus. Die Ziele werden aus Versagensangst gar nicht erst in Angriff genommen. Und tritt tatsächlich Versagen ein, beeinflusst dies die künftige Leistung negativ: der Selbstwert, welcher oft unmittelbar mit Verhalten, Leistung, Commitment und Engagement verknüpft ist, wird durch Versagen gesenkt.

Autor: Nicolas Porada

Wenn sich Unternehmer aus der Region Bielefeld einmal im Monat in vertraulicher Runde unter der Leitung von Nicolas Porada treffen, stehen regelmäßig die persönlichen und unternehmerischen Ziele der Teilnehmer auf dem Prüfstand.

Interessiert dabei zu sein? Hier gibt’s mehr Infos

Permalink

Nicolas Porada, TAB Bielefeld, stellt sich vor

Lernen Sie Nicolas Porada, TAB-zertifizierter Coach / Moderator der TAB Unternehmerboards in Bielefeld näher kennen. Seine Kunden und Kollegen schätzen an ihm seine breit aufgestellte Vertriebsexpertise, seine Führungserfahrung sowie seine zugewandte, ergebnisorientierte Gesprächsführung. Lesen Sie in seinem Blogbeitrag diese Woche, welche “Managementweisheit” ihn nicht nur beruflich geprägt hat.

Porada

Funktion:
Unternehmer, TAB-zertifizierter Moderator & Coach für die Region Bielefeld

Das treibt mich an:
Meinen Mitgliedern in unseren Runden echten Nutzen zu schaffen und zu unterstützen, dass sie Ihre persönlichen und unternehmerischen Ziele erreichen.

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:
Zeit mit meinen Töchtern zu verbringen, in der Gartenarbeit meinen körperlichen Ausgleich zu schaffen und zur Jagd zu gehen.

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Die Dynamik und der Austausch in unseren Boards. Der Umgang mit unterschiedlichen Menschen.

Darauf kann ich verzichten:
Besserwisser und Ignoranten.

Kaffee oder Tee?
Cappuccino und ab und an auch einen Espresso. Im Winter auch gerne mal einen Earl Grey.

Film oder Buch?
Beides! Ich lese sehr gerne und dann auch abwechslungsreich. Krimis, Geschichtsromane, Jagderzählungen und auch Bücher zum Thema 3.Reich. Außerdem auch gerne Literatur die mir von bestimmten Menschen empfohlen wird.
Filme gerne, TV immer seltener, wenn dann die öffentlich-rechtlichen Sender.

Frühaufsteher oder Nachteule?
Eher Frühaufsteher und mitunter auch Nachteule.