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Koffer packen wie die Profis

Hier ein paar praktische Reisetipps, bevor der TAB Blog in die Sommerpause geht. Wer kennt diese Frage nicht nicht – egal ob Urlaubs- oder Geschäftsreise: wie bekomme ich die Dinge so verpackt, das diese nicht verrutschen und auch nicht zerknittert aus dem Koffer kommen? Und wie packe ich so, dass ich auf keinen Fall ein zweites Gepäckstück benötige? 

Egal wie sorgfältig ein Hemd oder ein Shirt zusammengelegt wird, es kommt doch immer zerknittert aus dem Koffer.Sofern man mit dem Auto reist, hängt man diese Kleidungsstücke mit einem Kleiderbügel ins Auto. Aber was ist die beste Lösung, wenn man mit Bus, Bahn oder Flugzeug unterwegs ist?

Über einige Jahre hinweg war ich sehr regelmäßig auf zwei bis drei Tagesreisen mit der Bahn oder dem Flugzeug unterwegs. Und tatsächlich gibt’s eine – wie ich finde – echt witzige Möglichkeit, Kleidungsstücke so in den Koffer zu packen, dass diese weder verrutschen noch
zerknittert aus dem Koffer kommen.

Rollen

Ja, man kann T-Shirts Hemden oder Hosen wirklich prima zusammenrollen. Kleiner Tipp: Beim Hemd die Knöpfe nach außen legen, dann ist die Vorderseite anschließend tip-top. Und ein guter Platz für Socken oder Unterwäsche sind übrigens die Schuhe.

Probieren Sie es einfach mal aus. Gar nicht so schwierig. Und eine echt angenehme Überraschung, wenn man seine Kleidungsstücke nach dem Auspacken nicht bügeln muss. Noch mehr Anregungen dazu hält die Infografik von Expedia dazu bereit!

In diesem Sinne: eine erholsame Sommerzeit, schöne Eindrücke, wo auch immer Sie sich befinden und wenig “zerknitterte” Momente!

Autor: Frank Schatz

Unternehmer in Göppingen treffen sich regelmäßig in den TAB Unternehmerboards von Frank Schatz, der gleichzeitig das Gesicht von TAB in Bayern und Hessen ist. 

Kofferpacken-Infografi expedia

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Christoph Bauer, TAB Österreich im Portrait

Lernen Sie Christoph Bauer, Lizenzpartner für TAB in Österreich und in der Schweiz, in einem Kurzportrait persönlich kennen. In seinem Blogbeitrag geht es darum, was etablierte Unternehmen von Erfolgsrezepten der Start-Up Szene lernen können. 

13417032_10154889754107977_7450294127495101205_o-2Christoph Bauer, Jahrgang 1982, studierte an der Vienna Business School und an der Wirtschaftsuniversität Wien. Der Drang zur Selbstständigkeit und Wunsch nach dem Aufbau eines eigenen Unternehmens, ließ ihn bereits 2004 seine erste eigene Firma im Bereich Event & Catering gründen. 10 Jahre später war LUX & LAURIS einer der führenden Event-Cateringspezialisten in Österreich. Zu diesem Zeitpunkt verkaufte Christoph Bauer das Unternehmen, gründete und führte zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreich parallel dazu weitere Lokale und Eventlocations in den Jahren 2010-2014. Seit 2014 nutzt Christoph Bauer seine unternehmerischen Erfahrungen als Start Up Investor und Berater für mehrere Firmen und Beteiligungen. Sein umfangreiches Know-how für schlagkräftige und marktfähige Geschäftsmodelle sowie die Konzeption der dahinter liegenden strategischen Unternehmenskonzepte, sind seine größten Stärken.

Funktion:
Unternehmer und Lizenzpartner für die Region TAB-Österreich und Schweiz.
TAB-zertifizierter Moderator & Coach.
Gründer und Geschäftsführer einer Event- und Gastronomiegruppe, Business Angel.

Meine Lieblingstätigkeit im Unternehmen:
Chancenverwertung.
Finden und umsetzen von positiven Herausforderungen für ein Unternehmen,
Entwicklung aktiv gestalten.

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:
Interessante Menschen kennenlernen, Sport, Reisen

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Täglich ein Stück weiter zu gehen: Veränderung selbst zu gestalten und Feedback vom Markt auf die eigenen Entscheidungen zu erhalten.

Darauf kann ich verzichten:
Administration. Da bin ich dankbar, die beste Unterstützung an meiner Seite zu haben. :-)

Mein Motto:
The sky is the limit.

Diese Person(en) würde ich gern persönlich kennen lernen:
Bono, Elon Musk, Peter Thiel

Kaffee oder Tee?
Kaffee

Film oder Buch?
Buch

Frühaufsteher oder Nachteule?
Nachteule.

 

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Was Unternehmer von Startup-Gründern lernen können

Etablierte Unternehmen sind komplex: ihre Strukturen und Hierarchien, ihre Arbeitsabläufe und ihre Verhaltensweisen. Genau diese Faktoren sind es auch, die Unternehmen träge machen. Zeit für eine Verjüngungskur nach dem Vorbild der boomenden Gründerszene!

Image courtesy of renjith krishnan at FreeDigitalPhotos.net

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Um als Startup zu gelten, muss ein maximal 5 Jahre altes Jungunternehmen innovativ sein – und der Erfolg skalierbar; das heißt, die Gründer müssen innovativ und unternehmerisch sein. Das sah schon der Management-Pionier Peter Drucker so: Was wir brauchen, ist nicht nur eine unternehmerisch orientierte Wirtschaft, sondern eine Unternehmergesellschaft, bei der Innovationskraft und Unternehmergeist Hand in Hand gehen. Zwei Faktoren also, die im Laufe eines Unternehmens schon nach einigen Jahren dem Alltagsgeschäft weichen. Etablierte Unternehmer versuchen viel mehr, neue Technologien zur Steigerung ihres Profits aus dem bestehenden Geschäft zu nutzen, als ihr Geschäft selbst zu verjüngen.

Um genau diesen Fehler wieder zu korrigieren, muss man nur wissen, was die jungen Gründer denn so anders machen als die „alten Hasen“:

Vermeiden von hoher Komplexität und unnötigen Kosten:

Startups müssen in der Regel mit einem sehr beschränkten Budget auskommen. Alles, was nicht unmittelbar oder innerhalb eines relativ kurzen Zeithorizonts mittelbar auf den Unternehmenserfolg abzielt, ist unnötig. Fokussieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft – die Leistungen, für die Ihre Kunden Geld bezahlen. Finden Sie unnötige Kostenfaktoren?

Innovative Jungunternehmen sind schnell und agil

Und das nicht nur aufgrund der üblicherweise sehr geringen Mitarbeiterzahl, sondern vielmehr, weil sie kaum bürokratische Strukturen aufweisen. Genau zugewiesene Verantwortungsbereiche ermöglichen schnelle Entscheidungsprozesse und sorgen dafür, dass nicht nur die Führungsebene, sondern auch die Mitarbeiter selbst unternehmerisch denken und handeln.

Die „Kultur des Scheiterns“

Diese wurde in den letzten Jahren direkt aus dem Silicon Valley in die heimische Startup-Szene importiert. Unternehmerische Newcomer erholen sich schnell von Fehlschlägen, weil sie diese bereits einkalkulieren und schneller lernen. Auch als etablierter Unternehmer kennen Sie Fehler und die Schwierigkeiten im Umgang mit ihnen. Denken Sie an Fehler, die bereits gemacht wurden und wie Sie damit zurechtkamen. Welche Strategien zur Fehlerbehebung haben Sie gewählt? Welche zur weiteren Fehlervermeidung?

Startup-Gründer sehen sich selbst als „digitale Nomaden“

Dank Laptop, Smartphone und webbasierten Tools können Sie – WLAN vorausgesetzt – überall auf der Welt arbeiten und vor allem zusammenarbeiten. Auch, wenn sie über ein eigenes Office verfügen, sind sie meist unterwegs, nahe am Kunden und reagieren flexibel auf neue Anforderungen. Auch Ihre Führungskräfte müssen nicht immer von der Unternehmenszentrale aus arbeiten, sondern können mit Tools, die das mobile Arbeiten erleichtern, Extrawege und komplexe Abstimmungsmechanismen vermeiden.

Für jedes Unternehmen gibt es andere Ansatzpunkte zur Verjüngen. Für alle gilt jedoch: Auch in Ihrem Unternehmen stecken noch die Innovationskraft und der Unternehmergeist eines Startups!

Autor: Christoph Bauer, TAB Austria

TAB Austria ist ein Netzwerk lokaler und regionaler Unternehmer aus verschiedenen Branchen, die gemeinsam als ein persönliches „Advisory Board” zur Verfügung stehen. Sie werden von Christoph Bauer und seinem Team moderiert und geleitet.

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Das ist Ihr Unternehmen OHNE den Chef wert

Die meisten kleinen Unternehmen sind extrem abhängig von der Präsenz des Inhabers. Er bestimmt den Drive, die Abläufe, die Produkte……..Mal angenommen, Sie als Geschäftsführer oder Inhaber eines kleinen Unternehmens würden aus dem Büro gehen und die nächsten vier Wochen nicht wieder kommen.

Wie würde es weitergehen…..

  • Mit Ihrem Vertrieb und Ihren Umsätzen?
  • Mit der Produktion und Auslieferung?
  • Mit Ihren Kundenbeziehungen?
  • Und was würde das größte Problem sein, wenn Sie – natürlich braungebrannt und gutgelaunt – nach vier Wochen zurückkämen?

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Idealerweise würden die Antworten auf die Fragen jedes Mal „es gäbe kein Problem“ lauten.

Wie wir aber alle wissen, leben wir nicht in einer perfekten Welt. Also, gehen wir davon aus, dass Sie ein Unternehmen führen, dessen Erfolg zum Großteil von Ihnen abhängt – wie könnten Sie den Vier-Wochen-Test überhaupt machen?

Der Vier-Wochen-Test

Stellen Sie sich einfach die Situation vor, dass Sie irgendwann eh gehen müssen – sei es, weil Sie das Unternehmen verkaufen wollen und dann das Unternehmen und nicht Sie attraktiv sein sollen. Jetzt wird es auf Ihr Team ankommen. Auf all die Menschen, die dableiben, während Sie Ihren Vier-Wochen-Test antreten.

Die besten in die erste Reihe

Vergessen Sie nicht die wesentliche Voraussetzung, damit Ihr Team während Ihrer Abwesenheit alles bestens managt: Ganz einfach – an die vordersten Plätze gehören nur die besten Leute. Konkret heißt das: Entscheiden Sie sich niemals für den Besten aus einer Ansammlung nur halbguter Bewerber. Also auf keinen Fall nach dem Prinzip „Unter den Blinden ist der Einäugige König“. Lassen Sie stattdessen nicht locker, bis Sie Ihren „Mr. Right“ gefunden haben.

Motivation ist durch Vertrauen

Angenommen, Sie haben die richtigen Leute gefunden und eingestellt – motivieren Sie sie! Natürlich bedeutet das u.a. auch, gutes Gehalt zu zahlen oder vielleicht mit Unternehmensanteilen langfristige Perspektiven zu bieten. Aber viel wichtiger all dies alles wird sein, Ihren Mitarbeitern Vertrauen entgegen zu bringend.Denken Sie dabei an Kinder die beginnnen ohne Ihre Eltern eigene Entscheidungen zu treffen und dabei dennoch auf die Unterstützung der Eltern angewiesen sind. Dieses Loslassen ist ein Prozess, aber die Voraussetzung zu selbständigem Handeln. „Unterstützung” ist damit der springende Punkt. Ihre Mitarbeiter müssen selbständig Entscheidungen fällen können und Sie sollten Sie auch dann unterstützen, wenn Sie nicht hundertprozentig mit allem einverstanden sind. Hier brauchen Sie vor allem Vertrauen und die Fähigkeit, loszulassen! Ihre Fähigkeit, Aufgaben zu delegieren, geht also mit „Vertrauen und loslassen“ Hand in Hand.

Ihre Führungsqualität bestimmt auch Ihre Work-Life-Balance

Letztlich ist es diese Führungsqualität, die Ihre eigene Work-Life-Balance als Unternehmer bestimmen wird. Wählen Sie die richtigen Mitarbeiter aus, motivieren Sie sie nach Kräften und vertrauen Sie ihnen. Sie werden erstaunt sein, was diese dann alles erreichen können – manchmal sogar noch mehr, wenn Sie nicht anwesend sind. Denn dann können sich Leute beweisen, Verantwortung übernehmen und sich Dinge zutrauen, die sie nie tun würden, wenn Sie vor Ort wären.

Und wer weiß – vielleicht schlagen Ihnen Ihre Mitarbeiter irgendwann vor, doch einfach mal vier Wochen zu verreisen…….

Autoren: Ariane Bödecker und Ed Reid, The Alternative Board York

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Dies sind die Zeitfallen von KMU

Eine Umfrage unter Inhabern und Geschäftsführern kleinerer und mittlerer Unternehmen in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland und Neuseeland  – alles Mitglieder in TAB-Unternehmerboards – hat interessante Ergebnisse gebracht. Die wollen wir Ihnen heute vorstellen. Jetzt werden Sie denken: “Naja, Unternehmer in anderen Ländern ticken ja eh anders als wir deutschen”.

Unternehmer treiben ähnliche Sachen um

Bei TAB machen wir allerdings immer wieder die Erfahrung, dass es genau die gleichen Dinge sind, die Unternehmer antreiben und sie motivieren – egal ob sie in den USA, England, Australien, Irland oder Deutschland selbständig sind. Gleichzeitig sind es so gut wie die gleichen Knackpunkte, die Unternehmer rund um den Globus nachts den Schlaf rauben.

Also – einfach mal auf die Zahlen einlassen und am Ende gern Ihre persönliche Sichtweise kommentieren!

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 Was machen Unternehmer mit ihrer Zeit?

Die Umfrage richtete sich an 323 Unternehmer von KMU. Im Focus stand sowohl die Frage, wie Unternehmer mit ihrem Zeitbudget umgehen, wo die meisten zeitliche Probleme bekommen, als auch wie sie diese konkret angehen.

Länger als gewünscht ist die Regel

Unternehmer arbeiten in der Regel immer länger, als sie sich vorgenommen haben. Die durchschnittliche Arbeitswoche ist 49,4 Stunden lang. Die meisten Inhaber fänden jedoch gut 40 Stunden ausreichend.

Viel Zeit im Tagesgeschäft

Der Großteil der unternehmerischen Arbeitszeit geht in das Tagesgeschäft. Alles, was mit strategischen Aufgaben zu tun hat, die zu mehr Wachstum, Rentabilität und Zufriedenheit führen, macht lediglich 32% der eingesetzten Zeit aus. Dem gegenüber würden 73% der Befragten den Großteil ihrer Zeit auf diese Aufgaben verwenden.

Zeitfresser E-Mails und Internet

Fast ein Drittel der eingesetzten Zeit wird beim Bearbeiten von E-Mails und Aktivitäten im Internet genutzt. Dagegen benötigt die Kommunikation mit Mitarbeitern nur 25% und der Umgang mit Kunden nur 21% der verfügbaren Zeit.

– Die Bereiche, in denen laut der Antworten der Befragten die meiste Zeit verschwendet wird, sind E-Mails und administrative Aufgaben.
– Große Unzufriedenheit entsteht durch ungeplante Anrufe oder Gespräche (33%), auf Informationen warten (22%) oder persönliche Belange (16%).

Wo möchten Sie produktiver werden?

TAB fragte Unternehmer auf einer Skala von eins (nicht wichtig) bis zehn (sehr wichtig), in welchen Arbeitsbereichen sie sich verbessern möchten, um produktiver zu werden. In der folgenden Liste sind die Antworten aufgeführt, die höher als 8 legen – also wichtig bis sehr wichtig:

– Wirklich dringende Dinge vollständig erledigen können: 77%
– Ziele von Mitarbeitern konsequent einfordern: 68%
– Mehr Zeit in den Ausbau unternehmerischer Fähigkeiten stecken: 59%
– Administrative Abläufe delegieren: 56%
– Nicht mehr für „lau“ arbeiten: 44%
– Es nicht zulassen, dass Mitarbeiter ihrer Aufgaben zurück an den Chef delegieren: 41%
– Mehr Zeit außerhalb des Unternehmens verbringen: 41%

Was würde Zeit ersparen?

Unternehmer gehen davon aus, dass sie viel produktiver sein könnten, wenn sie
– Weniger Ablenkung hätten: 45%
– Ein System monatlicher, wöchentlicher, täglicher To-Do-Listen implementieren würden: 45%
– Auf Grundlage eines strategischen Plans handeln würden: 19%

Was würden Unternehmer mit der gewonnenen Zeit anfangen?

Wenn einige dieser Optimierungen gelängen, würden Unternehmer ihre so gewonnene Zeit in folgende Bereiche investieren:
– Marketing / Öffentlichkeitsarbeit / Vertrieb: 32%
– Strategische Unternehmensplanung: 24%
– Produktentwicklung: 15%
– Aufbau strategischer Partnerschaften: 11%

TAB-Mitglieder sind zufriedener

Unternehmer, die TAB-Mitglieder sind, verbringen – im Gegensatz zu Unternehmern, die keine TAB-Mitglieder sind – mehr Zeit außerhalb des Alltagsgeschäfts, mehr Zeit mit Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und nutzen vermehrt gezielte strategische Unternehmensplanung.

Profil der Teilnehmer dieser Umfrage:

– 90% der befragten Unternehmer führen ihr Unternehmen acht Jahre und länger.
– 42% der Befragten haben zwischen 2 und 9 Mitarbeiter, 38% haben zwischen 10 und 49 Mitarbeiter.

Teilen Sie diese Erfahrungen, was Ihr eigenes Zeitbudget und Ihr Zeitmanagement angeht? Wie würden Sie freigewordene Stunden verwenden? Ihre Kommentare sind herzlich willkommen!

Autorin: Ariane Bödecker

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Industrie 4.0: Drei wichtige Hausaufgaben für Unternehmer

Worauf muss beim Thema Industrie 4.0 geachtet werden? Unter diesem Begriff wird die Vernetzung von Produktionsanlagen mit Informations- und Kommunikationstechnik, wie dem Internet, entlang gesamter Prozessketten – also vom Lieferanten über die Produktion bis zum Absatz -zusammengefasst.

Image courtesy of mapichai at FreeDigitalPhotos.net

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Der Nutzen von Industrie 4.0

Produktionsprozesse können flexibler und maßgeschneidert nach Kundenwünschen gestaltet werden. Im Idealfall „fließen“ Informationen dann verzögerungsfrei und unternehmensübergreifend über alle Stationen eines Prozesses.

Dabei verlangen drei Themen die besondere Aufmerksamkeit des Unternehmers:

1. Technische Infrastrukturen anpassen

Unternehmer müssen entscheiden, welche unterschiedlichen Infrastrukturen, Hardware und Software für welche Tätigkeiten überhaupt in Frage kommen und welche Vorteile sie Kunden und Unternehmen bieten. Außerdem ist zu klären, wie sich Unternehmen in die verschiedenen Prozesse zwischen Lieferanten und Abnehmern „einklinken“ können, denn auch diese Systeme müssen miteinander kommunizieren können. Diese Standards zeichnen sich gegenwärtig noch nicht klar ab. Bei den Investitionen in Informationstechnologie und -systeme werden Messgrößen wie Bandbreiten, Übertragungsraten und Hochverfügbarkeit sowie zuverlässige Datennetze wettbewerbsentscheidend werden.

2. Arbeitsorganisation überprüfen

Noch ist nicht klar erkennbar, welche Auswirkungen die Substitution menschlicher Arbeitskraft durch intelligent vernetzte Rechner und Roboter auf Beschäftigung haben wird. Die Relevanz von Lohnstückkosten, insbesondere im produzierenden Gewerbe, wird höchstwahrscheinlich abnehmen, denn niedrig qualifizierte Arbeit wird weiter durch Technologie ersetzt werden. Arbeit wird dennoch nicht überflüssig, sie wird nur anders organisiert werden und andere Inhalte erhalten. Drahtlose Kommunikation innerhalb einer Produktionskette erfordert nicht zwangsläufig die Anwesenheit von Spezialisten zu festen Zeiten. Im Gegenteil, zeitlich flexible Spezialisten reagieren auf Kundenanforderungen und rüsten Prozessketten kurzfristig um. Das bedeutet, dass Arbeitszeitmodelle und -regelungen verändert werden können. Zusätzlich zu einem Stamm festangestellter Mitarbeiter wird zeitlich befristete Projektarbeit durch Externe zunehmen. Mitarbeiter mit Wissen in Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Technikkenntnissen werden weiter verstärkt gesucht werden.

Überlegen Sie als Unternehmer rechtzeitig,
– welche Arten von Arbeit zukünftig gebraucht werden,
– welche Arbeitsorganisation notwendig ist und
– welche neue Fähigkeiten – auch des Unternehmers – beschafft oder erlernt werden müssen.

3. IT-Sicherheit an Priorität 1 stellen

Deutsche Unternehmen sind mit dem Kampf gegen Plagiate und Marken- sowie Produktpiraterie vertraut. In der Industrie 4.0 kommt eine neue Dimension hinzu: Cyber-Angreifer haben es nicht nur auf den Diebstahl von Daten und Informationen abgesehen, sie wollen vielfach auch Prozesse stören oder Unternehmen lahmlegen. Unternehmer müssen daher  zukünftig verstärkt ihr Augenmerk auf IT- und Datensicherheit richten, um Überraschungen in vernetzten Systemen vorzubeugen. Der damit verbundene Aufwand wird oft als lästig empfunden. Clevere Unternehmer sind sich der Risiken bewusst und suchen das Gespräch mit dem BSI, Hochschulen oder Computer Clubs, die über hinreichende Kenntnisse verfügen, um ihre Prozesse nachhaltig abzusichern.

Viele Vorteile für Unternehmer durch Industrie 4.0

Für Unternehmer steht jedenfalls fest, dass Industrie 4.0 viele Vorteile bietet, die jedoch vertiefte IT- und Prozesskenntnisse erfordern. Diese Kenntnisse lassen sich nur zum Teil delegieren oder fremdvergeben. Hier ist der Unternehmer gefordert, sich auf Industrie 4.0 gezielt vorzubereiten, um insbesondere auf die drei aufgeworfenen Problemstellungen adäquat antworten zu können. Allzu langes Zögern jedoch hilft nicht, gehandelt werden muss jetzt!

Gastautor: Michael Beckmann
Michael Beckmann ist selbständiger Consultant und Coach in Frankfurt/Main.

Viele dieser Knackpunkte, die das Thema Industrie 4.0 beinhalten, sind regelmäßig Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer kleinerer und mittelständischer Unternehmen einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

 

 

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Abwerbung von Mitarbeitern – Do’s & Don’ts

Viele Arbeitgeber verzweifeln am Arbeitsmarkt, wenn sich einfach keine geeigneten Bewerber finden. Wenn die geeigneten Mitarbeiter* nicht auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind, da sie einen Job haben – was tun? Das Abwerben von Mitbewerbern ist da ein (oft letztes) Mittel der Wahl. Was gibt es dabei zu beachten?

Image courtesy of hywards at FreeDigitalPhotos.net

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Was Du nicht willst, was man Dir tu……

Grundsätzlich ist die Abwerbung erlaubt, da ein freier Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt gilt. Es gibt natürlich auch sogenannte “No-Gos”, wie z.B. die Abwerbung mehrerer Mitarbeiter eines Konkurrenten zur gleichen Zeit, um diesen zu schädigen. Oder den Versuch, den potentiellen Mitarbeiter zu überreden, ohne Beachtung seiner Kündigungsfrist bei Ihnen anzufangen.
Auch längere Telefonate mit Mitarbeitern in der Firma sind kritisch, da deren Arbeitgeber dies untersagen kann – es ist ja von ihm bezahlte Arbeitszeit.

Wenn Sie also Dinge vorhaben, die Sie selbst empören würden, wenn ein Mitbewerber das bei Ihnen machen würde, sprechen Sie bitte vorher mit einem Rechtsanwalt.

In diesem Beitrag möchte ich die gängigen Wege zur Mitarbeiterwerbung ausführen.

Welches Unternehmen kommt in Frage?

Starten Sie mit einer Stoffsammlung, wo Sie diesen Bewerber finden könnten: bei welchen Mitbewerbern, innerhalb welches Branchenfokus, wen kennen Sie schon persönlich, der zu Ihnen passen könnte?

Treffen Sie dann die Entscheidung, ob Sie das selbst oder durch einen Profi („Personalberater“, „Headhunter“) machen lassen wollen. Wenn Sie keine Eile und die notwendige zeitliche Kapazität für die Suche haben, dann empfehle ich die folgenden Wege. Diese funktionieren und haben sich bewährt:

Mitarbeiterempfehlungen

Wie Ihre Mitarbeiter Sie bei der Suche nach neuen Kollegen gezielt unterstützen können, habe ich in diesem Blog im Dezember 2014 beschrieben. Sie finden den Beitrag „Mitarbeiter werben Mitarbeiter – warum nicht?“ hier.

Suche über Xing und LinkedIn

Xing (sowie andere Netzwerke wie LinkedIn und weitere branchen- bzw. tätigkeitsbezogene Netzwerke): Bei Xing sollten Sie die Funktion „Erweiterte Suche“ nutzen: dort können Sie Suchbegriffe zu Position, Branche, Ort, Tätigkeitsfeld etc., eingeben. Im Ergebnis bekommen Sie eine Fülle in diesem Netzwerk registrierter Personen, die Sie dann einzeln durchgehen und bei Interesse kontaktieren können. Vernetzen Sie sich und lernen sich kennen. Weiterhin gibt es in diesen Netzwerken viele fach- bzw. interessenbezogene Gruppen, denen Sie beitreten können und in denen man in passende Kontakte kennenlernen kann.

Personalsuchmaschinen

Komfortabel sind spezielle Suchmaschinen wie Talentwunder, die für Sie gegen Gebühr aus vielen Netzwerken (auch Xing) die passenden Kontakte filtern

Lebenslaufdatenbanken

Sie können auch gegen Gebühr Lebenslaufdatenbanken wie z.B. Karrieresprung nutzen. Vorteil ist natürlich, wer sich hier registriert, will einen Arbeitgeberwechsel.

Der Klassiker: Messebesuche & Absolventenkongresse

Seien Sie auf den Messen und Kongressen präsent, wo sich Ihre potentiellen Mitarbeiter finden lassen: so manches Gespräch an Ihrem Messestand oder dem der Mitbewerber bringt interessante persönliche Kontakte und führt zu Neueinstellungen.

In einem meiner nächsten Blogs erläutere ich Ihnen, wie Sie den richtigen Personalberater finden, wenn Sie diese Suche nicht selbst durchführen wollen.

*männlich/weiblich Formulierung

Autor: Ralf Mathiesen, TAB Berlin
Die TAB-Unternehmerboards in Berlin werden von Ralf Mathiesen moderiert. Hier treffen sich Inhaber und Geschäftsführer von kleinen und mittelständischen Unternehmen einmal im Monat, um Lösungen für die aktuellen Knackpunkte ihres unternehmerischen Alltags in einer vertraulichen Atmosphäre gemeinsam zu entwickeln.

Wie man gute Mitarbeiter findet, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer kleinerer und mittelständischer Unternehmen einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

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Martin Egger, TAB Österreich im Portrait

Lernen Sie Martin Egger, Lizenzpartner für TAB in Österreich und in der Schweiz, in einem Kurzportrait persönlich kennen. In seinem Blogbeitrag geht es um effektive Kommunikation innerhalb des Unternehmens. 

Martin Egger-großMartin Egger wurde in Friesach/Kärnten geboren. Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung und anschließendem Agrarmarketing Studium absolvierte er die Ausbildung zum „Akademisch geprüften Werbekaufmann“ an der WU Wien. Parallel zum Studium gründete er eine Event-Agentur; 2003 implementierte er eine Full-Service Kommunikationsagentur (www.lautstark.com) mit Sitz in Wien, die sich auf den Bereich Automotive spezialisiert. Angetrieben von der Idee,  Know-how, Netzwerk und Erfahrung des Unternehmerseins weiterzugeben und damit neue Unternehmen und Projekte zu unterstützen, engagiert er sich seit 2011 in zunehmender Intensität als Business Angel. Hier ist er immer wieder operativ in den Bereichen Marketing, Kommunikation, Strategie und Finanzierung involviert. Seine Mitarbeiter und Partner schätzen die ihm typische Gelassenheit und Freundlichkeit, mit der Martin Egger die täglichen Herausforderungen gerne annimmt.

Funktion:
Unternehmer und Lizenzpartner für die Region TAB-Österreich und Schweiz. TAB-zertifizierter Moderator & Coach. Gründer und Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur, Business Angel.

Meine Lieblingstätigkeit im Unternehmen:
Business Development! Das starten eines neuen Projektes, einer neuen Idee, diese Aufbruchstimmung und positive Energie eines Starts – das macht Spass!

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:
Leute treffen, deren Challenges als Unternehmer erfahren;
Ideen geben;
Mit anderen UnternehmerInnen vernetzen und sehen wie daraus etwas Größeres entstehen kann!

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Immer wieder neu zu starten und sehen, dass man seine eigenen Ziele oder die Ziele seiner Partner erreichen kann!
Menschen bei der Umsetzung ihrer Ideen helfen und ein Stück zum Erfolg beizutragen!

Darauf kann ich verzichten:
Administration und Buchhaltung – da vertraue ich lieber auf Personen, mit mit mehr Herz dabei sind und großartige Arbeit leisten!

Mein Motto:
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!

Diese Person(en) würde ich gern persönlich kennen lernen:
Michael Gerber (Autor von „The E-Myth“), Richard Branson, Elon Musk

Kaffee oder Tee?
Kaffee

Film oder Buch?
Film

Frühaufsteher oder Nachteule?
Nachteule – Man könnte wohl sagen, dass ich eher ein Morgenmuffel bin ;-)

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Interne Kommunikation: Mit den Mitarbeitern am selben Strang ziehen

In Österreich sagt man „Durch’s Reden kommen d’Leut’ zam“. Auf Hochdeutsch: Nur wer mit seinen Mitarbeitern spricht, kann sicherstellen, dass alle auf die gemeinsamen Ziele hinarbeiten.

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In vielen Unternehmen fehlt das Bewusstsein für den Einfluss der internen
Kommunikation auf den Unternehmenserfolg. Dabei stellt Sie als Unternehmer auch ein kleiner Mitarbeiter-Stab vor kommunikative Herausforderungen. Im TAB-Unternehmerboard können Sie offen über ihre „Knackpunkte“ sprechen und erhalten wertvolle Tipps anderer Unternehmer. Wie zum Beispiel diese fünf:

1. Kommunizieren Sie:

Mitarbeiter über die Themen zu informieren, die für sie relevant sind, ist eine wichtige Aufgabe. Durch die kontinuierliche Information fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt und Sie laufen nicht Gefahr, dass Gerüchte entstehen.

2. Auf Augenhöhe begegnen:

Kommunizieren Sie nicht „von oben herab“, sondern pflegen Sie einen wertschätzenden Kommunikationsstil und sichern Sie sich so die Loyalität Ihrer Mitarbeiter. Wichtig ist hierbei, die Balance zu finden: Bleiben Sie auch in der offenen Kommunikation der Vorgesetzte.

3. Dialoge führen:

Kommunikation im Unternehmen ist keine Einbahnstraße. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Stellung zu beziehen und Feedback zu geben – von dem Sie profitieren. Schaffen Sie geeignete Strukturen, die den Kommunikationsfluss erleichtern und institutionalisieren.

4. Richtige Informationskanäle:

Wählen Sie die Form und die richtigen Tools der Kommunikation, welche am besten zur jeweiligen Situation passen: digital per Mail, persönlich im Vieraugengespräch oder über eine formales Informationsschreiben.

5. Anerkennung aussprechen:

Mitarbeiter wollen nicht nur über Aktuelles informiert werden, sondern auch Anerkennung und Wertschätzung vermittelt bekommen. Das erfordert kaum Aufwand, trägt erfahrungsgemäß aber viel zur Motivation bei.

Autor: Martin Egger, TAB Austria

TAB Austria ist ein Netzwerk lokaler und regionaler Unternehmer aus verschiedenen Branchen, die gemeinsam als ein persönliches „Advisory Board” zur Verfügung stehen. Sie werden von Martin Egger und seinem Team moderiert und geleitet.

Die richtige Art, mit Mitarbeitern zu kommunizieren, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer kleinerer und mittelständischer Unternehmen einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

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China: eine realistische Chance für KMU?

China ist schon jetzt die treibende Kraft der Weltwirtschaft. Nach wie vor scheuen viele deutsche Unternehmen den Schritt, in China aktiv zu werden. Doch Gründe für die Skepsis sind überschaubar. Dieser Blogeintrag zeigt die Chancen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in China auf.

Image courtesy of sheelamohan at FreeDigitalPhotos.net

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Unternehmensstandort Nr. 1: Chinas Ostküste

Spricht man von China als Investitionsstandort, muss man das Land differenziert betrachten. China ist ein sehr großes Land und es ist hauptsächlich die Ostküste mit seinen großen Städten wie Beijing, Tianjin, Tsingtao, Shanghai, Nanjing, Hangzhou, Wenzhou, Hong Kong, Shenzhen, Guangzhou, die für deutsche Unternehmen als Standort in Frage kommt. Die Kosten wie Arbeitskraft, Miete und Grundstücke variieren an der Ostküste stark. Man findet in den großen Metropolen kaum mehr Bauland zu einem vernünftigen Preis. Jedoch sind viele Regionen der Ostküste mittlerweile gut ausgebaut, und es lohnt außerhalb der großen Metropolen nach Standorten zu suchen. Die gesamte Ostküste bietet eine gute Infrastruktur mit vielen Zulieferern, Transportwegen und schnellen Anbindungen und der Ausbau schreitet, wie für China üblich, mit schnellen Schritten voran.

Jede Region hat ihre Branche

So wie man es aus Deutschland kennt, gibt es auch in China Regionen wo sich bestimmte Industrien angesiedelt haben. Jeder Industriezweig hat sich in verschiedenen Regionen entwickelt, so ist z.B. die Automobilbranche rund um Schanghai anzutreffen, Halbleiter in Suzhou, IT in Hangzhou, Textilien in Guangzhou etc. Deutsche Unternehmen, die in China etwas aufbauen möchten, können sich entsprechend nach ihren Bedürfnissen orientieren. Ist man auf Zulieferer angewiesen, ist es vorteilhaft wenn diese in unmittelbarer Nähe liegen und schnell erreichbar sind.

Geistiges Eigentum genau regeln

Geistiges Eigentum wird von chinesischen Firmen anders behandelt als im Westen. Eine chinesische Fabrik wird immer einen Anspruch auf das geistige Eigentum des Auftraggebers beanspruchen, sofern sie  am Entwicklungsprozess des Produktes teilnimmt. Je mehr der chinesische Partner an dem Projekt arbeitet desto höher wird deren Anspruch an der Teilhabe des Produktes sein . Entscheidend sind natürlich in diesem Zusammenhang die Verträge, die man mit den chinesischen Partner eingeht. Dennoch sollte man wissen, dass ein Joint Venture mit einem chinesischen Unternehmen wie eine Eheschließung anzusehen ist.

Tai Chi im Geschäftsleben

Die Pflege der persönlichen Beziehung zu den Geschäftspartnern ist ein nicht zu unterschätzender Punkt. Die chinesische Seite ist bestens geschult darauf ihre eigenen Vorteile auszuspielen. Sie nutzt dabei Techniken, die an den chinesischen Kampfsport Tai Chi erinnern. Die Energie des Gegners wird zur Erlangung der eigenen Überlegenheit umgeleitet. Einen Kampf auf fremden Territorium zu führen wird einem, selbst bei kleinen Erfolgen, letztendlich die Kräfte aufzehren. Die Grundhaltung gegenüber seinem Vorhaben oder seiner Strategie sollte man deshalb genau analysieren und seine westliche Brille ablegen bevor man den Schritt nach Asien macht.

Nachhaltigkeit auf Basis von Vertrauen

Ein Grundsatz der vielleicht auf Geschäfte in China mehr zutrifft als überall sonst auf der Welt ist: Nachhaltigkeit auf Basis von Vertrauen. Die Chinesen sind, genau wie deutsche Geschäftsleute, interessiert an nachhaltigem Wirtschaften. Sie werden eine langjährige vertrauensvolle Geschäftsbeziehung gleich bedeutend schätzen, wie wir es im Westen tun. Letztlich bringt ein auf Vertrauen basierendes Wirtschaften eine höhere Rentabilität mit sich, und das wissen gute chinesische Geschäftsleute genau wie wir.

Gastautor: Yannick Dannigo, German Trading & Service Agency Ltd.,  Hong Kong & Jintan, Jiangsu, P.R. China

Expansion in neue Märkte ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer kleinerer und mittelständischer Unternehmen einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

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