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Dr Markus Schotters, TAB Moderator Dresden stellt sich vor

Zeitlebens kreativer wie ausdauernder Aufbauer verfügt Markus Schotters über einen reichen Erfahrungsschatz aus Höhen und Tiefen des Unternehmerdaseins. Er kennt neben Gründung, Wachstum und Unternehmensverkauf auch die andere Seite der Medaille – die Restrukturierung und Insolvenz.

Nach dem Studium der BWL ging er nach Hamburg, wo er als Produktmanager und QM-Beauftragter, später als Leiter Business Development einer Tochtergesellschaft der France Telecom tätig war. 1999 zog es ihn die Elbe aufwärts nach Dresden, um als kaufmännischer Geschäftsführer eine lokale Telekommunikationsgesellschaft aufzubauen und deren Verkauf zu begleiten. 2004 gründete er mit Geschäftspartnern ein Technologie-Unternehmen, dessen Wachstum er als kaufmännischer Geschäftsführer mehr als zehn Jahre mitgestaltet hat.

Markus Schotters lebt und arbeitet als TAB Moderator in Dresden. In seinem aktuellen Blogbeitrag stellt er 5 Schritte vor, wie eine Reklamation die Kundenbindung erhöhen kann.

Lernen Sie Markus Schotters in einem kurzen Steckbrief persönlich kennen

Markus Schotters

Funktion:
Unternehmer, TAB-zertifizierter Moderator & Coach
Diplom-Kaufmann, Promotion (Westfälische-Wilhelmsuniversität Münster)

Das treibt mich an:
Ich möchte Unternehmer in der Region Dresden ermutigen und befähigen, ihre persönliche und unternehmerische Vision zu verwirklichen. Ich möchte TAB Dresden zu einem führenden Anbieter von peer-advisory und Coaching-Dienstleistungen für Unternehmer in der Region machen und ein angesehener Förderer des Lebens- und Wirtschaftsraums Dresden werden.

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:

Ich laufe sehr gerne entlang der Elbe oder in der wunderschönen Dresdner Heide. Dann liebe ich Küche&Keller bei schöner Musik und mit Freunden, genieße das großartige Kulturangebot in Dresden, bin begeisterter Segler und trainiere zusammen mit meiner Frau Standard-Tänze.

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Ich bin begeistert, wie viele interessante Unternehmer es in der Region Dresden gibt und welch kreative und ungeahnte Geschäftsmodelle ich immer wieder kennenlernen kann. Faszinierend finde ich die starke Wirkung, die ein Unternehmerboard im Hinblick auf die Entscheidungsqualität und Unternehmensentwicklung haben kann.

Mein Motto:
Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein (Oliver Cromwell)

Diese Person(en) würde ich gern persönlich kennen lernen:
Joachim Gauck, Magellan, Beethoven, Uwe Ochsenknecht, Keira Knightley, Natalie Portman

Kaffee oder Tee?
vormittags Tee (Darjeeling von der Teekampagne); nachmittags ein guter Kaffee

Film oder Buch?
Im Moment: Film – meine Frau und ich haben Serien entdeckt wie z.B. Outlander
Buch auch sehr gerne aber da habe ich im Moment leider nichts

Frühaufsteher oder Nachteule?
Frühaufsteher (6 Uhr und dann Laufen)

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Wie Sie in 5 Schritten Reklamationen für Kundenbindung nutzen

Wie Sie Reklamation als wertvolle kostenlose Beratung nutzen und gleichzeitig den Kunden enger an Ihr Unternehmen binden – ein Leitfaden für Ihr Service-Team

2017_03_22_Reklamationen_Dr.SchottersBewertungen werden immer relevanter

Wie zufrieden sind Ihre Kunden? Hält Ihre Dienstleistung / Ihr Produkt auch in den Augen Ihrer Kunden das, was Sie versprechen? Die Digitalisierung fördert die Austauschbarkeit von Produkten und Leistungen. Zugleich wird es gnadenlos transparent, wie zufrieden Kunden mit Unternehmen und deren Leistungen sind. Bewertungen und Rezensionen von Unternehmen bei Google My Business, auf Facebook und anderen Plattformen beeinflussen immer mehr Kaufentscheidungen.

Kritischer Erfolgsfaktor: Vertrauen gewinnen und sichern

Vertrauen zu gewinnen, ist ein kritischer Erfolgsfaktor für Unternehmen. Vertrauen zu sichern – insbesondere, wenn es einmal zu einer Beschwerde kommt – umso mehr. Gelingt dies nicht, wird es immer schwieriger, das Vertrauen zurück zu gewinnen. Das Internet vergisst nicht. Viele positive Bewertungen? OK! Viel spannender ist es für einen Kaufinteressenten jedoch zu lesen, warum jemand nur einen Stern gegeben hat. Leider ist es auch hier so, dass „bad news sells“ im Sinne einer attraktiveren Nachricht zutrifft und dass Negatives oft höher gewichtet wird als mehrere positive Bewertungen.

Wie nun professionell mit Kundenbeschwerden umgehen?

Eine gute Erreichbarkeit und eine schnelle Reaktion setze ich einmal voraus. Der Kunde ist also am Telefon oder im Geschäft und ist ggf. sogar emotional aufgeladen. Was tun?

Schritt 1: Danke sagen, …

… dass der Kunde Ihnen seine Reklamation mitteilt – aber bitte ehrlich und authentisch! Warum? Seien Sie dankbar, dass er Sie überhaupt kontaktiert und dass er Ihnen eine Chance gibt, den Fehler wieder gut zu machen. Ein „Danke“ verblüfft – hatte der Kunde doch wahrscheinlich ein „Entschuldigung“ erwartet. Das Unerwartete nimmt erst einmal Dampf aus dem Kessel.

Schritt 2: Mitgefühl äußern, …

… denn der Kunde ist enttäuscht, vielleicht sogar richtig verärgert. Versetzen Sie sich in seine Lage, hören Sie zu und sagen Sie ihm, dass Sie seine Verärgerung gut mitfühlen können.

Schritt 3: Interesse zeigen, …

… und versuchen Sie, das Geschehen nachzuvollziehen. Was ist genau passiert? Was ist der konkrete Grund für die Beschwerde? Das ernsthaftes Interesse am Anderen glättet die Wogen und erhöht seine Nachsicht. Zudem gewinnen Sie nebenbei wertvolle Informationen, Ihre Prozesse und Produkte zu verbessern.

Schritt 4: Erwartungen in Erfahrung bringen, …

… denn das ist der Schlüssel zur Wiedergewinnung des Vertrauens und der Kundenzufriedenheit. Also fragen Sie den Kunden doch einfach, wann die Sache für ihn wieder in Ordnung ist. Die Erwartung wird angesichts des bis dahin gut gelaufenen Gesprächs sicher nicht unerfüllbar sein und Sie werden dem natürlich gerne nachkommen.

Schritt 5: Überraschen, …

… denn das Unerwartete hat das Potential zur Begeisterung und zur Verstärkung der Kundenbindung. Überreichen Sie ein angemessenes kleines Geschenk – wichtig: ohne es anzukündigen! Die Wirkung ist unbezahlbar. Warum sollte Ihr Kunde angesichts dieses Erlebnisses wechseln? Was glauben Sie, wie seine Bewertung trotz der Reklamation ausfallen wird? Wie wertvoll ist seine Rezension über den Service?

Jede Reklamation ist Gold wert

Freuen Sie sich über jede Reklamation! Ein ein richtiger Umgang mit ihr bietet ein enormes Potential, dass Ihre Kunden gute Geschichten über Sie erzählen, dass die Kundenbindung erhöht wird und dass Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen verbessern können.

Autor: Dr. Markus Schotters

Wenn sich Unternehmer in vertraulicher Think-Tank Atmosphäre regelmäßig in den TAB Unternehmerboards in Dresden treffen, ist Dr. Markus Schotters ihr Moderator und geschätzter Ratgeber. Nicht nur, wenn es um Kundenbindung, sondern auch um alle anderen Fragen des Unternehmeralltags geht.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

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Schon wieder eine Krankmeldung? Do’s & Don’ts für Chefs

Jeder Tag, an dem ein Mitarbeiter* krank ist, ist ein finanzieller Verlust für das Unternehmen. Aber viele Mitarbeiter denken, das ist ja nicht so schlimm, wenn sie fehlen, das fällt ja gar nicht auf, da passiert doch nichts, wenn sie nicht da sind….. Rund 10% der Arbeitnehmer* in Deutschland geben zu, gelegentlich blau zu machen (Umfrage Harris Interactive/Glassdoor). Liegen Sie mit der Annahme richtig, dass Ihre Mitarbeiter da nicht dazu gehören und tatsächlich nur dann fehlen, wenn sie wirklich krank sind?

2017_03_15_KrankenstandWenn Sie doch ein paar Zweifel beschleichen, dann lesen Sie gerne weiter: hier meine Tipps zum aktiven Umgang mit diesem Thema.

1. Willkommen zurück!

Als Arbeitgeber haben Sie eine Fürsorgepflicht für Ihre Arbeitnehmer. Es könnte ja sein, dass etwas an den Arbeitsbedingungen den Mitarbeiter arbeitsunfähig gemacht hat oder es sogar ein anzeigepflichtiger Arbeitsunfall war.

>>> Mein Tipp: Der direkte Vorgesetzte sollte deshalb jeden Mitarbeiter nach Rückkehr an den Arbeitsplatz unbedingt kurz ansprechen. Betonen Sie, wie schön es ist, dass es ihm wieder besser geht und versuchen Sie herauszufinden, was die Ursache war. Sprechen Sie durchaus an, wie schade es war, dass der Mitarbeiter gefehlt hat.
Achtung: es geht natürlich nicht um eine für den Mitarbeiter und Sie peinliche Befragung zur Abwesenheit – gerade nicht bei Mitarbeitern, die wirklich krank waren.
Es geht vielmehr um ein kurzes, freundliches Gespräch, das Ihnen hilft, das Fehlen des Mitarbeiters einzuordnen und dem Mitarbeiter das Gefühl zu geben, vermisst worden zu sein.

Informationen aus dem Gespräch festhalten

Notieren Sie sich neben den Fehlzeiten des Mitarbeiters auch die Informationen, die Sie erhalten haben.

2. Wie hoch ist Ihr Krankenstand eigentlich?

Die Krankenkassen veröffentlichen im Internet hilfreiche Statistiken, anhand derer Sie feststellen können, wie der Krankenstand Ihrer Firma für Ihre Branche und nach Mitarbeitergruppen einzuordnen ist – und ob Sie grundsätzlich Handlungsbedarf haben.

>>> Mein Tipp: Werten Sie Ihre Daten zumindest einmal im Jahr insgesamt und je Mitarbeiter aus. Wenn Sie die Krankheitstage monetär bewerten (also z.B. Summe der Krankheitstage aller Mitarbeiter geteilt durch acht Arbeitsstunden multipliziert mit den durchschnittlichen Kosten je Stunde/Mitarbeiter), sehen Sie das finanzielle Potential für Ihre Firma, wenn eine Reduzierung gelingt.

Kennzahlen regelmäßig erfassen

Aus meiner Sicht ist der prozentuale Krankenstand eine sehr wichtige Kennzahl, die es sich lohnt, regelmäßig anzuschauen.

3. Auffällige Mitarbeiter

Wenn einzelne Mitarbeiter öfter krank sind: Achten Sie auf wiederkehrende Auffälligkeiten, wie z.B. Krankmeldung immer direkt nach oder vor dem Wochenende oder im Übergang zum Urlaub oder direkt nach dem Urlaub.

>>> Mein Tipp: Führen Sie dann (wieder im Rahmen Ihrer Fürsorgepflicht) Gespräche mit dem Mitarbeiter. Bieten Sie Unterstützung an – gibt es Probleme im Team, die Sie als Chef lösen können? Gibt es private Probleme?

Auf diese 4 Maßnahmen sollten Sie verzichten….

XX Krankenschein ab Tag 1

Der Arbeitgeber ist ja unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit zu informieren, ab dem dritten Tag ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (ärztliches Attest, besser bekannt als gelber Schein oder Krankenschein) vorzulegen. Es gibt die Möglichkeit, vom Mitarbeiter zu verlangen, bereits ab dem 1. Tag einen Krankenschein vorzulegen. Aus meiner Erfahrung führt das eher dazu, dass der Mitarbeiter sich gleich länger krankschreiben lässt.

XX Krankschreibungen anzweifeln

Zu viel Aufwand, aber eher zu wenig Erfolg führt das Anzweifeln von Krankschreibungen über den Medizinischen Dienst der Krankenkasse.

XX Stalking von Mitarbeitern

Detektive, die Mitarbeiter während der Krankschreibung beobachten sollen, erzeugen naturgemäß hohe Kosten, aber selten wasserdicht verwertbare Beobachtungen, die vor dem Arbeitsgericht Bestand haben.

XX Kündigung wegen Krankheit

Bleibt noch die krankheitsbedingte Kündigung – hier haben die Arbeitsgerichte hohe Hürden gesetzt: der Arbeitnehmer muss einen wesentlichen Teil (ab sechs Wochen/Jahr) der Arbeitszeit gefehlt haben. Sie müssen gesetzliche Vorgaben wie das “Betriebliche Eingliederungsmanagement” nach längerer Fehlzeit nachweisen können und belegen können, dass die Weiterbeschäftigung Ihnen betrieblich nicht zumutbar ist und es braucht eine negative ärztliche Prognose zur Gesundheitsentwicklung des Mitarbeiters…. Gehen Sie eine solche komplexe Aufgabe auf keinen Fall ohne kompetenten rechtlichen Beistand an.

Krankenstand senken – das hilft nachhaltig

Ein gutes Betriebsklima und ein offenes, vertrauensvolles Miteinander im Team und zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern ist Grundvoraussetzung.

>> Nutzen Sie betriebliche Gesundheitsförderung, die ja steuerlich gefördert ist (siehe mein Blog vom 13.12.2016 “7 clevere Arten der Gehaltserhöhung, die Ihre Mitarbeiter und das Finanzamt gut finden”).

>> Seien Sie nah dran am Mitarbeiter und sprechen Sie die Mitarbeiter nach der Krankheit an, wie oben beschrieben.

>> Analysieren Sie den Krankenstand je Mitarbeiter und lassen Sie dann gesunden Menschenverstand walten.

>> Bleiben Sie aktiv in der Kommunikation und handeln Sie, bevor Ihr Team in Mitleidenschaft gezogen wird und Sie dadurch weiteren Krankenstand erzeugen.

Mein Blogbeitrag vom 23.9.2016 („Die Kündigung ist unvermeidlich? So trennen Sie sich mit Fingerspitzengefühl“) kann Ihnen dann nützlich sein, Sie finden ihn rechts im Archiv.

*Es ist immer sowohl die männliche und weibliche Form gemeint und auch die angestellten Führungskräfte gelten als Mitarbeiter.

Autor: Ralf Mathiesen

Als TAB Moderator / Coach ist Ralf Mathiesen durch seine langjährige Erfahrung im Bereich Personalmanagement für die Mitglieder seiner TAB-Unternehmerboards in Berlin-City ein geschätzter Gesprächspartner – und das nicht nur in Personalfragen.  

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Sina Vogt, TAB Moderatorin Rhein-Erft Kreis stellt sich vor

Kommunikation ist der rote Faden in SIna Vogts Berufsleben. Ihre Überzeugung ist, dass bewusste und klare Kommunikation sowohl nach innen und wie auch nach außen wirkt. Bei operativen, strategischen und zwischenmenschlichen Fragestellungen. Für mehr Sicherheit und Erfolg. Das ist ihre Grundlage der Arbeit im TAB-Board, in dem alle Mitglieder vom gegenseitigen Wissen lernen und profitieren. Sina Vogt lebt und arbeitet als TAB Moderatorin im Raum Köln. In ihrem aktuellen Blogbeitrag stellt sie ihre persönlichen vier Tipps zur Selbstmotivation vor. 

Lernen Sie Sina Vogt in einem kurzen Steckbrief persönlich kennen

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Funktion:
Unternehmerin, TAB-zertifizierter Moderator & Coach
Coach, Organisationsentwicklerin (M.A. FH Frankfurt)
Veranstaltungs- und Workshopmoderatorin
Kommunikationstrainerin

Das treibt mich an:
Neugier und die Überzeugung, dass Menschen zu begleiten, die Lösungen für ihren ganz persönlichen Erfolg zu finden und umzusetzen, Sinn macht

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:

Zeit mit Freundinnen und Freunden, Theater spielen, Wandern

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Die Menschen, die ich kennen lerne und ihre Wege zu mehr Erfolg. Und wie sie in Krisen wieder auf Kurs kommen.

Mein Motto:
Erst wenn ich mich akzeptiere wie ich bin, kann ich mich verändern (Carl Rogers)

Diese Person(en) würde ich gern persönlich kennen lernen:
Jodie Foster, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir

Kaffee oder Tee?
Latte Macchiato

Film oder Buch?
Buch!
Meine Higlights 2016: Juli Zeh, „Unterleuten“ und Piper Kerman „Orange is the new black“

Frühaufsteher oder Nachteule?
Nachteule

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Das treibt mich an! 4 persönliche Tipps, wie Sie sich selbst motivieren

Unternehmer und Führungskräfte sind leidenschaftliche Menschen, brennen für ihr Geschäft, ihre Idee – nur so sind sie erfolgreich. Und: Unternehmer und Führungskräfte sind Menschen – und jeder Mensch hat mal keine Lust zu arbeiten. Oder muss Aufgaben erledigen, die ihm ein Gräuel sind. Hier sind meine persönlichen Tipps, wie Sie sich auch in diesen Situationen und Stimmungslagen motivieren können, damit Ihre Leistungsstärke erhalten bleibt:

2017-03_08_SIna Vogt_Das treibt mich an1_Setzen Sie sich bedeutungsvolle Ziele und Herausforderungen

Eindeutige Entscheidung: Wenn Sie etwas tun müssen, dann entscheiden Sie sich bewusst und eindeutig für diese Aufgabe. Ihr Ziel ist bedeutsam. Sich das bewusst zu machen hat schon großen Einfluss auf Ihre Motivation.

Nach Plan arbeiten: Machen Sie sich einen Plan, wie das Ziel in konkreten Schritten zu erreichen ist, und bis wann. So stärken Sie ihre innere Überzeugung, das Ziel auch erreichen zu können, inklusive der nicht so geliebten Teilschritte dorthin.

2_ Stärken Sie Ihre innere Selbstmotivation

Eigene Fehler akzeptieren: Wer sich seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst ist, handelt effektiver und vermeidet, an zu geringem Selbstbewusstsein zu leiden. Viele Menschen neigen dazu, sich für Fehler zu verurteilen und malen sich katastrophale Folgen aus, die ihr Verhalten haben könnte. Die Kunst besteht darin, mit der eigenen Fehlbarkeit umgehen zu lernen. Lernen Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen – und zu akzeptieren!

Unterbewusstsein aktivieren: Reden Sie sich auf keinen Fall ständig selbst ein, dass Sie sich „nicht konzentrieren können“, oder dass Sie „diese Aufgabe nie bewältigen werden“. So programmieren Sie sich darauf, zu scheitern oder weiter unmotiviert zu sein. Sagen Sie sich stattdessen, dass „die Aufgabe Spaß macht“, dass sie „ganz schnell erledigt ist“, oder dass es „ein Kinderspiel ist“. So programmieren Sie ihr Unterbewusstsein auf die neuen nützlichen Gedankengänge und sie werden real.

3_ Belohnen Sie sich!

Was motiviert mich? Finden Sie heraus, was Sie ganz persönlich motiviert: Geld? Anerkennung? Wenn eine Aufgabe schwierig ist? Wenn Sie mit anderen zusammenarbeiten können? Jeder von uns hat bestimmte Dinge, die ihn motivieren, und jeder hat Dinge, die ihn demotivieren.

Motivatoren nutzen: Wenn Sie wissen, was Sie motiviert, können Sie Ihre Arbeit danach gestalten. Die TAB Unternehmerboards nutzen zum Beispiel ganz gezielt die Motivation durch Arbeit im Team – etwas, was der einzelne Unternehmer im Alltag nicht hat.

Sich selbst belohnen: Belohnen Sie sich nach erfolgreicher Bewältigung ungeliebter Aufgaben direkt und konkret: nach Durchführung des Konfliktgesprächs mit einem Mitarbeiter gehe ich ins Konzert oder kaufe mir etwas, was ein kleiner Zusatzluxus für mich ist, ein Schmuckstück oder ein Buch oder…

Das große Ganze sehen: Sehen Sie zudem nicht nur die ungeliebte Aufgabe, zum Beispiel das Konfliktgespräch, sondern das größere Ganze: Es ist Teil der Unternehmenskultur, die Sie damit vorleben. Denn ein erfülltes Leben hängt stark von unserer Fähigkeit ab, unseren Aufgaben Bedeutung zu verleihen.

Erfolge teilen: Nach Erledigung und Belohnung: Lassen Sie sich feiern! Erzählen Sie Freunden davon und genießen Sie Lob und Zuspruch. Damit entkommen Sie auch dem leise demotivierenden „psychologischen Hedonismus“: Wir gewöhnen uns, von uns selbst in der Regel unbemerkt, ganz schnell an Fortschritte, die wir alltäglich erzielen. Lenken wir bewusst das Augenmerk auf das, was wir auch alltäglich erfolgreich erreichen, ermutigen wir uns zu konstruktiver Einstellung und Verhalten.

4_ Rückschläge und Hürden meistern

Realistische Erwartungen: Sich so selbst zu motivieren hilft auch, realistische Erwartungen an Andere zu entwickeln: Das beste Mitarbeitergespräch wird ihren Mitarbeiter vielleicht noch nicht dazu bringen, 100% so zu agieren, wie Sie es für richtig halten. 80% könnten aber schon ein gewaltiger Fortschritt sein.

Pannen gehören zu jedem Alltag: Immer wieder demotivieren auch Ereignisse von außen, so wenn Sie einen Kundentermin nicht einhalten können, weil ein Zulieferer seinen Liefertermin nicht einhält. Lamentieren Sie nicht, sondern betreiben Sie aktives Kundenmanagement, pflegen Sie die Kundenbeziehung durch offene Kommunikation. Sehen Sie die Panne als Chance.

Dranbleiben: Abschließend: Bleiben Sie hartnäckig. Scheitern Sie an einer Hürde, nehmen Sie einen zweiten, vielleicht etwas anders gestalteten Anlauf. Suchen Sie Rat bei anderen in gleicher Situation, um neue Ideen dafür zu erhalten. So behalten Sie ihre Fähigkeit zur Selbstmotivation auch in schwierigen Zeiten.

Autorin: Sina Vogt

Kommunikation ist der rote Faden in SIna Vogts Berufsleben. Ihre Überzeugung ist, dass bewusste und klare Kommunikation sowohl nach innen und wie auch nach außen wirkt. Bei operativen, strategischen und zwischenmenschlichen Fragestellungen. Für mehr Sicherheit und Erfolg. Das ist ihre Grundlage der Arbeit im TAB-Board, in dem alle Mitglieder vom gegenseitigen Wissen lernen und profitieren. Sina Vogt lebt und arbeitet als TAB Moderatorin im Raum Köln.

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Josef Wolf, TAB Neckar-Alb, stellt sich vor

Muss ich als Chef und Inhaber alles alleine können, wissen und entscheiden? Josef Wolf, TAB-zertifizierter Moderator/Coach und Inhaber der Region Neckar-Alb, diskutiert in seinem Blogbeitrag “Alternativen zur Einsamkeit von Unternehmern” Möglichkeiten für Austausch und Beratung auf Augenhöhe. Machen Sie sich ein Bild von Herrn Wolf, der mit seinen TAB-Aktivitäten mit kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bereich Führung, Strategie und Digitalisierung zusammenarbeitet.

Neckar-Alb_JosefWolf

Funktion:
Unternehmer, TAB-zertifizierter Moderator & Coach

Meine Lieblingstätigkeit im Unternehmen:
Unternehmer mit ihren Zielen kennenzulernen und bei der Zielerreichung zu begleiten und aktiv zu unterstützen.

Meine Lieblingstätigkeit außerhalb des Büros:
Sportliche Betätigung wie Ski fahren, Laufen, Fussball in der AH (Alte Herren-Verbandsliga (Hier ein Verband und da ein Verband!)) und mit den Kindern.

Immer wieder faszinierend an meinem Beruf:
Die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle und die Menschen dahinter kennen zu lernen.

Darauf kann ich verzichten:
Besserwisser, Lügner

Mein Motto:
“Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht zu Ende”

Diese Person(en) würde ich gern persönlich kennenlernen:
Peter Senge, Otto Scharmer, Edgar Schein, sie befassen sich alle mit Lernenden Organisationen und Führung.

Kaffee oder Tee?
Meistens Kaffee (am liebsten Espresso) – Zwischendurch auch mal Tee

Film oder Buch?
Film zur Unterhaltung und ansonsten Fachbuch z.B. “Sieben Wege zur Effektivität” von Stephen Covey

Frühaufsteher oder Nachteule?
Eher Nachteule

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Alternativen zur Einsamkeit von Unternehmern

Kennen Sie das auch? Als Unternehmensinhaber und Geschäftsführer steht man oft ganz schön allein da, wenn es um weitreichende Entscheidungen geht. Mit wem tauschen Sie sich als Unternehmer aus, wenn es um Entscheidungen geht? 

Einsame_UnternehmerBei Entscheidungen hilft niemand

Mit dieser Einsamkeit an der Spitze befasste sich die ARD-Reportage „Einsame Spitze – Top-Manager am Limit“ vom März 2016. Ein Zitat aus der Reportage beschreibt, was Einsamkeit bedeutet: „Bei wichtigen Entscheidungen besteht die Einsamkeit vor allem darin, dass der Unternehmer derjenige ist, der die Entscheidung zu treffen und zu verantworten hat – und da hilft ihm niemand!“

Der Weg vom Fachspezialisten und Gründer zum Firmenchef bringt ungeahnte Veränderungen mit sich

Nach der Anfangsphase des Unternehmens führt Wachstum zu mehr Mitarbeitern. Damit verändern sich Aufgabe und Position des Gründers: Personal- und Führungsaufgaben treten immer mehr in den Vordergrund; neben der ursprünglichen operativen Arbeit sind Strategie, Planung, Controlling etc. gefragt. Mit diesem ‚hierarchischen Aufstieg‘ in die Führungsposition kann die Isolation zunehmen, weil in der Struktur des Unternehmens noch Mitarbeiter fehlen, die Entscheidungen mittragen können oder sollen.

Wem kann ich mich anvertrauen?

Sicher liegt als Antwort nahe, im eigenen Unternehmen Mitarbeiter heranzuziehen die bereit und in der Lage sind – auch im eigenen Interesse – Antworten auf Fragen zur Strategie, zur internen Organisation o.ä. gemeinsam mit dem Firmeninhaber oder Geschäftsführer zu entwickeln. Ein gutes Team und die entsprechende Struktur ist in der Regel die anzustrebende Alternative zum Inhaber als alleinigem Entscheider! Oft fungieren auch Freunde oder Angehörige als Gesprächspartner – aber wie weit kann man diese in Firmeninterna einbeziehen?

Unternehmer brauchen Austauschmöglichkeiten abseits des Unternehmens

Darüber hinaus ist es in jedem Fall sinnvoll, dass der Unternehmensleiter Austauschmöglichkeiten über die Lösung anstehender Themen auch außerhalb des eigenen Unternehmens sucht. Dies zeigen auch diverse Befragungen, u.a. die Studie der Stanford Graduate School von 2013: Der Bedarf an Unterstützung auf Führungsebene ist groß. Fast alle der befragten 200 Entscheider hatten zwar prinzipiell Interesse an einem externen Austausch, doch nehmen über 60 % keinerlei externe Hilfe in Anspruch.

Das liegt wohl daran, dass Unternehmer einen solchen Austausch noch immer als „ich kann es nicht – also muss ich mir helfen lassen“, vielleicht auch als nicht wirklich hilfreich ansehen. Zum anderen besteht häufig Unklarheit darüber, wer überhaupt ein geeigneter Ratgeber sein kann.

Wem kann ich mich als Unternehmer anvertrauen?

Welche Erfahrungen bringt der Ratgeber mit und inwiefern kennt er sich in meiner Entscheidungs-Ebene aus? Eine andere Alternative können Menschen sein, die ebenfalls in der selbständigen Situation eines Unternehmers sind. In TAB-Boards treffen sie sich in regelmäßigen Abständen. Jedem Board-Mitglied stehen bis zu sieben erfahrene Unternehmer als neutrale Ratgeber und Sparringspartner aus der Praxis zur Seite. Darüber hinaus wird die Gruppe und jeder Einzelne durch den TAB-Moderator mit Methoden und Struktur so unterstützt, dass gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden, die für den Unternehmer auch praktikabel in der Umsetzung sind.

Begegnung auf Augenhöhe

Die Begeisterung steigt, wenn im Board Meeting Gesprächspartner zur Verfügung stehen, die ein Verständnis für die Probleme der anderen Unternehmer mitbringen. So entstehen nicht nur neue Blickwinkel, sondern neutrale Partner, mit all ihrer Kompetenz werden zu Vertrauten. Der Unternehmer kann sich ihnen tatsächlich öffnen, weil er ein ehrliches, unverblümtes Feedback erwarten kann. Innerhalb vieler Unternehmen ist das im Kreis der verantwortlich handelnden Personen oft nicht mehr möglich.

Jedes Boardmitglied bringt die Voraussetzung mit, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen und aus der Praxis Anstöße zu liefern, in welcher Weise Probleme gemeistert und Weiterentwicklungen in Gang gesetzt werden können. Wer sollte das besser können als jemand, der selbst ein Unternehmen führt!

Fazit

Lange Zeit habe ich erlebt, dass Unternehmer die Hilfe von außen als Zeichen von Schwäche verstanden. Das Interesse an unseren TAB Unternehmer-Boards in der Region Neckar-Alb zeigt mir aber, dass sich diese Wahrnehmung verändert. Der Unternehmer von heute muss extrem vielfältige Kompetenzen und Anforderungen erfüllen. Technologische Veränderungen, Marktanforderungen, Geschäftsmodelle etc. verändern sich immer schneller. Ein moderierter Austausch mit anderen Unternehmensinhabern als Berater leistet einen essentiellen Beitrag für Führungskräfte, um den Anforderungen auch morgen gewachsen zu sein.

Autor: Josef Wolf

Inhaber und Unternehmer in der Region Neckar-Alb treffen sich regelmäßig in den TAB Unternehmerboards von Josef Wolf, um sich in einem geschützten Raum auszutauschen. 

Interessiert dabei zu sein? Nehmen Sie hier Kontakt auf!

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5 Tipps, wie Anreize und Bonuszahlungen das bewirken, was sie sollen

Es gibt ja durchaus die Auffassung, dass man sich das Ganze „dem Mitarbeiter* eine Karotte vor die Nase halten“ sparen kann. Also im Sinne von: sorgen Sie dafür, dass Sie in Ihrem Team nur intrinsisch hochmotivierte Menschen haben. Bezahlen und behandeln Sie diese sehr gut und dann braucht es keine zusätzlichen Anreize. Das mag schon sein, dass das funktioniert und wenn Ihr Team nur aus solchen Menschen besteht, brauchen Sie den folgenden Blog eher nicht zu lesen.

Aus meiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass die meisten Mitarbeiter – bei richtig gesetzten Anreizen – durchaus eine noch bessere Leistung bringen.

Aber: geben Sie keinen Bonus dafür, nur damit Mitarbeiter ihren Job machen. Ein Bonus sollte für besonderes Engagement bzw. besondere Leistung sein. Ihre Mitarbeiter sind doch oft in ihrer Freizeit Höchstleister – was gilt es zu tun, dass sie es auch in der Firma sind? Vereinbaren Sie als Grundlage SMARTe Ziele (siehe mein Blog vom 19. Januar 2017)

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Hier meine 5 Tipps zum Thema Boni und Anreize

1. Beseitigen Sie alles, was Höchstleistungen verhindert

Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, möchte ich es aus meiner Praxis heraus erwähnen: statten Sie die Mitarbeiter wirklich sachgerecht aus. Es geht in den Unternehmen viel Leistung verloren durch veraltete EDV-Ausstattung, ineffiziente Prozesse, fehlendes Equipment, schlechte Büros usw. …

>>> Bitte “Hand aufs Herz“: wenn Sie beim Thema Ausstattung und Equipment deutliche Mängel haben, setzen Sie da zuerst an. Das ist Ihr erster Hebel zu Motivation und Leistungssteigerung.

2. Welcher Bonus? Fragen Sie die Mitarbeiter!

Wenn man Unternehmer fragt, meinen die Allermeisten, dass vor allem ein finanzieller Bonus den Mitarbeiter motiviert. Wenn Sie die Mitarbeiter fragen, gibt es meistens ein differenzierteres Bild: vielen wäre zusätzlicher Urlaub oder die Flexibilisierung der Arbeitszeit bis hin zu Home Office oder Anderes wie die Finanzierung von Fortbildungen wichtiger als mehr Geld. (Zu weiteren und für Sie steuerfreien Möglichkeiten siehe meinen Blog vom 13. Dezember 2016).

>>> Deshalb: fragen Sie Ihre Mitarbeiter zuerst und differenzieren Sie, damit der Bonus wirklich die gewünschte leistungssteigernde Wirkung erzielen kann.

3. Wählen Sie den Zeitraum richtig

Da viele Unternehmer in Geschäftsjahren denken, werden viele Zielvereinbarungen für das ganze Jahr getroffen. In der Perspektive der meisten Mitarbeiter ist das sehr lang, da ist dann ja noch so viel Zeit….

>>> Besser ist eine kurzfristige Perspektive von ein paar Monaten bis zu einem halben Jahr. Das können Etappenziele oder der Abschluss eines Projektes sein, das Erreichen von Quoten / Kennzahlen oder auch ein Sofortbonus für einen Neukunden. Ein Sonderfall ist das Dauerziel, wie ein nachhaltig hohes und stabiles Leistungsniveau (z.B. besonders effektiv für die Möglichkeit Home Office als Bonus).

4. Gehen Sie nicht in die Gewohnheitsfalle

Wie beim jahrelang freiwillig gezahlten Weihnachtsgeld verfestigt sich der Anspruch juristisch, wenn Sie dauerhaft das gleiche Programm durchführen. Auch lässt die Motivationswirkung nach.

>>> Vermeiden Sie diesen Effekt durch Variationen im Programm und stellen Sie immer wieder heraus, dass das eine einmalige freiwillige Leistung Ihrerseits darstellt, die nicht Teil des Arbeitsvertrages ist. Schöne Sätze im Kleingedruckten wie „dadurch wird kein Rechtsanspruch für die Zukunft begründet“ können auch hilfreich sein.

5. Einzel- oder Teambonus?

Wenn die von Ihnen gewünschte Leistung nicht einzelnen Mitarbeitern, sondern nur dem Team als Ganzes zugeordnet werden kann oder wenn Sie befürchten, dass sich Individualziele negativ auf das Klima im Team auswirken, funktionieren die meisten der angesprochenen Möglichkeiten auch für ein Team.

>> Oft ist auch eine Kombination aus Einzel- und Teamzielen der passende Weg.

Es lohnt sich wirklich, in dieses Thema Zeit und Gedanken zu investieren. Wie so oft im Unternehmerleben ist die einfache Lösung nicht immer die Erfolgversprechendste. Finden Sie für sich und für Ihre Mitarbeiter die maßgeschneiderte Lösung – die Erörterung in Ihrem Unternehmerboard ist dabei eine wertvolle Unterstützung.

*Es ist immer sowohl die männliche und weibliche Form gemeint und auch die angestellten Führungskräfte gelten als Mitarbeiter.

Autor: Ralf Mathiesen

Die TAB-Unternehmerboards in Berlin City werden von Ralf Mathiesen moderiert. Hier treffen sich Unternehmer einmal im Monat, um Lösungen für die aktuellen Knackpunkte ihres unternehmerischen Alltags in einer vertraulichen Atmosphäre gemeinsam zu entwickeln.

Alles, was mit Teams und Mitarbeitern zu tun hat, ist immer wieder Thema, wenn sich Inhaber und Geschäftsführer von KMU einmal im Monat in einem TAB-Unternehmerboard intensiv über ihre aktuellen strategischen Fragen austauschen.

Interessiert, dabei zu sein? Hier erfahren Sie mehr

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Kommunikation – aneinander vorbeireden war gestern

Was manchmal so einfach scheint, ist in der Praxis oft mehr als kompliziert: Der Umgang im Team oder mit Kunden erfordert viel Fingerspitzengefühl. Und oft lauern auch unerwartete Fallstricke. Wie viele Unternehmen nutzen auch wir bei TAB Persönlichkeits-Assessments, die versuchen, Verhaltens- und Kommunikationsmuster von Menschen herauszufinden. So können Teams gezielter zusammengesetzt und das kommunikative Miteinander effektiver gestaltet werden.

Verhaltenstypen_Räder_ineinander_WebDISG: Dominanz – Initiative – Stetigkeit – Gewissenhaftigkeit

“Das Akronym DISG (engl. DISC oder DiSC) bezeichnet einen auf Selbstbeschreibung beruhenden Persönlichkeitstest (auch Profil oder Inventar genannt) mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit”. (Wikipedia). Dabei steht
Dominant (D) = extrovertiertes und aufgabenorientiertes Verhalten
Initiativ (I) = extrovertiertes und menschenorientiertes Verhalten
Stetig (S) = introvertiertes und menschenorientiertes Verhalten
Gewissenhaft (G) = introvertiertes und aufgabenorientiertes Verhalten

“Gehe mit jedem Menschen so um, wie er behandelt werden möchte”

Und das ist je nach der Ausprägung der individuellen Eigenschaften völlig unterschiedlich. Was für den einen der höfliche Smalltalk ist, hält ein anderer für komplett irrelevant. Wo der eine Mensch detaillierte Informationen vermisst, stöhnt der andere über unnötigen Kleinkram. Nach dem DISG Modell können Menschen in ihrer Kommunikation auf die oben genannten vier Verhaltensmuster in unterschiedlicher Intensität zurückgreifen.

Worauf es ganz grundsätzlich im Umgang mit den vier Verhaltensausprägungen ankommt, zeigt diese Checkliste:

Klar und spezifisch kommunizieren: der dominante Verhaltens-Typus

Mensch mit dieser Verhaltensausprägung haben ein hohes Maß an Ehrgeiz, sind entschlossen, willensstark und wirken unabhängig. Das erleichtert die Kommunikation mit diesem Verhaltenstypus:
– Nutzen Sie eine klare und ungeschnörkelte Sprache.
– Widerstehen Sie der Versuchung, einen Smalltalk zu Dingen anzufangen, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben
– Verzichten Sie auf ungenaue Andeutungen und Konjunktive, sprechen Sie so konkret wie möglich.

Begeisternd und kommunikativ: der inspirierende Verhaltens-Typus

Sie sprühen vor Ideen, können ihre Gesprächspartner begeistern und gehen offen auf andere Menschen zu: Folgende Punkte helfen Ihnen im Umgang mit inspirativen Menschen:
– Seien Sie persönlich und herzlich
– Halten Sie sich nicht mit zu vielen Details auf und gehen Sie sparsam mit Daten, Fakten oder Abstraktionen um- diese schrecken den initiativen Verhaltenstypus ab.
– Versuchen Sie nicht, das Gespräch zu sehr unter Kontrolle zu halten, sondern lassen Sie sich auf die Botschaften zwischen den Zeilen ein.

Geduldig und harmonieorientiert: der stetige Verhaltens-Typus

Zuverlässig und beständig, unterstützend und eher zurückhaltend – so tritt der gewissenhafte Typ auf. Menschen mit dieser Verhaltensausprägung sorgen oft für ein angenehmes Umfeld. Hierauf sollten sie in der Kommunikation achten:
– Der Gesprächseinstieg gelingt am besten mit persönlichen Bemerkungen, damit brechen Sie das Eis.
– Wer seine Sache freundlich und kooperativ präsentiert, wird mehr erreichen, als derjenige, der mit der Tür ins Haus fällt.
– Mit “Wie-Fragen” erfahren Sie die Meinung Ihres Gesprächspartners und beziehen ihn mit ein, denn das ist ihm wichtig.

Sorgfältig und präzise: der gewissenhafte Verhaltens-Typus

Sie haben den Blick für Details, sind eher perfektionistisch veranlagt und hassen Unordnung: Menschen mit einem ausgeprägten “gewissenhaften” Verhaltensanteil schätzen folgende Umgangsweisen:
– Bleiben Sie bei der Sache, schweifen Sie nicht ab
– Gute Vorbereitung ist alles: wer planlos, lässig oder gar leichtsinnig agiert, erntet Unverständnis.
– Planen Sie ausreichend Zeit ein- Druck oder unrealistische Zeitrahmen verärgern gewissenhafte Verhaltenstypen.

Haben Sie sich oder Ihre Mitmenschen in der ein oder anderen Ausprägung wiedererkannt? Ist Ihnen vielleicht deutlicher geworden, warum das Miteinander mit einzelnen Mitmenschen – Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner – manchmal kompliziert erscheint? Achten Sie mal drauf, Sie werden erstaunt sein, wie manche Dinge in der Kommunikation – je nach Typ – immer wiederkehren.

Autorin: Ariane Bödecker

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“Begeisterte Kundenohren”: Buchtipp “Der Akquise Coach” von Angelika Eder

Jedes Jahr im Januar gehört der Vorsatz “Ich muss mehr bzw. regelmäßig Akquise machen” bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zu den ungeliebten, aber notwendigen guten Vorsätzen. Dabei treibt die Kalt/Telefonakquise vielen, die andere Stärken haben, den Blutdruck deutlich höher.

Telefon-Akquise_Bild_RetroDas aktuelle Buch von Angelika Eder “Der Akquise Coach”. Profi-Tipps: Wie Sie am Telefon Wunschkunden angeln mit „Spaß an beiden Enden der Leitung“, verspricht nicht nur, sondern schafft – zusammen mit den Downloadhilfen – auch Abhilfe. Die Tipps, Ideen und Hinweise sind von ihr selbst in der Praxis und in vielen Trainings erprobt. Lediglich der aufmunternde Ton der Autorin/Trainerin ist das Einzige, was dem Buch ein wenig fehlt.

Der Kern: Mindset und Vorbereitung

Wer seine guten Vorsätze in die Tat umsetzen will, dem wird in diesem Buch deutlich gemacht, dass sich mit dem „richtigen“ eigenen Mindset und guter Vorbereitung am Ende tatsächlich Spaß an der Telefonakquise einstellt. Um es ganz ehrlich vorweg zu nehmen: Ich bin erst auf dem Weg dahin.

In drei Teilen des Buches wird der Leser mit notwendiger Theorie auf die Praxis der Akquise am Telefon vorbereitet:
1_Arrangement (Vorbereitung: z.B. Wunschkundendefinition / Anbieterpersönlichkeit / telefontaugliches Angebot)
2_Auftakt (Griff zum Hörer und Gespräch)
3_Auftrag ( Nacharbeit und Kundenpflege)

Ein großes Bündel an Handwerkszeug zur Vorbereitung der Akquise, zur Durchführung der Telefonate und zur professionellen Nachbereitung – alles in der Praxis erprobt -, wird dem akquisewilligen Leser mitgegeben.

Sich selbst umprogrammieren

Die Stärke des Buches liegt jedoch jenseits dieser handwerklichen Notwendigkeiten. Sie liegt in der Umprogrammierung des eigenen Selbstverständnisses von Akquise: Ja, man darf, man muss sogar Telefonakquise betreiben. Verkaufen ist erlaubt!
Dreh- und Angelpunkt ist dabei die eigene „Legitimation“ für den Anruf. Die positive Legitimation ist die Brücke über die man geht, um dem Ansprechpartern an der anderen Seite des Telefons den Grund und Inhalt des eigenen Anrufs zu vermitteln. Im Buch und in den Downloads findet der zögerliche Akquisiteur „Telefon-Eisbrecher” und gute Ideen für den Gesprächsbeginn

Vorbereitung ist alles

Nach der genauen Vorbereitung kann man nun beherzt zum Telefonhörer greifen und loslegen.
Die inhaltliche Vorbereitung, d.h. was will ich wie anbieten, ist meistens klar. Es sollte schriftlich ausgearbeitet sein, damit man in der Telefonsituation nichts vergisst.

Der Mindset fürs Telefonieren: positiv gestimmt und, energiegeladen geht’s los. Das Buch von Frau Eder führt wieder mit Praxistipps durch den Gesprächsverlauf, von der Begrüßungsformel, dem Umgang mit Gatekeepern und Ablehnung, zur Anwendung des Legitimationsgedankens bis zum Gesprächsabschluss.

Die gute, schriftliche Vorbereitung und Übung einschließlich des Umgangs mit den Gatekeepern und Ablehnung, wird nach kurzer Zeit die gewünschten Aufträge bringen.
Wenn das alles geschafft ist, sind die Nacharbeiten ein handwerkliches Kinderspiel. Dann spätestens stellt sich der Akquise-Spaß ein.

Hat es funktioniert?

Für mich war nach der umfassenden Vorbereitung der erste Anruf einfacher, weil ich wusste, dass ich heute telefonieren wollte. Ich habe mich gut gefüllt. Das war vorher nicht der Fall.
Dieses Buch lohnt sich für alle, die Telefonakquise machen wollen oder müssen. Auch wenn Angelika Eder Trainer und Coaches im Auge hatte, ist das Buch generell für alle geeignet, die neue Kunden von ihrem Angebot oder Produkt überzeugen wollen.

Angelika Eder: Der Akquise-Coach: Profi-Tipps: Wie Sie am Telefon Wunschkunden angeln – mit Spaß an beiden Enden der Leitung (Edition Training aktuell)
November 2017, 176 Seiten, ISBN 978-3-95891-023-2

Autor: Dr. Thomas W. Büttner, TAB Frankfurt West

Wenn sich Unternehmer in den TAB Boards von  Dr. Thomas Büttner im Raum Frankfurt treffen, geht es immer wieder darum, wie man an neue Kunden kommt. Gearde für Einzelunternehmer ist dies immer wieder ein essentielles und relevantes Thema.